Mercer Q2 2026: Operating EBITDA bei -21,0 Mio. US-Dollar
Mercer International meldete fĂŒr Q2 2026 einen nahezu stagnierenden Umsatz von 460,3 Mio. USD, wĂ€hrend das negative operative EBITDA trotz Einsparungen von 13 Mio. USD bei 21 Mio. USD verharrte. Belastend wirkten gestiegene Faserkosten, sinkende Zellstoffpreise und hohe Vorratswertminderungen. Angesichts eines Eigenkapitalfehlbetrags und steigender kurzfristiger Verbindlichkeiten fĂŒhrt das Unternehmen GesprĂ€che zur LiquiditĂ€tssicherung. Die operative Planung fĂŒr Q3 konzentriert sich auf Kostensenkungen, WartungsstillstĂ€nde und eine Restrukturierung des Werks Torgau. Investoren sollten insbesondere die Entwicklung der Faserkosten, die Marktnachfrage und mögliche Refinanzierungstransaktionen genau beobachten.
Kerndaten zum Ergebnis
Mercer International (NASDAQ: MERC) meldete fĂŒr Q2 2026 einen Umsatz von 460,3 Mio. US-Dollar nach 453,5 Mio. US-Dollar im Vorjahr, ein Anstieg von rund 1,5 %. Der verwĂ€sserte Nettoverlust je Aktie verringerte sich im Quartal zum 30. Juni 2026 auf 1,13 US-Dollar von 1,29 US-Dollar. Das Operating EBITDA blieb mit einem Verlust von 21,0 Mio. US-Dollar negativ, und die operative TĂ€tigkeit verbrauchte 15,1 Mio. US-Dollar an Barmitteln. Höhere europĂ€ische Faserkosten, niedrigere Zellstofferlöse und eine Wertminderung der VorrĂ€te von 29,0 Mio. US-Dollar glichen Kostensenkungen und geringere WartungsstillstĂ€nde weitgehend aus.
Der Umsatz war im Jahresvergleich nahezu unverÀndert. Höhere Erlöse bei Massivholzprodukten und gestiegene Absatzmengen bei Zellstoff glichen niedrigere Zellstofferlöse weitgehend aus, insbesondere bei NBSK-Zellstoff (Northern Bleached Softwood Kraft).
Die operative Entwicklung blieb unter Druck. Der operative Verlust war weitgehend stabil, wÀhrend die höhere Wertminderung der VorrÀte das Operating EBITDA belastete. Der Nettoverlust verringerte sich vor allem, weil die Ertragsteuererstattung von 1,9 Mio. US-Dollar auf 13,4 Mio. US-Dollar stieg.
| Kennzahl | Q2 2026 | Q2 2025 | VerÀnderung zum Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 460,3 Mio. US-Dollar | 453,5 Mio. US-Dollar | Anstieg um rund 1,5 % |
| Wertminderung der VorrÀte | 29,0 Mio. US-Dollar | 11,0 Mio. US-Dollar | Anstieg um 18,0 Mio. US-Dollar |
| Operativer Verlust | -59,0 Mio. US-Dollar | -58,4 Mio. US-Dollar | Verlust um 0,6 Mio. US-Dollar ausgeweitet |
| Operating EBITDA | -21,0 Mio. US-Dollar | -20,9 Mio. US-Dollar | Verlust um 0,1 Mio. US-Dollar ausgeweitet |
| Nettoverlust | -76,0 Mio. US-Dollar | -86,1 Mio. US-Dollar | Verlust um 10,1 Mio. US-Dollar verringert |
| VerwÀsserter Nettoverlust je Aktie | -1,13 US-Dollar | -1,29 US-Dollar | Verlust je Aktie um 0,16 US-Dollar verringert |
| Netto-Mittelabfluss aus operativer TÀtigkeit | -15,1 Mio. US-Dollar | -4,5 Mio. US-Dollar | Mittelabfluss um 10,6 Mio. US-Dollar erhöht |
Das konsolidierte Operating EBITDA ist eine Non-GAAP-Kennzahl. Es umfasste die Wertminderung der VorrÀte, da Mercers Definition Abschreibungen, Amortisationen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte hinzurechnet, nicht jedoch Wertminderungen der VorrÀte.
GeschÀfts- und Segmententwicklung
Das Zellstoffsegment blieb die gröĂere Umsatzquelle, doch niedrigere Zellstoffpreise und höhere Faserkosten weiteten den Verlust beim Segment Operating EBITDA aus. Das gesamte Zellstoffabsatzvolumen stieg um etwa 6 %, wĂ€hrend der durchschnittliche NBSK-Erlös um 10 % auf 682 US-Dollar je ADMT sank. Die durchschnittlichen Faserkosten fĂŒr Zellstoff erhöhten sich um rund 14 %, vor allem wegen LieferengpĂ€ssen und der starken Nachfrage nach Holz als EnergietrĂ€ger in Deutschland.
