
Die Bergbaukonzerne Rio Tinto und Chalco steigen beim brasilianischen Aluminiumproduzenten CBA ein und übernehmen die Kontrolle von dessen bisherigem Hauptaktionär Votorantim. Grundlage ist eine verbindliche Vereinbarung über den Erwerb von 68,596 Prozent der Anteile, die Votorantim an CBA hält. Der Kauf erfolgt über ein neu gebildetes Gemeinschaftsunternehmen, an dem Chalco mit 67 Prozent und Rio Tinto mit 33 Prozent beteiligt sind.
Der vereinbarte Preis liegt bei 10,50 Real je Aktie und wird vollständig in bar gezahlt. Damit ergibt sich ein Aufschlag von gut einem Fünftel gegenüber dem durchschnittlichen Börsenkurs der vergangenen 20 Handelstage vor Vertragsunterzeichnung. Der Wert des von Votorantim veräußerten Pakets summiert sich auf rund 902,6 Millionen US-Dollar. Auf Rio Tinto entfällt davon anteilig ein Betrag von knapp 300 Millionen US-Dollar.
Nach dem Vollzug der Transaktion ist vorgesehen, ein gesetzlich vorgeschriebenes Übernahmeangebot für die übrigen frei handelbaren CBA-Aktien vorzulegen. Den Anteil von Rio Tinto an dem Gemeinschaftsunternehmen soll dessen Tochtergesellschaft Rio Tinto International Holdings Limited halten.