
US-Aktien eröffneten die Woche positiv, wobei der S&P 500 um 0,5 Prozent stieg, da Investoren die politische Unsicherheit gegen eine Vielzahl von Unternehmensgewinnen und eine bevorstehende Entscheidung der Federal Reserve (Fed) abwogen. Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) legte um 0,3 Prozent zu, während der Nasdaq Composite um 0,6 Prozent zulegte, unterstützt durch die Stärke großer Technologiewerte wie Apple (AAPL) und Meta (META) im Vorfeld ihrer Ergebnisbekanntgaben. Der Anstieg folgte auf eine volatile Vorwoche, in der der S&P 500 um etwa 0,4 Prozent fiel und damit den zweiten wöchentlichen Rückgang in Folge verzeichnete, während geopolitische Spannungen später nachließen.
Politisches Risiko blieb ein zentrales Thema. Die Märkte verarbeiteten die erneuten Zollbedrohungen von Präsident Trump gegenüber Kanada, die mit einem möglichen umfassenden Handelsabkommen mit China verbunden sind, obwohl kanadische Beamte stark dagegenhielten und die Ängste vor einer sofortigen Eskalation verringerten. Gleichzeitig erhöhten Spannungen in Washington über die Bundesfinanzierung und die Einwanderungspolitik die Bedenken über einen möglichen Regierungsstillstand, obwohl die Senate-Führung signalisierte, dass möglicherweise dennoch eine Lösung gefunden werden könnte. Während diese Themen noch keine scharfe Marktreaktion ausgelöst haben, belastet die wiederholte Anwendung von Handels- und fiskalischen Drucktaktiken allmählich die Stimmung.
Die Nachfrage nach sicheren Anlagen war am Montag deutlich zu spüren, als Gold auf ein neues Allzeithoch von über 5.100 USD pro Unze anstieg, was die Vorsicht der Investoren gegenüber politischen und fiskalischen Risiken widerspiegelt. Trotz dessen bleiben die breiteren wirtschaftlichen Signale relativ positiv. Die Konsumausgaben scheinen robust zu sein, und die Unternehmensrentabilität bleibt solide, da Unternehmen weiterhin stark in Bereiche wie künstliche Intelligenz und Produktivitätswerkzeuge investieren.
Die Aktien von Novo Nordisk (NOVO) verbesserten sich, unterstützt von Bankanalysten, die darauf hinwiesen, dass die Einführung von oralem Wegovy den Markt für Adipositasbehandlungen erweitert, anstatt injizierbare Produkte zu kannibalisieren. Die Aktien von Novo Nordisk sind in diesem Monat stark gestiegen, während der Konkurrent Eli Lilly (LLY) zurückgeblieben ist. Im Rohstoff- und Materialsektor profitierten Goldminen von der Rallye des Edelmetalls, wobei Newmont (NEM) starke Gewinne verzeichnete. Auch Unternehmensaktivitäten trieben einzelne Aktien, darunter USA Rare Earth (USAR), die nach dem Einstieg der US-Regierung stark anstiegen, und Allied Gold, die nach einer Übernahmevereinbarung mit Zijin Gold, die angeboten hatte, Allied für 44 USD pro Aktie in bar zu kaufen, was den Deal mit 5,5 Milliarden USD bewertete, zulegten.
Die Berichtssaison bewegt sich in eine kritische Phase, da in dieser Woche mehr als 90 S&P 500-Unternehmen berichten, darunter mehrere Megacap-Technologiefirmen. Die Ergebnisse waren bisher insgesamt positiv, jedoch nicht so stark wie im letzten Quartal. Etwa drei Viertel der berichtenden Unternehmen haben die Gewinnerwartungen übertroffen, aber auch die Umsatzüberraschungen haben sich im Vergleich zum vorherigen Quartal moderat. Die Prognosen waren konservativ, wie es zu diesem Zeitpunkt der Saison typisch ist, und Unternehmen, die sowohl Umsatz als auch Gewinn übertrafen, wurden nicht sofort in der Kursentwicklung belohnt. Dennoch erwarten die Märkte, dass das Gesamtbild der Unternehmensgewinne anständig bleibt, da die Ergebnisse über die Finanzwerte und die frühen Berichterstatter hinausgehen.
Auf der politischen Ebene wird die Fed ihre erste Zinsentscheidung des Jahres bekannt geben, wobei keine Änderung erwartet wird. Der Fokus der Investoren wird auf der zukünftigen Orientierung liegen, insbesondere auf Signalen zum Zeitpunkt möglicher Zinssenkungen. Die Terminmärkte preisen derzeit zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte bis Ende 2026 ein.

Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.