Der Umsatz mit Massivholz stieg, gestĂŒtzt durch verarbeitete Produkte, Paletten, Biokraftstoffe und Energie, um rund 14 %. Dieses Wachstum fĂŒhrte jedoch nicht zu besseren SegmentertrĂ€gen: Die Faserkosten fĂŒr die Schnittholzproduktion erhöhten sich um etwa 28 % und weiteten den Segmentverlust aus. Der Schnittholzumsatz ging zurĂŒck, da ein RĂŒckgang des Absatzvolumens um 17 % eine moderate Verbesserung der Preise ĂŒberwog.
| Segmentkennzahl | Q2 2026 | Q2 2025 | VerÀnderung zum Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Umsatz Zellstoffsegment | 325,1 Mio. US-Dollar | 332,3 Mio. US-Dollar | RĂŒckgang um rund 2,2 % |
| Segment Operating EBITDA Zellstoff | -12,7 Mio. US-Dollar | -10,3 Mio. US-Dollar | Verlust um 2,4 Mio. US-Dollar ausgeweitet |
| Zellstoffabsatzvolumen | 450.329 ADMTs | 426.731 ADMTs | Anstieg um rund 6 % |
| Durchschnittlicher NBSK-Erlös | 682 US-Dollar je ADMT | 758 US-Dollar je ADMT | RĂŒckgang um rund 10 % |
| Umsatz Massivholzsegment | 134,2 Mio. US-Dollar | 117,3 Mio. US-Dollar | Anstieg um rund 14 % |
| Segment Operating EBITDA Massivholz | -8,2 Mio. US-Dollar | -4,9 Mio. US-Dollar | Verlust um 3,4 Mio. US-Dollar ausgeweitet |
| Schnittholzumsatz | 56,6 Mio. US-Dollar | 66,3 Mio. US-Dollar | RĂŒckgang um rund 15 % |
| Umsatz mit verarbeiteten Produkten | 25,8 Mio. US-Dollar | 12,4 Mio. US-Dollar | Anstieg um rund 108 % |
Verarbeitete Produkte, vor allem Brettsperrholz und Brettschichtholz, waren der deutlichste Wachstumsbereich. Ihr durchschnittlicher Erlös stieg um 67 % auf 2.206 US-Dollar je Kubikmeter, da sich die BautÀtigkeit zu höherwertigen Mass-Timber-Projekten verlagerte. Mercer beendete das Quartal mit Mass-Timber-AuftrÀgen und -Zusagen im Wert von rund 151 Mio. US-Dollar; BeitrÀge werden voraussichtlich Ende 2026 beginnen und bis 2027 andauern.
ProfitabilitÀt, Cashflow und Bilanz
Kosten und Aufwendungen beliefen sich auf 519,3 Mio. US-Dollar, nach 511,9 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Höhere Faserkosten und die gröĂere Wertminderung der VorrĂ€te wurden weitgehend durch das Ausbleiben geplanter WartungsstillstĂ€nde in der Zellstoffproduktion sowie durch Vorteile aus Mercers Kostensenkungsinitiativen ausgeglichen. Keines der beiden operativen Segmente erzielte ein positives Segment Operating EBITDA.
Der quartalsweise Mittelabfluss aus operativer TĂ€tigkeit erhöhte sich auf 15,1 Mio. US-Dollar. VerĂ€nderungen des Nettoumlaufvermögens umfassten einen Mittelabfluss von 46,6 Mio. US-Dollar durch VorrĂ€te, der teilweise durch MittelzuflĂŒsse aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorauszahlungen ausgeglichen wurde. Die Investitionen sanken von 24,3 Mio. US-Dollar auf 12,2 Mio. US-Dollar, wodurch sich der Mittelabfluss aus InvestitionstĂ€tigkeit von 22,8 Mio. US-Dollar auf 6,5 Mio. US-Dollar verringerte.
Zum 30. Juni verfĂŒgte Mercer ĂŒber Zahlungsmittel von 78,8 Mio. US-Dollar sowie ĂŒber 112,9 Mio. US-Dollar verfĂŒgbare Mittel unter revolvierenden Kreditlinien, nachdem die deutsche KreditaufnahmekapazitĂ€t zuvor um 70 Mio. Euro reduziert worden war. Die GesamtliquiditĂ€t betrug somit rund 191,7 Mio. US-Dollar. Die Zahlungsmittel waren gegenĂŒber 186,8 Mio. US-Dollar zum Ende des Jahres 2025 gesunken, wĂ€hrend das Nettoumlaufvermögen von 582,2 Mio. US-Dollar auf 182,5 Mio. US-Dollar zurĂŒckging und die kurzfristigen Schulden von 13,7 Mio. US-Dollar auf 329,7 Mio. US-Dollar stiegen. Das Eigenkapital wechselte von 68,1 Mio. US-Dollar zu einem Fehlbetrag von 98,0 Mio. US-Dollar.
