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WARUM AUCH DER VERBRAUCHER EINEN STARKEN AKTIENMARKT BRAUCHT
Die jüngsten Wirtschaftsdaten deuten auf robuste Verbraucherausgaben hin, aber die Strategen von Fundstrat blicken zwischen die Zeilen und argumentieren, dass die Wirtschaft und wohl auch politische Entscheidungen mehr denn je von der Stärke des Aktienmarktes abhängen.
Drei Monate in Folge steigende Verbraucherausgaben klingen sehr vielversprechend, aber Fundstrat verweist auf mehrere Studien, die zeigen, dass dies wahrscheinlich in hohem Maße von einer sehr kleinen Gruppe abhängig ist.
Sie zitieren zum Beispiel einen Bericht von Oxford Economics (link) aus dem letzten Monat, der darauf hinweist, dass die reichsten 1% der Menschen in den Vereinigten Staaten 38,6% des Aktienmarktes besitzen, während die obersten 20% 87% der Aktien besitzen. Und sie zitieren einen älteren Bericht von JPMorgan (link) aus dem Jahr 2021 und einen Bericht von Visa (link) aus dem Jahr 2023, in dem ein Zusammenhang zwischen Aktienmarktgewinnen und Ausgaben hergestellt wird.
Das Argument lautet also, dass die jüngsten Rekorde am US-Aktienmarkt - ein Anstieg des S&P 500 um rund 15 Prozent seit Jahresbeginn und des Nasdaq um fast 19 Prozent in diesem Jahr - die Verbraucherausgaben angekurbelt haben, oder zumindest die Verbraucher, die in Aktien investiert haben.
Wie die Strategen von Fundstrat sagen: "Wenn Ihr Nettovermögen steigt, warum sollten Sie dann nicht zu einem spontanen Wochenendausflug aufbrechen oder sich einen schicken neuen Schmuck gönnen?"
Auf der anderen Seite verweisen sie auf Untersuchungen der Federal Reserve of Kansas City (link), die zeigen, dass ein Rückgang der Aktienmärkte das Verbrauchervertrauen und damit auch die Ausgaben beeinträchtigen kann.
Sie verweisen auch auf die jüngsten Stimmungsdaten der University of Michigan (link), die für September einen leichten Stimmungsrückgang zeigen, mit "einer wichtigen Ausnahme: Die Stimmung der Verbraucher mit größeren Aktienbeständen blieb im September stabil", im Gegensatz zu den Menschen, die "kleinere oder gar keine Bestände haben."
Fundstrat argumentiert also, dass die Verbraucher und die Wirtschaft insgesamt "möglicherweise noch stärker davon abhängig geworden sind, dass der Aktienmarkt gut genug läuft, um wohlhabende Amerikaner in Kauflaune zu halten."
Wenn sich das Weiße Haus dessen bewusst ist, so die Strategen, kann man davon ausgehen, dass der so genannte Trump-Put wieder im Spiel ist.
Dies könnte bedeuten, dass "solange die Verbraucherausgaben (und damit die US-Wirtschaft) von einer Bevölkerungsgruppe angetrieben werden, die die Stimmung mit dem Aktienmarkt verknüpft, wird die Regierung motiviert sein, größere Rückgänge an den Märkten zu verhindern."
Sie geben zwar keine Antwort auf die Frage, ob diese Dynamik gut für die amerikanische Bevölkerung ist, empfehlen aber, dass Anleger diese Informationen im Hinterkopf behalten sollten.
(Sinéad Carew)
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