
Ein Streit über die Zulassung von Geschäftsflugzeugen belastet die Beziehungen zwischen den USA und Kanada. Auslöser sind Vorwürfe aus Washington, wonach kanadische Behörden die Zertifizierung mehrerer US-Flugzeugmodelle verzögern oder verweigern.
Der US-Präsident kündigte an, als Gegenmaßnahme die Zulassung bestimmter in Kanada produzierter Flugzeuge aufzuheben. Betroffen seien unter anderem Geschäftsreiseflugzeuge eines großen kanadischen Herstellers. Darüber hinaus stellte er Zölle in Höhe von 50 Prozent auf in die USA exportierte kanadische Flugzeuge in Aussicht, sollte es keine schnelle Einigung geben.
Der kanadische Flugzeugbauer verwies auf seine enge wirtschaftliche Verflechtung mit dem US-Markt. Das Unternehmen betreibt mehrere Standorte in den Vereinigten Staaten und beschäftigt dort Tausende Mitarbeiter. Ein weit verzweigtes Netz von Zulieferern sichere zusätzliche Arbeitsplätze. Alle Flugzeuge und technischen Einrichtungen erfüllten die Vorgaben der US-Luftfahrtbehörde.
Nach Angaben des Herstellers sind täglich zahlreiche in Kanada produzierte Geschäfts- und Zivilflugzeuge im US-Luftraum unterwegs. Das Unternehmen setzt auf eine zügige Klärung des Konflikts, um Auswirkungen auf den grenzüberschreitenden Luftverkehr zu vermeiden.