Mercer hat Berater mandatiert und GesprĂ€che mit Inhabern seiner vorrangigen Anleihen mit FĂ€lligkeit 2028 und 2029 sowie weiteren Beteiligten ĂŒber Finanzierungs- und liquiditĂ€tsstĂ€rkende Transaktionen aufgenommen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ergebnisse war keine Vereinbarung erzielt worden.
Höhere Faserkosten und Vorratswertminderungen gleichen Kosteneinsparungen aus
Mercers Kostenprogramm erzielte im Q2 Einsparungen und operative Effizienzsteigerungen von 13,0 Mio. US-Dollar. Damit beliefen sich die kumulierten Vorteile seit dem Start des Programms im April 2025 auf rund 54,0 Mio. US-Dollar. Geringere WartungsstillstĂ€nde reduzierten die Kosten ebenfalls gegenĂŒber dem Vorjahresquartal.
Diese Vorteile reichten nicht aus, um die Kombination aus niedrigeren NBSK-Erlösen, höheren Faserkosten und der Wertminderung der VorrĂ€te von 29,0 Mio. US-Dollar auszugleichen. Das Zellstoffsegment verbuchte davon 26,0 Mio. US-Dollar, nach 11,0 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Auch das Massivholzsegment stand unter Margendruck, da Fasern im Quartal rund 85 % der Barproduktionskosten fĂŒr Schnittholz ausmachten.
Ausblick und operative Ziele
Mercers Ausblick konzentrierte sich auf Kosteneinsparungen, Wartung, Restrukturierung und Marktbedingungen statt auf Umsatz- oder Ergebnisziele. Das Management erwartet, dass die deutschen Faserkosten im Q3 erhöht bleiben, wĂ€hrend die Preise fĂŒr Weichholz- und Hartholzzellstoff voraussichtlich sinken und die Gesamtnachfrage nach Schnittholz schwach bleiben wird.
| Kennzahl | Aktueller Ausblick oder Ziel | Zeitraum |
|---|---|---|
| Kosteneinsparungen und operative Effizienzsteigerungen | Insgesamt 100 Mio. US-Dollar; seit Programmstart rund 54 Mio. US-Dollar erreicht | Bis Ende 2026 |
| Geplante Wartung der Zellstoffproduktion | 40 Tage | Q3 2026 |
| Verringerung der deutschen Zellstoffproduktion | Die Verringerung im Q2 um rund 26.000 Tonnen soll fortgesetzt werden | Q3 2026 |
| Restrukturierung der Belegschaft in Torgau | Insgesamt rund 350 Stellen; im Juli wurden rund 100 Stellen externer Auftragnehmer gestrichen | Stufenweise bis Q2 2027 |
| Mass-Timber-AuftrÀge und -Zusagen | Rund 151 Mio. US-Dollar zum Ende des Q2 | BeitrÀge ab Ende 2026 bis 2027 erwartet |
Die Restrukturierung in Torgau soll die KapazitĂ€t und den Produktmix des Werks an die aktuellen Marktbedingungen anpassen. Zu den MaĂnahmen zĂ€hlen Personalabbau, zusĂ€tzliche Scantechnologie, eine höhere Produktion von wertvollerem Dimensionsschnittholz und ausgeweitete Exporte in die Vereinigten Staaten.
JĂŒngste Insidertransaktionen
Der bereitgestellte Insider-Datensatz weist in seiner SechsmonatsĂŒbersicht null KĂ€ufe und null VerkĂ€ufe bei 30,01 Mio. von Insidern gehaltenen Aktien aus. Die detaillierte Transaktionsliste enthĂ€lt jedoch mehrere KĂ€ufe mit Daten von Februar bis Juni 2026. Dies fĂŒhrt zu einer Unstimmigkeit zwischen der Zusammenfassung und den Daten auf Transaktionsebene, die anhand der zugrunde liegenden Meldungen geprĂŒft werden sollte.
