
TOP NEWS:
EU - Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich auf einen umfassenden Plan zur Stärkung des Binnenmarktes verständigt. Ziel sei, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft gegenüber der Konkurrenz aus den USA und China zu sichern, erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem informellen Gipfeltreffen nördlich von Lüttich. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte, Europa werde sich nur mit einer wettbewerbsfähigen Industrie behaupten.
USA/KLIMASCHUTZ - Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat eine wissenschaftliche Feststellung aufgehoben, wonach Treibhausgasemissionen die menschliche Gesundheit gefährden. Zudem wurden die Abgasnormen des Bundes für Autos und Lastwagen abgeschafft. "Wir beenden hiermit offiziell die sogenannte Gefährdungsfeststellung, eine katastrophale Politik aus der Obama-Ära, die der amerikanischen Autoindustrie schweren Schaden zugefügt und die Preise für amerikanische Verbraucher in die Höhe getrieben hat", sagte Trump. Es handele sich um die größte Deregulierungsmaßnahme in der Geschichte der USA.
MÜNCHEN/SICHERHEITSKONFERENZ - Mit einer erwarteten Rekordbeteiligung beginnt die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Bundeskanzler Friedrich Merz wird das dreitägige Treffen im Hotel Bayerischer Hof eröffnen, zu dem unter anderem der französische Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj anreisen. Die US-Delegation wird von Außenminister Marco Rubio angeführt. Inhaltlich dürften der Krieg in der Ukraine, die Spannungen im Nahen Osten sowie die Zukunft der transatlantischen Beziehungen im Fokus stehen.
DEUTSCHLAND/BAHN/SICHERHEIT - Die Deutsche Bahn hat zu einem Sicherheitsgipfel nach Berlin eingeladen. Dabei sollen Maßnahmen für mehr Sicherheit der Mitarbeitenden und Reisenden abgestimmt werden. Mit am Tisch sitzen Vertreter von Bund und Ländern, der Sicherheitsbehörden, der Verkehrsbranche und der Gewerkschaften. Bahn-Chefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) wollen am späten Mittag die Presse informieren. Das Treffen ist eine Reaktion auf den Tod des Zugbegleiters Serkan C.
USA/PREISE - Der Preisauftrieb dürfte sich in den USA zu Jahresbeginn etwas abgeschwächt haben. Experten erwarten einen Rückgang der Teuerungsrate bei den Verbraucherpreisen im Januar auf 2,5 Prozent, nach 2,7 Prozent im Dezember. Nachdem der Arbeitsmarkt zuletzt an Schwung gewonnen hat, könnte eine abnehmende Inflationsgefahr Zinssenkungsfantasien an den Märkten weiter dämpfen. Anleger rechnen derzeit frühestens im Juni mit einer geldpolitischen Lockerung der US-Notenbank, die Vollbeschäftigung fördern und stabile Preise sichern soll.
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FIRMEN UND BRANCHEN:
DAX:
MERCEDES-BENZMBGn.DE - Der Autobauer ruft in den USA wegen Brandgefahr bei Hochvoltbatterien fast 12.000 Fahrzeuge zurück. Grund sei ein möglicher interner Fehler der Batterien, teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA mit.
SDAX:
TERMINE:
Borussia DortmundBVB.DE, H1
Jenoptik AGJENGn.DE Q4 2025 Preliminary Earnings Release
FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN:
APPLIED MATERIALSAMAT.O - Der US-Chipausrüster zeigt sich dank einer hohen Nachfrage nach KI-Prozessoren optimistischer. Für das zweite Quartal rechnet der Konzern bei Umsatz und Gewinn mit Summen, die über den Erwartungen der Analysten liegen. Angetrieben würden die Ergebnisse durch die Beschleunigung der Brancheninvestitionen in KI-Computing.
COINBASECOIN.O - Die Kryptowährungsbörse ist im abgelaufenen Quartal wegen schwacher Handelsvolumina in die roten Zahlen gerutscht. Eine breite Verkaufswelle bei Digitalwerten belastete das Geschäft, wie das Unternehmen mitteilte. Der Verlust belief sich in den drei Monaten bis zum 31. Dezember auf 666,7 Millionen Dollar.
