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AUD/JPY schwächt sich unter 105,50 nach schwächerer australischer VPI-Inflation

FXStreetJan 7, 2026 1:34 AM
  • AUD/JPY schwächt sich in der asiatischen Sitzung am Mittwoch auf etwa 105,40.  
  • Die Inflation des australischen VPI ging im November auf 3,4% YoY zurück, schwächer als erwartet. 
  • Die Unsicherheit über den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung der BoJ könnte den JPY belasten. 

Das Währungspaar AUD/JPY fällt auf etwa 105,40 und beendet damit die viertägige Gewinnserie während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch. Der Australische Dollar (AUD) sieht sich nach dem Inflationsbericht einem gewissen Verkaufsdruck gegenüber dem Japanischen Yen ausgesetzt.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

Händler werden später am Donnerstag weitere Informationen aus den Handelsbilanzdaten Australiens erwarten. 

Die am Mittwoch vom Australian Bureau of Statistics (ABS) veröffentlichten Daten zeigten, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) des Landes im November um 3,4% YoY gestiegen ist, verglichen mit 3,8% im Oktober. Diese Zahl fiel schwächer aus als die Schätzungen von 3,7%. Der monatliche VPI lag im November bei 0%, nach dem vorherigen Wert von 0%. 

Die abkühlende Inflation hat die Markterwartungen für eine Zinserhöhung der Reserve Bank of Australia (RBA) Anfang 2026 gedämpft. Der Australische Dollar zieht in unmittelbarer Reaktion auf den VPI-Inflationsbericht einige Verkäufer an.

Investoren scheinen unsicher über das Tempo der geldpolitischen Straffung durch die Bank of Japan (BoJ) zu sein, was den JPY belasten könnte. Die meisten Ökonomen erwarten den nächsten Zinsschritt etwa Mitte 2026, obwohl eine frühere Erhöhung möglich ist, teilweise aufgrund von Bedenken über den schwachen JPY. 

Allerdings könnte eine verbale Intervention von japanischen Beamten den Abwärtstrend des JPY kurzfristig begrenzen. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, dass die Regierung „angemessene Maßnahmen“ gegen übermäßige Währungsvolatilität ergreifen werde.


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