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EUR/JPY schwächt sich auf nahe 183,50 ab, da die Venezuela-Krise die sichere Währung stärkt

FXStreetJan 5, 2026 4:31 AM
  • EUR/JPY schwächt sich auf etwa 183,65 in der frühen europäischen Sitzung am Montag.
  • Trump skizzierte Pläne für Venezuela, während Maduro auf seinen Gerichtstermin wartet. 
  • Die EZB ließ die Zinssätze Anfang dieses Monats unverändert und signalisierte, dass sie voraussichtlich bis 2026 unverändert bleiben werden.

Das EUR/JPY-Paar verliert während der frühen europäischen Sitzung am Montag an Boden und notiert bei etwa 183,65. Der japanische Yen (JPY) stärkt sich gegenüber dem Euro (EUR) aufgrund steigender geopolitischer Spannungen in Venezuela. Der Sentix-Anlegervertrauensbericht der Eurozone wird später am Montag veröffentlicht. 

Die Delta Force der US-Armee griff am Samstag Venezuela an und nahm dessen Präsidenten Nicolás Maduro sowie seine Frau fest. US-Präsident Donald Trump erklärte am frühen Montag, dass Washington möglicherweise eine zweite militärische Intervention in Betracht ziehen könnte, wenn Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez ihren Forderungen nicht nachkomme. Der US-Angriff auf Venezuela weckt Ängste vor geopolitischen Risiken, was sichere Häfen wie den japanischen Yen (JPY) stärkt und als Gegenwind für das Paar wirkt. 

Die vorsichtige Haltung der Bank of Japan (BoJ) in Bezug auf eine weitere Verschärfung der Geldpolitik und das Fehlen eines klaren Zeitplans für zukünftige Zinserhöhungen könnten jedoch den Aufwärtstrend des JPY begrenzen. Die meisten Ökonomen erwarten, dass die nächste Zinserhöhung bis in die zweite Hälfte von 2026, möglicherweise im Oktober, verschoben wird. 

Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ jedoch die Zinssätze auf ihrer Sitzung im Dezember unverändert und ihr Ausblick deutete auf weniger Dringlichkeit für weitere Senkungen hin. Dies könnte wiederum dem EUR eine gewisse Unterstützung bieten. EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellte fest, dass alle Optionen auf dem Tisch bleiben und es bei der Dezember-Sitzung keine Diskussion über Zinserhöhungen oder -senkungen gab, obwohl einige Ökonomen erwarten, dass die Zinsen bis 2026 stabil bleiben.

EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.

In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.

Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.


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