
Der japanische Yen (JPY) startete die neue Woche schwächer, da der Erdrutschsieg von Premierministerin Sanae Takaichi bei den Wahlen am Sonntag den Weg für weitere fiskalische Anreize ebnet. Die anfängliche Marktreaktion stellte sich jedoch als kurzlebig heraus, nachdem Japans Finanzministerin Satsuki Katayama die Warnungen vor JPY-Interventionen verstärkt und eine enge Koordination mit den USA gegen unordentliche FX-Bewegungen bestätigt hatte. Dies, zusammen mit einigen Anschlussverkäufen des US-Dollars (USD), löste eine intraday USD/JPY-Wende von fast 150 Pips vom asiatischen Sitzungshoch im Bereich von 157,65 aus.
In der Zwischenzeit zeigten heute veröffentlichte Daten, dass die realen Löhne in Japan im Dezember zum zwölften Mal in Folge gesunken sind, da das nominale Lohnwachstum die sinkende Verbraucherinflation leicht verfehlte. Dies hält den Druck auf die Bank of Japan (BoJ) aufrecht, vorsichtig zu agieren, nachdem sie die Zinssätze im Dezember auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten angehoben hat. Abgesehen davon hält die optimistische Marktstimmung, die durch Anzeichen einer Entspannung der Spannungen im Nahen Osten gestärkt wird, den JPY, der als sicherer Hafen gilt, von einer weiteren Aufwertung ab und hilft dem USD/JPY-Paar, den intraday Rückgang in der Nähe des 156,20-Bereichs zu stoppen.
Das USD/JPY-Paar zeigt einige Widerstandsfähigkeit am 100-Stunden Simple Moving Average (SMA) und stoppt seinen intraday Rückgang in der Nähe des 156,20-Bereichs. Letzterer sollte nun als zentraler Drehpunkt für intraday Händler fungieren. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) zeigt ein bärisches Crossover nahe der Nulllinie, da das Momentum negativ wird, was auf einen zunehmenden Abwärtsdruck hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 46, unterhalb der 50-Mittellinie, was auf ein gedämpftes Momentum hinweist.
In der Zwischenzeit hält sich das USD/JPY-Paar über dem 100-Stunden-SMA, der derzeit im Bereich von 156,55-156,50 verankert ist, und behält die kurzfristige Neigung nach oben bei und bietet nahegelegene dynamische Unterstützung. Eine Erholung des MACD über die Nulllinie und ein RSI-Anstieg über 50 würden den Ton verbessern und könnten den Weg für eine Fortsetzung ebnen. Umgekehrt würde ein entscheidender Schlusskurs unter dem Durchschnitt die Konstellation schwächen und Raum für einen tieferen Rückzug schaffen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.