
Johnson & Johnson hat neue Studiendaten zu dem Krebsmedikament Tecvayli vorgelegt, die auf deutliche Fortschritte in der Behandlung des Multiplen Myeloms hindeuten. In einer Phase-3-Studie erreichte die Therapie eine signifikante Verringerung des Risikos für Krankheitsfortschritt oder Tod bei Patienten, die bereits frühzeitig nach vorherigen Behandlungen einen Rückfall erlitten hatten.
Nach Angaben des Unternehmens zeigte Tecvayli im direkten Vergleich mit etablierten Standardtherapien sowohl beim progressionsfreien Überleben als auch beim Gesamtüberleben klare Vorteile. Die Ergebnisse traten bereits ab der zweiten Therapielinie auf und betreffen vor allem Patienten, deren Erkrankung nicht mehr auf gängige Wirkstoffe wie Anti-CD38-Antikörper oder Lenalidomid angesprochen hatte.
Die Studie ist bereits die zweite späte klinische Untersuchung, in der Tecvayli-basierte Behandlungskonzepte positive Resultate lieferten. Damit verdichten sich die Hinweise, dass der Antikörper künftig eine größere Rolle in der früheren Therapiesequenz spielen könnte, insbesondere bei Patienten mit begrenzten Alternativen.
Regulatorisch ist das Präparat in den USA und der Europäischen Union bereits für vorbehandelte Patienten zugelassen. In beiden Regionen wurden zudem Anpassungen genehmigt, die bei anhaltendem Therapieerfolg eine geringere Dosierungshäufigkeit erlauben. Johnson & Johnson sieht darin einen weiteren Schritt zur breiteren Anwendung des Medikaments im klinischen Alltag.