Gaspreise ziehen an: Nahost-Krise schürt Angst vor Engpässen
Analysten von ING, Warren Patterson und Ewa Manthey, verweisen darauf, dass die europäischen Erdgaspreise zugelegt haben, da die Spannungen im Nahen Osten die Risiken für den globalen LNG-Handel erhöhen. Zugleich liege der Füllstand der EU-Gasspeicher deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Für den US-Gasmarkt heben sie einen etwas geringer als erwarteten Lagerabbau hervor, wodurch die Bestände sowohl unter dem Vorjahresniveau als auch unter dem Fünfjahresmittel bleiben.
Europäische Erholung und engere US-Bilanzen
„Die europäischen Erdgaspreise legten gestern vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten weiter zu.“
„Eine Eskalation im Nahen Osten würde einen erheblichen Teil des globalen LNG-Handels gefährden – und das zu einem Zeitpunkt, an dem die EU über ungewöhnlich niedrige Gasvorräte verfügt.“
„Die EU-Gasspeicher sind derzeit zu weniger als 32% gefüllt und liegen damit deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 49%.“
„Bei US-Erdgas sanken die Lagerbestände im Wochenverlauf um 144 Milliarden Kubikfuß und damit etwas weniger als die vom Markt erwarteten 149 Milliarden Kubikfuß.“
„Damit belaufen sich die gesamten US-Erdgasbestände auf 2,07 Billionen Kubikfuß. Das entspricht einem Minus von 2,8% gegenüber dem Vorjahr und liegt zudem 5,6% unter dem Fünfjahresdurchschnitt.“
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