Mozilla liefert ein KI-Fenster mit einem Not-Aus-Schalter und einem Exa-Suchvertrag aus
Mozilla hat am 18. August drei neue KI-Funktionen in Firefox' optionales Smart Window integriert. Dazu gehören die Websuche eines Startups namens Exa, diematic Tab-Gruppierung und visuelle Verlaufsvorschauen.
Die Betaversion ist nur in englischer Sprache für Nutzer in den USA und Kanada verfügbar.
Smart Window befindet sich neben den Modi Classic und „Privat“
Smart Window ist ein separates Fenster in Firefox, neben dem Classic und dem privaten Modus des Browsers, in dem Benutzer während des Surfens mit einem KI-Assistenten chatten können.
Nutzer können das Modell selbst auswählen und die Funktion vollständig deaktivieren. Firefox hat Anfang des Jahres eine Ein-Klick-Funktion zum Deaktivieren der KI eingeführt.
„Mit Firefox werden Sie nie an ein bestimmtes Ökosystem gebunden sein oder mit aufgezwungener KI in Ihrem Browsererlebnis konfrontiert werden. Sie entscheiden selbst, wann, wie und ob Sie sie überhaupt nutzen“, erklärte Mozilla in seiner Ankündigung.
Smart Window funktioniert nur mit den vom Nutzer freigegebenen Inhalten, wie z. B. geöffneten Tabs und dem zugehörigen Verlauf. Diese Berechtigungen finden Sie in den KI-Einstellungen von Firefox. Dort können Sie Smart Window auch deaktivieren.
Smart Window greift nun auf Live-Informationen aus dem Web zu. Dank einer neuen Zusammenarbeit mit Exa, einem Unternehmen für KI-gestützte Suche und Web-Retrieval, werden die Quellen für eine Antwort direkt angezeigt, wodurch eine separate Ergebnisseite entfällt.
Smart Window schlägt Gruppen zusammengehöriger Registerkarten vor und markiert doppelte Registerkarten, sodass ein Benutzer diese mit einem einzigen Klick schließen kann.
Das dritte Merkmal betrifft das Gedächtnis. Ein Benutzer gibt eine natürlichsprachliche Aufforderung ein, zum Beispiel: „Laufschuhe, die ich letzte Woche angesehen habe“
Smart Window zeigt dann visuelle Vorschauen von Seiten aus dem Browserverlauf an, sodass die richtige Seite leichter zu finden ist, ohne jeden Tab öffnen zu müssen.
„Der Browser verfügt bereits über einen Großteil des Kontextes zu Ihrer aktuellen Aktion“, sagte Ajit Varma, Leiter von Firefox. „Mit Smart Window erforschen wir, wie wir diesen Kontext noch besser nutzen können, ohne dass Sie die Kontrolle verlieren.“
Nach monatelangen Tests wurde aus AI Window Smart Window
Im vergangenen November präsentierte Mozilla ein erstes Konzept namens „AI Window“ und beobachtete anschließend monatelang die Interaktion der Tester damit, wobei deren Feedback berücksichtigt wurde. Der Assistent wurde für alltägliche Aufgaben wie Suche und Navigation eingesetzt.
Als nächstes steht auf der Roadmap die Anzeige des kürzlich zurückgelegten Browserverlaufs sowie die Verknüpfung verwandter Tabs und des Verlaufs an, damit der Benutzer beim Wiederaufnehmen einer unvollendeten Aufgabe einen Ausgangspunkt hat.
Mozilla untersucht außerdem, wie Smart Window beim Ausfüllen von Online-Formularen helfen könnte. Beide Funktionen nutzen dasselbe Berechtigungsmodell.
Mittlerweile gibt es KI-fokussierte Browser wie Comet von Perplexity, Microsofts Copilot-basierten Edge und Opera Neon. OpenAI hat seinen Atlas-Browser eingestellt, um an einer größeren Anwendung zu arbeiten. Brave hat seinen LEO-Assistenten mit Anthropic als datenschutzorientierte Option entwickelt.
zitierten Zahlen von Cloudflare kontrolliert Google mehr als 63 % des globalen Browsermarktes Cryptopolitan. Die Gemini-Browser sind bereits in Chrome für US-Desktop-Nutzer integriert.
Mark Surman,dent der Mozilla Foundation, erklärte, die Gruppe beabsichtige, den Nutzern die Entscheidung zu überlassen, welches KI-Modell mit Firefox verbunden werden solle.
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