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Weiteres Schwächesignal vom US-Jobmarkt: Firmen bauen überraschend Stellen ab

ReutersOct 1, 2025 12:50 PM

- Die US-Firmen haben zuletzt überraschend Stellen abgebaut und damit Sorgen über eine Eintrübung des Arbeitsmarkts verstärkt. In der Privatwirtschaft fielen einer Umfrage zufolge im September 32.000 Jobs weg, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Firmenbefragung des Personaldienstleisters ADP hervorgeht. Nach nunmehr revidierten Daten waren bereits im Vormonat 3000 Stellen abgebaut worden. Zunächst war für August ein Plus von 54.000 gemeldet worden. Die von Reuters befragten Volkswirte hatten für September einen Zuwachs von 50.000 Jobs erwartet.

Die ADP-Daten werden üblicherweise wenige Tage vor dem US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht, auf den die Notenbank Federal Reserve besonders stark achtet. Wegen des teilweisen Regierungsstillstands in den USA im Zuge der Haushaltssperre wird aus der eigentlich für Freitag vorgesehenen Veröffentlichung des Jobberichts voraussichtlich nichts. Die für die Statistik zuständige Regierungsstelle hatte mitgeteilt, im Falle eines Shutdowns die Erhebung und Verbreitung von Daten auszusetzen. Diese Operationen würden wieder aufgenommen, sobald die Finanzierung wiederhergestellt sei.

UNKLARER BLICK AUF WIRTSCHAFTLICHE LAGE

Der Arbeitsmarktbericht der Regierung umfasst neben Job-Daten aus dem Privatsektor auch die Stellen im öffentlichen Dienst der USA. Ökonomen erwarten, dass die Zahl der Jobs außerhalb der Landwirtschaft im September um 50.000 gestiegen ist. Im August lag der Zuwachs bei nur 22.000. Dieser magere Beschäftigungsaufbau gilt als Schwächesignal des lange Zeit sehr robusten Arbeitsmarkts. Es sorgte mit dafür, dass die US-Notenbank Mitte September die erste Zinssenkung im laufenden Jahr beschloss.

"Die Aussetzung der Veröffentlichung wirtschaftlicher Statistiken wird es schwieriger machen, die wirtschaftliche Lage während des Shutdowns zu verfolgen", sagte Bill Adams, Chefökonom der Comerica Bank. Dies könne dazu führen, dass die Finanzmärkte stärker als üblich auf private Datenveröffentlichungen wie die von ADP reagierten.

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