Eine weitere Zinserhöhung der Fed? Die Inflation hält diese Option am Leben
Diedent der Federal Reserve Bank von Dallas, Lorie Logan, hat eine neue Warnung an die Anleger ausgesprochen, dass der Kampf gegen die Inflation möglicherweise noch nicht vorbei ist.
Am Donnerstag wies sie darauf hin, dass die US-Notenbank (Fed) ihre Geldpolitik möglicherweise verschärfen müsse, falls die Inflation nicht sinke. Laut ihrer Aussage könnten „moderat höhere“ Zinsen dazu beitragen, Inflation und wirtschaftliche Risiken auszugleichen, weshalb eine Zinserhöhung nicht ausgeschlossen werden sollte.
Logans Äußerungen befeuern die zunehmende Diskussion innerhalb der US-Zentralbank über die Dauer der hohen Kreditkosten. Obwohl die Inflation seit ihrem Höchststand zurückgegangen ist, sind die Entscheidungsträger nicht gänzlich davon überzeugt, dass sich die Inflation dem Ziel der Fed von 2 % allmählich annähert.
Die Unklarheiten in der US-Wirtschaft haben weitreichende Folgen, die über die Landesgrenzen hinausreichen. Da der Dollar die wichtigste globale Reservewährung ist, wirken sich Zinsänderungen in den USA auch auf die globalen Finanzmärkte aus, darunter Aktienkurse, Kryptowährungen und Kreditkosten in vielen Entwicklungsländern.
Laut ihrem jüngsten geldpolitischen Bericht, der dem Kongress am 10. Juli vorgelegt wurde, behauptet die US-Notenbank (Fed) , dass die Inflation aufgrund verschiedener Faktoren weiterhin hoch sei. Dazu zählen Zölle, steigende Energiepreise infolge geopolitischer Konflikte und erhöhte Investitionen in künstliche Intelligenz. Darüber hinaus hindert dertronArbeitsmarkt die Fed nicht daran, die Zinssätze anzuheben.
Die Anzeichen für anhaltende Inflationsängste der Verbraucher halten an. Laut der Umfrage zu den Verbrauchererwartungen stiegen die Inflationserwartungen für das kommende Jahr auf 3,6 % – den höchsten Wert seit September 2023. Auch die Inflationserwartungen für die nächsten drei Jahre erhöhten sich auf 3,3 %, während sie für die folgenden fünf Jahre unverändert bei 3,0 % blieben. Daher ist anzunehmen, dass einige Familien mit einem schnelleren Preisanstieg rechnen, als es der Federal Reserve lieb ist.
Beamte der US-Notenbank senden widersprüchliche Signale
Logans Bemerkungen gehörten zu einer Reihe von Anmerkungen, die diese Woche von hochrangigen Vertretern von Regulierungsbehörden gemacht wurden, allerdings hatten diese Anmerkungen keinen einheitlichen Inhalt.
Logan wies darauf hin, dass es besser sei, jetzt zu handeln als später, um zu verhindern, dass die Inflation um sich greift; andernfalls, wenn man zu lange mit dem Handeln zögere, wäre später eine strengere Politik notwendig.
Philip N. Jefferson, der stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank, äußerte sich deutlich vorsichtiger. In einer Rede am 16. Juli erklärte er, die aktuelle Geldpolitik sei „gut aufgestellt“, warnte aber gleichzeitig davor, aufgrund eines positiven Inflationsberichts voreilige Schlüsse zu ziehen. Jefferson merkte an, dass die Zentralbanken im Falle zukünftiger Veränderungen der Inflationszahlen bereit wären, den Leitzins anzuheben.
Fed-Chef Kevin Warsh hat einen sehr vorsichtigen Ansatz gewählt. Er erklärte, dass die Stabilisierung der Preise letztendlich das Wichtigste für die Zentralbank sei, vermied es aber, sich zu weiteren Zinserhöhungen zu äußern.
Die Aussagen zeigen insgesamt, dass die Zentralbank ein gemeinsames Ziel anstrebt, auch wenn der genaue Weg dorthin unklar ist. Anleger müssen diese Unsicherheit langfristig berücksichtigen.
Die Märkte erwarten weiterhin eine Entspannung
Ungeachtet derdent Äußerungen der Fed bleiben die Händler optimistisch, dass die Zinssätze in Zukunft sinken werden.
Laut dem Wirtschaftsprognosebericht der Fed vom Juni könnten die Entscheidungsträger die Zinsen so lange hoch halten, bis sie sich sicher sinddent die Inflation wieder bei 2 % liegt. Die Terminmärkte deuten jedoch weiterhin darauf hin, dass Händler mit einem allmählichen Zinsrückgang rechnen, auch wenn die Prognosen im Vergleich zu den jüngsten Inflationsdaten und den restriktiven Äußerungen von Fed-Vertretern weniger optimistisch ausfallen.
Diese Diskrepanz birgt Risiken für die Märkte, sobald sich Offizielle restriktiver äußern als erwartet. So ließen beispielsweise Logans Äußerungen vergangene Woche die Renditen am US-Staatsanleihenmarkt steigen, da Händler neu bewerten, wie die Fed im Falle einer Stagnation der Inflation handeln müsste.
Die Folgen für die Weltwirtschaft reichen weit über die Geldpolitik der Vereinigten Staaten hinaus. Höhere Zinsen stärken in der Regel den Dollar, verteuern Kredite und verschärfen die Kreditbedingungen. Dies kann zusätzlichen Druck auf Schwellenländer ausüben und gleichzeitig Technologieaktien und Kryptowährungen unter Druck setzen, die zuvor von der Hoffnung auf sinkende Kreditkosten profitiert hatten.
In Erwartung der bevorstehenden geldpolitischen Sitzung der Federal Reserve werden die Marktteilnehmer zwangsläufig die Inflationsdaten sowie die Aussagen von Funktionären wie Logan, Jefferson und Warsh im Blick haben, um Hinweise darauf zu erhalten, ob die politischen Entscheidungsträger bereits einen Konsens erzielt haben oder ob die Diskussionen über die Zinssätze gerade erst begonnen haben.
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