
Die Bergbaukonzerne Rio Tinto und BHP wollen ihre Zusammenarbeit in der westaustralischen Region Pilbara ausbauen und prüfen eine gemeinsame Erschließung benachbarter Eisenerzvorkommen. Ziel ist es, perspektivisch bis zu 200 Millionen Tonnen Erz aus den Betriebsgebieten Yandicoogina und Yandi zu fördern.
Grundlage der Überlegungen sind zwei unverbindliche Absichtserklärungen. Diese sehen unter anderem eine gemeinsame Entwicklung des Wunbye-Vorkommens sowie Liefervereinbarungen vor, bei denen Erz aus dem Yandi Lower Channel Deposit von BHP in bestehenden Aufbereitungsanlagen von Rio Tinto verarbeitet werden könnte. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollen dabei vertraglich festgelegt werden.
Die geplanten Schritte bauen auf einer bereits bestehenden Kooperation aus dem Jahr 2023 auf, durch die zuvor unzugängliche Erzvorkommen entlang der gemeinsamen Konzessionsgrenze erschlossen werden konnten. Nun wollen die Unternehmen zunächst eine konzeptionelle Untersuchung durchführen, gefolgt von einer Studie zur Abschätzung des Investitionsvolumens.
Sofern eine finale Investitionsentscheidung getroffen wird, rechnen die Konzerne mit einem Produktionsbeginn in beiden Lagerstätten zu Beginn des nächsten Jahrzehnts. Voraussetzung für eine Umsetzung sind unter anderem die erforderlichen behördlichen Genehmigungen, kartell- und gesellschaftsrechtliche Freigaben sowie die fortgesetzte Abstimmung mit den traditionellen Landbesitzern.