US-Finanzministerium will mehr längerfristige Anleihen zurückkaufen
Das US-Finanzministerium teilte am Mittwoch mit, dass es mehr seiner längerfristigen Anleihen zurückkaufen werde, um einen starken Anstieg der Kreditkosten einzudämmen, berichtete das Wall Street Journal.
Das US-Finanzministerium kündigte an, dass es die maximale Größe seiner Liquiditätsstützungs-Rückkaufoperationen für länger laufende nominale Wertpapiere mindestens verdoppeln werde. Die derzeitige maximale Größe von 2 Milliarden Dollar pro Operation wird auf mindestens 4 Milliarden Dollar pro Operation angehoben.
Das Ministerium gab bekannt, dass die gesamten öffentlichen Schulden der USA erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten haben. Sie sind damit in weniger als fünf Jahren um ein Drittel gestiegen.
Marktreaktion
Der Goldpreis zieht nach dieser Schlagzeile einige Käufer an. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt XAU/USD mit 4,17 % im Tagesverlauf bei 4.515 Dollar.
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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