
Frankfurt, 05. Feb (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
11.26 Uhr - Nach einem überraschend hohen Gewinn im vierten Quartal greifen die Anleger bei den Papieren von BNP ParibasBNPP.PA zu. Die Aktien der französischen Großbank steigen in Paris um bis zu 4,7 Prozent. Der Nettogewinn stieg um 28 Prozent auf 2,97 Milliarden Euro - Analysten hatten 2,84 Milliarden Euro erwartet. Die Analysten von JP Morgan bezeichnen die Ergebnisse als "beruhigend". Die Bank vermittle hinsichtlich ihres Kapitals Zuversicht und verbessere ihre Rentabilität.
10.30 Uhr - Aktien von RheinmetallRHMG.DE geraten stärker als andere Rüstungswerte unter die Räder. Die Aktien rutschen um bis zu 9,5 Prozent auf 1520,50 Euro ab und stehen so tief wie seit mehr als fünf Wochen nicht mehr. Damit steuern sie auf ihren größten Kursverlust innerhalb eines Tages seit mehr als zehn Monaten zu. Die Experten von Berenberg verwiesen in einem Marktkommentar darauf, dass der Konzern im Gespräch mit Analysten einen vorläufigen Umsatzausblick für das laufende Jahr geliefert habe. Dieser sei "enttäuschend" gewesen, hieß es bei Berenberg. Von Rheinmetall war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
08.10 Uhr - Angesichts eines Hoffnungsschimmers im Konflikt zwischen dem Iran und den USA machen die Anleger bei Rüstungswerten Kasse. Aktien von RheinmetallRHMG.DE liegen im Frankfurter Frühhandel 4,5 Prozent im Minus, HensoldtHAGG.DE rutschen um 4,6 Prozent ab, RenkR3NK.DE verlieren drei Prozent. Die geplanten Atomgespräche zwischen dem Iran und den USA finden Außenminister Abbas Araghtschi zufolge am Freitag im Oman statt. Am Mittwoch schien das Treffen wegen Uneinigkeit zum Ort noch auf der Kippe zu stehen. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern nahmen zu, nachdem US-Präsident Donald Trump der Regierung in Teheran mit Konsequenzen gedroht hatte, sollte keine Einigung erzielt werden.
08.10 Uhr - Folgende Aktien werden am Donnerstag mit Dividendenabschlag gehandelt:
Deutsche Unternehmen Angaben in Euro | Schlusskurs | Dividende |
Stabilus SESTM1.DE | 20,20 | 0,35 |
07.50 Uhr - Der Ausverkauf bei den Edelmetallen geht in eine neue Runde: Der Preis für SilberXAG= verbilligt sich um bis zu 16,4 Prozent auf 73,57 Dollar je Feinunze. Letzte Woche hatte das Edelmetall noch ein Rekordhoch von 121,64 US-Dollar erreicht. GoldXAU= wird mit 4794 Dollar je Feinunze zeitweise 3,4 Prozent billiger gehandelt. Seit dem Allzeithoch von 5594,82 Dollar je Feinunze Ende Januar hat das Edelmetall mehr als 14 Prozent verloren. Die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen China und den USA wie auch die Aussicht auf Gespräche zwischen dem Iran und den USA machen die gern in Krisenzeiten angesteuerten Edelmetalle für Anleger weniger attraktiv. Zusätzlich befeuert wird der Preisrutsch durch die anziehende US-Währung. Der Dollar-Index.DXY markiert mit 97,82 Punkten den höchsten Stand seit fast zwei Wochen. Das verteuert Rohstoffe wie Gold und Silber, die in US-Dollar gehandelt werden, für Inhaber anderer Währungen.
07.10 Uhr - Die Einigung der USA und des Irans auf Gespräche im Oman lässt die Ölpreise purzeln. Anleger hoffen nun, dass ein potenzieller militärischer Konflikt zwischen den beiden Ländern, der die Öllieferungen aus der wichtigen Förderregion im Nahen Osten beeinträchtigen würde, vermieden werden kann. Das Nordseeöl BrentLCOc1 und das US-Öl WTICLc1 verbilligen sich in der Spitze um 2,5 Prozent auf 67,71 beziehungsweise 63,48 Dollar je Fass. Ursprünglich hätten die für Freitag geplanten Atomgespräche in Istanbul stattfinden sollen, der Iran hatte jedoch auf einer Verlegung bestanden. Spekulationen, das Treffen könnte scheitern, hatten die Ölpreise am Mittwoch in die Höhe schnellen lassen. Die geopolitische Risikoprämie beim Ölpreis sei etwas kleiner geworden, sagt Mukesh Sahdev von dem Energieberatungsunternehmen XAnalysts. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass die Gespräche neue Differenzen zutage förderten und die Risikoprämie bald wieder steigen werde. US-Präsident Donald Trump hatte der Regierung in Teheran mit Konsequenzen gedroht, sollte in den Gesprächen keine Einigung erzielt werden.
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