| Datum | Insider | Funktion | Transaktion und Preis | Besitzart | Gemeldeter Wert |
|---|---|---|---|---|---|
| 12. Juni 2026 | Peter R. Kellogg | Wirtschaftlich Berechtigter mit mehr als 10 % | Kauf zu 0,79â0,93 US-Dollar | Direkt | 362.665 US-Dollar |
| 2. Juni 2026 | James Shepherd | Director | Aktienzuteilung zu 0,00 US-Dollar | Direkt | 0 US-Dollar |
| 19. Mai 2026 | Peter R. Kellogg | Wirtschaftlich Berechtigter mit mehr als 10 % | Kauf zu 0,95â0,97 US-Dollar | Indirekt | 672.437 US-Dollar |
| 14. Mai 2026 | Peter R. Kellogg | Wirtschaftlich Berechtigter mit mehr als 10 % | Kauf zu 0,84â0,88 US-Dollar | Indirekt | 262.398 US-Dollar |
| 25. Februar 2026 | Alice Laberge | Director | Kauf zu 1,90 US-Dollar | Indirekt | 1.900 US-Dollar |
| 13. November 2025 | Peter R. Kellogg | Wirtschaftlich Berechtigter mit mehr als 10 % | Kauf zu 1,56â2,79 US-Dollar | Indirekt | 1.879.939 US-Dollar |
| 18. August 2025 | Linda J. Welty | Director | Kauf zu 3,09 US-Dollar | Direkt | 30.866 US-Dollar |
| 8. August 2025 | Alice Laberge | Director | Kauf zu 2,98 US-Dollar | Direkt | 5.957 US-Dollar |
| 7. August 2025 | Alice Laberge | Director | Kauf zu 2,99 US-Dollar | Direkt | 5.980 US-Dollar |
| 22. Juli 2025 | Peter R. Kellogg | Wirtschaftlich Berechtigter mit mehr als 10 % | Kauf zu 3,25 US-Dollar | Indirekt | 2.470.000 US-Dollar |
Diese Angaben beschreiben ausschlieĂlich die gemeldeten Transaktionen und lassen keine RĂŒckschlĂŒsse auf die EinschĂ€tzung der Insider zur kĂŒnftigen Entwicklung von Mercer zu.
Risiken, die Anleger beobachten sollten
- Druck durch Faserkosten: Die Faserkosten fĂŒr Zellstoff stiegen um rund 14 %, jene fĂŒr Schnittholz um rund 28 %. Die Kosten der deutschen Werke werden im Q3 aufgrund des begrenzten Angebots und der Holznachfrage von Energieerzeugern voraussichtlich erhöht bleiben.
- Schwache Preise und Nachfrage: Die NBSK-Erlöse sanken um 10 %. Das Management erwartet im Q3 leicht niedrigere Preise fĂŒr Weichholzzellstoff und moderat niedrigere Preise fĂŒr Hartholzzellstoff. Die Nachfrage nach Schnittholz dĂŒrfte wegen der US-Zinsen und der europĂ€ischen Wirtschaftslage ebenfalls schwach bleiben.
- LiquiditĂ€t und Refinanzierung: Zahlungsmittel, Nettoumlaufvermögen und Eigenkapital verschlechterten sich im ersten Halbjahr. Mercer erörtert Alternativen fĂŒr Kapitalstruktur und LiquiditĂ€t, hat jedoch keine Transaktion vereinbart.
- Wartung und ProduktionskĂŒrzungen: Vierzig Tage geplanter Wartung der Zellstoffproduktion und anhaltende KĂŒrzungen in deutschen Werken könnten die Produktion im Q3 einschrĂ€nken.
- Umsetzung der Restrukturierung in Torgau: Die stufenweisen Ănderungen bei Personal und Betrieb mĂŒssen Kosten senken und die KapazitĂ€t anpassen, ohne zusĂ€tzliche Störungen im Werk zu verursachen.
Zusammenfassung
Mercers Umsatz blieb im Q2 nahezu stabil, und der Nettoverlust verringerte sich, doch die zugrunde liegenden operativen Bedingungen blieben schwierig. Höhere Faserkosten, schwĂ€chere Erlöse bei Weichholzzellstoff und eine gröĂere Wertminderung der VorrĂ€te hielten das Operating EBITDA trotz Kosteneinsparungen und geringerer WartungsstillstĂ€nde negativ. Die nĂ€chsten wichtigen Indikatoren sind die deutschen Faserkosten, Wartung und ProduktionskĂŒrzungen im Q3, die Fortschritte beim Kostenziel von 100 Mio. US-Dollar, die Restrukturierung in Torgau sowie das Ergebnis von Mercers GesprĂ€chen ĂŒber LiquiditĂ€t und Kapitalstruktur.
Dieser Artikel kann KI-generierte oder KI-ĂŒbersetzte Inhalte enthalten, die von Menschen geprĂŒft wurden. Die Inhalte dienen ausschlieĂlich Referenz- und allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung dar.
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