
Das Währungspaar AUD/USD schwankt in einer engen Handelsspanne unterhalb der Marke von 0,7100 während der asiatischen Sitzung, da Händler an der Seitenlinie bleiben, im Vorfeld der Veröffentlichung der neuesten US-Verbraucherinflationszahlen am Freitag. Dennoch bleiben die Spotpreise nahe einem Dreijahreshoch, das am Donnerstag erreicht wurde, und scheinen bereit zu sein, die Gewinne in der vierten Woche in Folge zu verzeichnen.
Aus technischer Sicht unterstützt der nächtliche Durchbruch durch eine zwei Wochen alte Handelsspanne und den 100-Stunden-Simple Moving Average (SMA) die Annahme einer Ausweitung des Korrekturrückgangs. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) bleibt im negativen Bereich nahe der Nulllinie und hat sich nach oben bewegt, wobei ein sich verengendes Histogramm auf nachlassenden bärischen Druck hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 39, unterhalb der 50-Mittellinie und nicht überverkauft, was mit einer gedämpften Tendenz übereinstimmt.
Der steigende 100-Stunden-SMA bei 0,7092 begrenzt den kurzfristigen Aufwärtstrend. Die Tendenz würde sich bei einem nachhaltigen Durchbruch über dieses Hindernis verbessern, was Raum für eine Erholung schaffen könnte, während sich das Momentum stabilisiert. Sollte es jedoch nicht gelingen, diesen zurückzuerobern, würden die Aufwärtsbewegungen begrenzt bleiben und ein verkäuferisch orientierter Hintergrund erhalten bleiben. Ein Wechsel des MACD in den positiven Bereich würde die Aufwärtsannahme stärken, und ein RSI-Rückgang über 50 würde ein verbessertes Momentum bestätigen.
In der Zwischenzeit könnten Händler davon absehen, aggressive direktionale Wetten zu platzieren und sich entscheiden, auf den US-Verbraucherpreisindex (CPI)-Bericht zu warten. Die entscheidenden Daten könnten weitere Hinweise auf den Zinssenkungspfad der US-Notenbank (Fed) geben, was wiederum die USD-Nachfrage antreiben und dem AUD/USD-Paar neuen Schwung verleihen würde. Dennoch könnte die hawkische Haltung der Reserve Bank of Australia (RBA) weiterhin als Rückenwind für den Aussie wirken.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.