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MÄRKTE -Bitcoin-Absturz beschleunigt sich

ReutersFeb 5, 2026 10:54 PM

- Der Ausverkauf am Kryptomarkt hat sich am Donnerstag beschleunigt und den Bitcoin-Kurs auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr gedrückt. Die älteste und wichtigste Cyber-DeviseBTC= brach am Donnerstag um etwa 13 Prozent auf 63.160 Dollar ein und steuerte damit auf den größten Tagesverlust seit November 2022 zu. Derartige Tiefststände gab es zuletzt vor der Wahl von US-Präsident Donald Trump im November 2024. Die Talfahrt hält seit Tagen an, seit Jahresbeginn steht ein Minus von mehr als 28 Prozent zu Buche. Insgesamt hat der globale Kryptomarkt Daten des Branchendienstes CoinGecko zufolge seit seinem Höchststand von knapp 4,4 Billionen Dollar Anfang Oktober zwei Billionen Dollar an Wert eingebüßt. Allein im vergangenen Monat wurden demnach rund 800 Milliarden Dollar vernichtet.

Als Gründe für den Absturz nannten Börsenexperten die allgemeine Risikoaversion an den Märkten, den Ausverkauf bei Technologieaktien sowie Sorgen über die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Trumps Nominierung von Kevin Warsh zum künftigen Fed-Chef schüre Ängste vor einer strafferen Geldpolitik, hieß es. "Der Markt fürchtet einen Falken", sagte Manuel Villegas Franceschi von der Bank Julius Bär. Warsh könnte den Ankauf von US-Staatsanleihen zurückfahren und damit den Finanzmärkten Liquidität entziehen. Analyst Nic Puckrin vom Anlageberater Coin Bureau sprach von einer "vollständigen Kapitulation" des Marktes. Dies sei keine kurzfristige Korrektur mehr, sondern eine fundamentale Neuordnung, die Monate dauern könne.

Marktbeobachter blicken zudem besorgt auf mögliche Folgewirkungen des Preisverfalls. Es könne ein Teufelskreis entstehen, sollten Krypto-Miner durch die sinkenden Kurse zu Notverkäufen gezwungen werden. Diese Akteure stellen die für die Abwicklung von Transaktionen nötige Rechenleistung zur Verfügung und werden dafür mit neuen virtuellen Münzen entlohnt. "Es werden Bedenken laut, dass es zu Zwangsliquidationen kommen könnte, wenn die Preise weiter fallen", schrieb Mohit Kumar, Anlagestratege der Investmentbank Jefferies, in einer Analyse. Dies könnte eine Abwärtsspirale in Gang setzen. Experten der Deutschen Bank verwiesen zudem auf massive Abflüsse aus börsennotierten Bitcoin-Fonds (ETFs).

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