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Indonesiens Wachstum überrascht – doch Experten warnen vor Dämpfer

FXStreetMay 11, 2026 5:26 AM
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Die Analysten von Standard Chartered um Aldian Taloputra verweisen darauf, dass sich das Wirtschaftswachstum Indonesiens im ersten Quartal 2026 auf 5,6 Prozent im Jahresvergleich beschleunigt hat. Treiber seien vorgezogene fiskalische Impulse, saisonale Ausgaben rund um Festtage sowie eine begrenzte Weitergabe höherer Ölpreise gewesen. Die Bank geht jedoch davon aus, dass das Wachstum nachlassen dürfte, sobald diese Sondereffekte auslaufen, hält an ihrer Prognose von 5,2 Prozent für 2026 fest und rechnet nun mit einem größeren Haushaltsdefizit von 2,9 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Die Dynamik im ersten Quartal wird als nicht nachhaltig eingeschätzt

"Indonesiens BIP-Wachstum beschleunigte sich im ersten Quartal auf 5,6 Prozent im Jahresvergleich (nach 5,4 Prozent im Vorquartal) und erreichte damit das höchste Tempo seit 2022."

"Trotz der starken Schlagzeile zum ersten Quartal bleibt das Wachstum staatlich getrieben; die Dynamik im privaten Sektor bleibt angesichts vorsichtiger Geschäftsstimmung und einer gedämpften Expansion im formellen Sektor begrenzt."

"Wir halten an unserer Prognose für das BIP-Wachstum 2026 von 5,2 Prozent fest. Nachlassende saisonale Effekte, ein schwächerer fiskalischer Impuls und eine langsame Erholung der Beschäftigung im formellen Sektor könnten die Wachstumsdynamik in den kommenden Quartalen belasten, insbesondere vor dem Hintergrund weiterhin vorsichtiger Geschäftsstimmung."

"Staatliche Subventionen, die den Großteil der steigenden Energiekosten abfedern sollen, stützen zwar den Konsum, könnten jedoch den fiskalischen Spielraum für produktivere Ausgaben einschränken und die Glaubwürdigkeit der Finanzpolitik belasten."

"Wir erwarten nun ein höheres Haushaltsdefizit für 2026 von 2,9 Prozent des BIP gegenüber unserer bisherigen Prognose von 2,7 Prozent. Die Regierung dürfte das Defizit unter der Grenze von 3 Prozent der Wirtschaftsleistung halten, indem sie Ausgaben umschichtet, die Einnahmenerhebung optimiert und auf außerbudgetäre Finanzierungsquellen zurückgreift."

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