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Energie satt, Preise unter Druck: Warum Öl und Gas 2026 billiger werden könnten

FXStreetJan 21, 2026 6:12 AM
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Die Fundamentaldaten deuten auf einen gut versorgten Energiemarkt im Jahr 2026 hin. Steigende Fördermengen außerhalb der OPEC sowie neue LNG-Kapazitäten belasten die Preise. Gleichzeitig sorgt geopolitische Unsicherheit – von Iran bis zu möglichen Zöllen rund um Grönland – für erhöhte Volatilität. Zentrale Energieflüsse zwischen den USA und der EU dürften jedoch intakt bleiben, berichtet die Senior-Energiestrategin der Rabobank, Florence Schmit.

US-EU-Zolldrohungen dürften LNG-Ströme kaum treffen

„Die Fundamentaldaten sprechen für ein gut versorgtes Jahr 2026: Die globale Energiebilanz dürfte komfortabel bleiben, da das Angebot außerhalb der OPEC aus den USA, Brasilien und Guyana weiter wächst, OPEC+ weitere Förderanhebungen ausgesetzt hat, um einen erwarteten Überschuss nicht zu vertiefen, und eine große Welle neuer LNG-Kapazitäten aus den USA und Katar ans Netz geht. All dies stützt unsere Prognosen für niedrigere Öl- und Gaspreise im Jahr 2026 im Vergleich zu 2025.“

„Gleichzeitig könnten geopolitische Risiken die Energiemärkte von ihrem Basisszenario abbringen: Der übergeordnete Preistrend wird durch eine erhöhte geopolitische Unsicherheit verkompliziert – sie reicht von Risiken rund um Iran und die Straße von Hormus bis hin zur sich ausweitenden Zollkonfrontation zwischen den USA und der EU im Zusammenhang mit Grönland. Beide Faktoren haben bereits Marktausschläge ausgelöst und dürften die Volatilität hoch halten, solange die politische Richtung unklar bleibt.“

„Die enge Verflechtung der Energie­märkte zwischen EU und USA macht es unwahrscheinlich, dass eine der beiden Seiten im Zuge einer Zoll­eskalation LNG- oder allgemein Energie­lieferungen ins Visier nimmt. Europa ist stark auf Lieferungen aus den USA angewiesen, während die USA nach dem Wegfall Chinas als wichtigem Abnehmer inzwischen Europa als wichtigsten Absatzmarkt für LNG benötigen.“

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