AIRBNBABNB.O - Der Vermittler von Ferienwohnungen hat dank einer starken Nachfrage nach teureren Unterkünften seine Umsatzprognose für das erste Quartal angehoben. Der Konzern setzt verstärkt auf Reisende im oberen Preissegment, um eine schwächelnde Nachfrage von preisbewussteren Kunden auszugleichen. Die Aktie legte nachbörslich zu.
ODIDO - Bei einem Hackerangriff auf den niederländischen Mobilfunkanbieter Odido sind persönliche Daten von mehr als sechs Millionen Kundenkonten gestohlen worden. Zu den entwendeten Informationen gehörten Kundennamen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Bankverbindungen, Geburtsdaten und Passnummern.
ALPHABETGOOGL.O - Dem Google-Mutterkonzern droht neuer Ärger mit den EU-Wettbewerbshütern. Die Regulierer befürchten, dass Alphabet die Preise für Onlinewerbung auf unfaire Weise in die Höhe treiben könnte. Konkret geht es um Auktionen für den Verkauf von Werbung auf der Google-Suche.
ANTHROPIC - Das KI-Start-up hat bei einer neuen Finanzierungsrunde 30 Milliarden Dollar eingenommen. Damit wird der Entwickler des Chatbots Claude nun mit 380 Milliarden Dollar bewertet, wie das Unternehmen mitteilte.
MILITÄR - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat Verteidigungsminister Boris Pistorius aufgefordert, Raketenstarts an deutsche Firmen zu vergeben. "Es wäre gut, wenn das Bundesverteidigungsministerium nicht bei Elon Musk Startkapazitäten buchen würde, sondern unsere Startups nutzen und fördern würde", sagte Reiche auf einer Konferenz in München.
GIGA-RECHENZENTREN - Der Chef der Schwarz-Gruppe, Gerd Chrzanowski, pocht darauf, dass Deutschland eines der riesigen KI-Giga-Rechenzentren erhält. "Der Mittelstand wird diese Giga-Factory brauchen", sagte Chrzanowski auf einer Konferenz in München. Zusammen mit der Deutschen TelekomDTEGn.DE versuche man, eine der fünf Gigafactories nach Deutschland zu holen.
TERMINE:
ModernaMRNA.O Q4 2025
06:30 - Mobimo Holding AGMOBN.S Full Year 2025 Earnings Release
08:00 - Britain's NatWestNWG.L reports annual results
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BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR:
EU/EUROBONDS - Bundeskanzler Friedrich Merz hat einer generellen Gemeinschaftsfinanzierung der Europäischen Union eine klare Absage erteilt. Er werde "einer Finanzierung von Vorhaben der Europäischen Union über Eurobonds (...) nicht zustimmen", sagte Merz zum Abschluss eines informellen EU-Gipfels. "Ich will das nicht, aber selbst wenn ich es wollte, könnte ich es nicht, denn das Bundesverfassungsgericht hat der deutschen Bundesregierung hier sehr klare Grenzen aufgezeigt."
NOTENBANKEN - Bundesbankchef Joachim Nagel warnt vor steigender Inflationsgefahr bei politischer Einflussnahme auf die Zinspolitik unabhängiger Notenbanker. Die zunehmende geopolitische Konkurrenz zwischen den Ländern könnte den Druck auf Zentralbanken erhöhen, fiskalpolitischen Zielen Vorrang vor der Inflationsbekämpfung einzuräumen, sagte Nagel laut Redetext in London: "Derzeit beobachten wir erheblichen politischen Druck auf die US-Notenbank (Fed). Sollte dieser Druck Erfolg haben, könnte dies als Blaupause für Politiker in anderen Ländern dienen, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen."
FED - US-Notenbankdirektor Stephen Miran hat vor einer Fehleinschätzung der Fed bei der Bewertung ihrer Geldpolitik gewarnt. "Das größte Risiko für die Wirtschaft ist meiner Meinung nach, dass wir falsch einschätzen, wie straff die Geldpolitik ist", sagte Miran bei einer Veranstaltung der regionalen Notenbank von Dallas. Diese Fehleinschätzung gefährde das US-Wirtschaftswachstum, das ansonsten durch eine Reihe von Maßnahmen der Regierung von Präsident Donald Trump wie Steuersenkungen gestützt werde. Ein Inflationsproblem gebe es seiner Ansicht nach nicht.
