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Baidus KI-Erfolge reichen nicht aus: Umsatz im zweiten Quartal verfehlt Analystenschätzungen

CryptopolitanAug 18, 2026 2:02 PM
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Baidu (NASDAQ: BIDU) verfehlte am Dienstag, den 18. August, die Umsatzprognose der Wall Street für das zweite Quartal und meldete für die drei Monate bis Juni einen Umsatz von 31,3 Milliarden Yuan (4,62 Milliarden US-Dollar), was einem Rückgang von 4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Analysten der LSEG hatten mit rund 31,96 Milliarden Yuan gerechnet, Baidu blieb jedoch unter diesem Wert. 

Das Unternehmen verzeichnete im Quartal einen Nettogewinn von 2,3 Milliarden Yuan (324 Millionen US-Dollar), was einem Rückgang von 68 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Der verwässerte Gewinn je American Depositary Share (ADS) sank auf 0,85 US-Dollar, ein Rückgang von fast 72 % gegenüber Juni 2025. Auch das operative Ergebnis ging auf 446 Millionen US-Dollar zurück.

Auch die Anleger reagierten auf diese Entwicklung: Die in den USA notierten Aktien von Baidu fielen nach der Veröffentlichung im vorbörslichen Handel in New York um 3,5 bis 4,35 Prozent.

Wo hatte Baidu Schwierigkeiten?

Der Druck kam aus Baidus ältestem Geschäftsbereich. Die Online-Marketing-Einnahmen sanken um 19 % auf 13,1 Milliarden Yuan, da Werbetreibende angesichts der schwachen chinesischen Wirtschaft ihre Ausgaben zurückhielten.

Zwei Faktoren setzten dieses Segment unter Druck. Ein lang anhaltender Einbruch auf dem chinesischen Immobilienmarkt und eine schwache Verbrauchernachfrage zwangen die Unternehmen, ihre Marketingbudgets zu kürzen. 

Darüber hinaus wirkte sich das landesweite Shopping-Festival „618“ zur Jahresmitte nachteilig auf Baidu aus, da E-Commerce-Plattformen ihre Werbegelder in Benutzersubventionen umwandelten, anstatt Such- und Feed-Traffic zu kaufen.

Baidu möchte, dass Investoren den KI-Bereich im Auge behalten

Die Einnahmen aus Baidus KI-bezogenen Aktivitäten, die Cloud-, Anwendungs- und Marketingdienstleistungen umfassen, stiegen um 25 % auf 12,5 Milliarden Yuan und federten damit den Rückgang der Werbeeinnahmen ab.

Laut Baidus Gewinnmitteilung stieg der Umsatz mit KI-Cloud-Infrastruktur um 50 % auf 7,3 Milliarden Yuan. Der Umsatz mit GPU-Cloud legte im Vergleich zum Vorjahr um 283 % zu und beschleunigte sich damit gegenüber dem Vorquartal (184 %). Der Umsatz mit KI-Anwendungen wuchs hingegen nur um 3 % auf 2,5 Milliarden Yuan, während der Umsatz mit KI-Marketingdienstleistungen mit 2,6 Milliarden Yuan unverändert blieb.

„Während unser Online-Marketing-Geschäft weiterhin unter Druck steht, bestätigt die wachsende Dynamik in unserem Kerngeschäft, dem KI-gestützten Geschäft, Baidus Wandel von einem internetzentrierten Unternehmen zu einem KI-zentrierten Unternehmen“, sagte Robin Li, Mitbegründer und CEO von Baidu, in der Gewinnmitteilung.

Robotaxis, ein in Hongkong börsennotiertes Unternehmen, und Auszahlungen

Neben der Bilanz nutzte Baidu das Quartal, um seinen Robotaxi-Service Apollo Go in neue Märkte zu expandieren. Die Einheit startete in London gemeinsam mit Uber und Lyft Tests im öffentlichen Straßenverkehr, nahm in Dubai den kommerziellen Betrieb vollautonomer Fahrten auf und erhielt als erste in Hongkong die Genehmigung für fahrerlose Testfahrten. Zudem führte Baidu in der Schweiz mit dem Betreiber PostBus Tests im öffentlichen Straßenverkehr durch.

Der Finanzvorstand von Baidu, Haijian He, sagte, der operative cash sei mit 3,4 Milliarden Yuan das vierte Quartal in Folge positiv geblieben und das Unternehmen strebe eine Dual-Primary-Notierung in Hongkong an, die voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden solle. 

Das Unternehmen hat seit Beginn des ersten Quartals 259 Millionen Dollar durch Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückgezahlt, hieß es in der Mitteilung.

Wie die Wall Street Baidu sieht

Die Baidu-Aktie notierte vor der Veröffentlichung der Zahlen bei rund 103,67 US-Dollar, was einem Rückgang von etwa 28 % im laufenden Jahr entspricht. Die Analystin Miranda Zhuang von der Bank of America (BofA) bestätigte ihre Kaufempfehlung, senkte jedoch ihr Kursziel von 180 auf 165 US-Dollar. Als Gründe nannte sie sinkende Werbeeinnahmen und höhere Ausgaben für die KI-Infrastruktur. 

Die Analystenmeinung für die nächsten drei Monate lag bei „Moderat kaufen“, mit drei Kaufempfehlungen, zwei Halteempfehlungen und keiner Verkaufsempfehlung.

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