Öl-Schock für Großbritannien? Diese Entwicklung könnte die Bank of England zwingen
Nach Einschätzung von RaboResearch bleibt der Ölpreis der entscheidende Faktor für die Geldpolitik in Großbritannien. In der zentralen Prognose der Bank of England wird davon ausgegangen, dass der Ölpreis von 76 auf rund 71 US-Dollar fällt und die Inflation bei etwa 3,2 Prozent ihren Höchststand erreicht. Tatsächlich notiert Brent-Öl jedoch bereits wieder über 90 US-Dollar. In einem ungünstigen Szenario mit einem Ölpreis von 100 US-Dollar oder mehr könnte die Inflation auf vier Prozent oder darüber steigen. Das verdeutlicht die Aufwärtsrisiken für britische Vermögenswerte.
Ölpreisentwicklung bestimmt den Kurs der Bank of England
„Der Ölpreis bleibt natürlich der entscheidende Einflussfaktor, allerdings erscheint die Hürde für eine Zinserhöhung im September weiterhin hoch.“
„Im Basisszenario, das auf der Terminmarktkurve für Öl aus der ersten Julihälfte basiert, fällt der Ölpreis vom Niveau von 76 US-Dollar im dritten Quartal bis zum Ende des Prognosezeitraums auf rund 71 US-Dollar.“
„Im schweren Stressszenario (ebenfalls in Tabelle 1 dargestellt) steigt der Ölpreis dagegen auf 100 US-Dollar und verharrt dort. Dieses Niveau liegt näher am aktuellen Ausgangspunkt als die zentrale Prognose.“
„Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Der wichtigste Einflussfaktor für die britische Geldpolitik ist derzeit der Ölpreis. Gleichzeitig lässt sich dessen Entwicklung nicht verlässlich prognostizieren und sie entzieht sich vollständig der Kontrolle Großbritanniens.“
„Wir gehen davon aus, dass die Geldpolitik erst dann reagieren wird, wenn sich ein anhaltender Energieschock auf Löhne, Preise oder Inflationserwartungen überträgt.“
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