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INDIKATOREN:
Local Time | Country | Indicator | Period | Poll | Prior | Unit |
8:30 | CH | CPI m/m | Jan | 0 | 0.0 | Percent |
8:30 | CH | CPI y/y | Jan | 0.1 | 0.1 | Percent |
11:00 | EU | EZ GDP Flash Estimate q/q | Q4 | 0.3 | 0.3 | Percent |
11:00 | EU | EZ GDP Flash Estimate y/y | Q4 | 1.3 | 1.3 | Percent |
11:00 | EU | Eurostat Trade | Dec | 9.9 | Bln EUR | |
14:30 | US | Consumer Prices (CPI) m/m, adjusted | Jan | -0.020 | Percent | |
14:30 | US | Consumer Prices ex food (core CPI) m/m, adjusted | Jan | 0.3 | 0.2 | Percent |
14:30 | US | Consumer Prices (CPI) y/y, unadjusted | Jan | 2.5 | 2.7 | Percent |
14:30 | US | Consumer Prices ex food (core CPI) y/y, unadjusted | Jan | 2.5 | 2.6 | Percent |
Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.
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BLICKPUNKT POLITIK:
DEUTSCHLAND/KOALITION - Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat die Regierungspartner zu einer Überarbeitung des Koalitionsvertrages aufgefordert. "Wohlstand zu sichern, fordert heute eine umfassendere Agenda, als wir sie möglicherweise im Koalitionsvertrag aufgeschrieben haben", sagte sie auf einer Konferenz in München. Die schwarz-rote Koalition wäre nicht die erste, die feststelle, dass die getroffenen Verabredungen nicht mehr passten, wenn man sich in einer anderen Welt wiederfinde.
GAZA - US-Präsident Donald Trump will Insidern zufolge in der kommenden Woche einen milliardenschweren Plan für den Wiederaufbau des Gazastreifens sowie Details zu einer von den UN autorisierten Stabilisierungstruppe vorstellen. Dies sei bei der ersten formellen Sitzung seines Friedensrats ("Board of Peace") am 19. Februar geplant, sagten zwei hochrangige US-Vertreter. Zu dem Treffen in Washington würden Delegationen aus mindestens 20 Ländern erwartet, darunter auch Staats- und Regierungschefs.
USA/CHINA - Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat Insidern zufolge vor einem geplanten Treffen der Präsidenten beider Länder im April eine Reihe wichtiger Tech-Beschränkungen gegen China auf Eis gelegt. Die Entscheidungen sind die jüngsten Schritte der Trump-Regierung, eine Verärgerung Chinas zu verhindern. Kritiker sehen darin indes eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA.
UKRAINE - Die Ukraine hat erneute russische Drohnenangriffe auf die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer gemeldet. Die zweite Drohnenwelle innerhalb von 24 Stunden habe weitere Häuser, Industrieanlagen und die Energieinfrastruktur der Stadt beschädigt, teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, mit. Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung seien unterbrochen worden.
BANGLADESCH - Die Nationalistische Partei (BNP) hat die Parlamentswahl klar für sich entschieden und damit Hoffnungen auf eine politische Stabilisierung in Bangladesch geweckt. Nach Auszählung eines Großteils der Stimmen lag die BNP bei rund 185 der 300 Sitze im Parlament. Es war die erste Wahl seit dem Sturz der langjährigen Ministerpräsidentin Sheikh Hasina durch einen von jungen Leuten getragenen Aufstand im Jahr 2024.
TERMINE:
World leaders address Munich conference as Iran, UK and EU-US relations dominate headlines
17:00 - US judge to hear challenge to Trump pause on immigrant visa processing
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SNAPSHOT MÄRKTE:
US-BÖRSEN - Sorgen vor einer Umwälzung ganzer Branchen durch Künstliche Intelligenz (KI) haben die Wall Street am Donnerstag auf Talfahrt geschickt. Anleger verkauften vor allem Technologie- und Transportwerte und flüchteten in defensivere Sektoren wie Versorger und Immobilien.
ASIEN - Die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten haben nach der jüngsten Rally am Freitag Gewinne mitgenommen. Sorgen über schrumpfende Margen im Technologiesektor drückten die Stimmung. "Der vorherrschende Ton an den Märkten ist eine Wendung hin zu defensiveren Bereichen des Aktienmarktes und zu Unternehmen mit stabilen, weniger zyklischen und besser vorhersagbaren Gewinnen", sagt Chris Weston, Forschungsleiter bei Pepperstone.
DEVISEN
Währungen | Kurse um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Euro/DollarEUR= | 1,1858 | -0,1% |
Pfund/DollarGBP= | 1,3600 | -0,1% |
Dollar/FrankenCHF= | 0,7698 | +0,1% |
Euro/Franken | 0,9133 | +0,0% |
Dollar/YenJPY= | 153,30 | +0,4% |
Bitcoin/DollarBTC= | 66.159,17 | +0,5% |
Ethereum/DollarETH= | 1.933,42 | +0,6% |
| Kurs um 07:00 Uhr | EZB-Fixing am 12.02.2026 |
Euro/PfundEURGBP= | 0,8717 | 0,8711 |
US-AKTIEN
Schlusskurse der US-Indizesam Donnerstag | Stand | Veränderung in Prozent |
Dow Jones.DJI | 49.451,98 | -1,3% |
Nasdaq.IXIC | 22.597,15 | -2,0% |
S&P 500.SPX | 6.832,76 | -1,6% |
ASIATISCHE AKTIEN
Asiatische Aktienindizes am Freitag | Kurse um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Nikkei.N225 | 56.954,81 | -1,2% |
Topix.TOPX | 3.820,76 | -1,6% |
Shanghai.SSEC | 4.098,72 | -0,8% |
CSI300.CSI300 | 4.676,45 | -0,9% |
Hang Seng.HSI | 26.472,53 | -2,1% |
Kospi.KS11 | 5.513,69 | -0,2% |
EUROPÄISCHE AKTIEN
Schlusskurse europäischer Aktien-Indizes und -Futures am Donnerstag | Stand |
|
Dax.GDAXI | 24.852,69 |
|
EuroStoxx50.STOXX50E | 6.011,29 |
|
SMI.SSMI | 13.529,92 |
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Indikationen | Stand |
|
Dax bei Lang & SchwarzDAX=LUSG | 24.922,00 |
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Late/Early-Dax.GDAXIL | 24.953,19 |
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SMI-FutureFSMIc1 | 13.453,00 |
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ANLEIHEN
Anleihe-Futures | Stand |
|
Bund-FutureFGBLc1 | 129,07 |
|
T-Bond-FutureUSc1 | 117,09 |
|
Gilt-FutureFLGc1 | 91,42 |
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Anleihe-Renditen | Stand | Schluss-Rendite am am 12.02.2026 |
10-jährige BundesanleiheDE10YT=RR | 2,765% | 2,777% |
30-jährige BundesanleiheDE30YT=RR | 3,463% | 3,448% |
10-jährige US-AnleiheUS10YT=RR | 4,113% | 4,104% |
30-jährige US-AnleiheUS30YT=RR | 4,744% | 4,729% |
10-jährige brit. AnleiheGB10YT=RR | 4,455% | 4,454% |
30-jährige brit. AnleiheGB30YT=RR | 5,261% | 5,260% |
Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: [DBT GVD]
ROHSTOFFE
Energie und Metalle | Preise um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Brent-ÖlLCOc1 ($/Barrel) | 67,33 | -0,3% |
WTI-ÖlCLc1 ($/Barrel) | 62,62 | -0,3% |
US-Erdgas ($/MMBTU) | 3,1340 | -2,6% |
GoldXAU= ($/Feinunze) | 4.945,14 | +0,5% |
KupferCMCU3 ($/Tonne) | 12.881,50 | +0,1% |
Zusatzinfo zu den Rohstoffmärkten unter: .CDE
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