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BÖRSEN-TICKER-"KitchenAid"-Mutter Whirlpool nach Prognose mit Kurssturz

ReutersJan 29, 2026 1:59 PM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

14.55 Uhr - Eine Gewinn- und Umsatzwarnung setzt die Aktien des US-Hausgeräteherstellers WhirlpoolWHR.N unter Druck. Die Papiere des für seine "KitchenAid"-Küchenmaschinen bekannten Unternehmens brechen vor US-Handelsstart um mehr als zehn Prozent ein. Whirlpool erwartet nun für 2026 einen Gewinn von rund sieben Dollar je Aktie. Zuvor hatte der Konzern 7,31 Dollar in Aussicht gestellt. Gleichzeitig soll der Umsatz statt der bislang angepeilten 15,8 Milliarden Dollar zwischen 15,3 und 15,6 Milliarden Dollar ausfallen. Zudem verfehlten Umsatz und Gewinn im vierten Quartal 2025 die Erwartungen der Analysten. Als Gründe nannte Whirlpool unter anderem geringere Absatzmengen und eine ungünstige Preisentwicklung, vor allem in Kanada.

14.40 Uhr - Die Ankündigung einer aufgestockten Kapitalerhöhung lässt die Aktien des Flugtaxi-Start-ups Joby AviationJOBY.N einbrechen. Die Titel des US-Anbieters elektrisch betriebener Kleinstflugzeuge rutschen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um fast 15 Prozent auf 11,39 Dollar ab. Joby will durch die Ausgabe neuer Aktien und Wandelanleihen insgesamt 1,2 Milliarden Dollar einnehmen. Ursprünglich hatte das Unternehmen eine Milliarde Dollar angepeilt. Der Ausgabepreis der Aktien von 11,35 Dollar liegt rund 15 Prozent unter dem Schlusskurs vom Mittwoch. Mit den Erlösen sollen unter anderem die Fertigung und die Zertifizierung finanziert werden.

13.12 Uhr - Trotz der Zinssenkungspause der US-Notenbank Fed bleibt die US-Währung angeschlagen. Der Dollar-Index.DXY verliert 0,1 Prozent auf 96,40 Punkte. Am Dienstag war er auf ein Vierjahrestief von 95,591 Punkten gefallen. Die Fed beließ den Leitzins nach drei Senkungsschritten in Folge am Mittwoch in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. "Die ökonomischen Fundamentaldaten lassen allerdings die Lesart zu, dass Zinssenkungen perspektivisch weiterhin möglich sind", prognostiziert NordLB-Analyst Constantin Lüer. Der EuroEUR=, der in dieser Woche die wichtige Marke von 1,20 Dollar überwunden hatte, notiert am Donnerstag knapp darunter bei 1,1948 Dollar.

10.13 Uhr - Die wachsende Befürchtung, die USA könnten einen Militärschlag gegen den wichtigen Ölproduzenten Iran planen, treibt die Preise für BrentLCOc1 und WTICLc1 in die Höhe. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verteuern sich um mehr als zwei Prozent auf 69,83 und 64,63 Dollar je Fass. Beide Kontrakte sind seit Montag um etwa fünf Prozent gestiegen und notieren auf dem höchsten Stand seit Ende September. US-Präsident Donald Trump hat den Iran unter Androhung eines massiven Militärschlags erneut zu Verhandlungen über ein neues Atomabkommen gedrängt. Der Iran ist mit einer Fördermenge von 3,2 Millionen Barrel pro Tag der viertgrößte Ölproduzent unter den erdölexportierenden Ländern (OPEC). Am Aktienmarkt treibt der anziehende Ölpreis die Papiere von Energieunternehmen in die Höhe. Der entsprechende Branchenindex.SXEP steigt um 1,6 Prozent.

10.02 Uhr - Trotz eines Gewinnsprungs im vergangenen Jahr und einer höheren Dividende werfen Anleger die Aktien der Deutschen BankDBKGn.DE aus ihren Depots. Die Titel verlieren im Dax.GDAXI bis zu 2,9 Prozent. Im vorbörslichen Handel hatten sie noch im Plus gelegen. Ein Händler führte die Kursreaktion auf Gewinnmitnahmen zurück. Nach den positiven Nachrichten gebe es erst einmal keine neuen Impulse, sagte der Börsianer. Überschattet wird die Bilanz von neuen Geldwäsche-Ermittlungen gegen das Bankhaus. Am Mittwoch hatte das Bundeskriminalamt Räume des Finanzinstituts durchsucht.

09.32 Uhr - Der Kurssprung bei den Aktien von ABBABBN.S hilft auch den Papieren des Rivalen SiemensSIEGn.DE auf die Sprünge. Die Titel steigen um bis zu 3,6 Prozent und sind damit größter Dax.GDAXI-Gewinner. ABB gewinnen in der Spitze 8,8 Prozent, nachdem der Elektrotechnikkonzern im vergangenen Jahr Rekorde bei Umsatz und Ergebnis eingefahren hat. Die Wachstumsaussichten 2026 seien besser als vom Markt erwartet für ABB und vermutlich auch für den gesamten Elektrotechnikbereich, heißt es in einem Kommentar von JP Morgan.

07.15 Uhr - Die Rally bei den Edelmetallpreisen scheint kaum zu bremsen. Geopolitische Unsicherheiten und der schwache Dollar treiben den Preis für die "Anti-Krisen-Währung" GoldXAU= um bis zu 3,6 Prozent auf ein frisches Rekordhoch von 5594,82 Dollar je Feinunze - seit Jahresbeginn hat sich das gelbe Metall bereits um knapp 30 Prozent verteuert. Gold sei nicht mehr nur ein Krisenschutz oder ein Inflationsschutz, es werde zunehmend als neutraler und zuverlässiger Wertspeicher betrachtet, kommentieren die Analysten von OCBC. SilberXAG= notiert mit 120,45 Dollar je Feinunze ebenfalls auf einem neuen Allzeithoch, das Plus beläuft sich in diesem Monat auf rund 67 Prozent. Die aktuell hohe Nachfrage nach physischen Vermögenswerten lässt auch den KupferpreisCMCU3 abheben. Er steigt an der Londoner Metallbörse um bis zu 7,9 Prozent auf den Rekordwert von 14.125 Dollar je Tonne. Die US-Währung befand sich zuletzt im freien Fall - der Dollar-Index.DXY markierte in dieser Woche wegen der Unsicherheit über die US-Wirtschafts- und Zinspolitik zeitweise ein Vier-Jahres-Tief von 95,591 Punkten. Ein schwacher Dollar macht Rohstoffe für Anleger mit anderen Währungen erschwinglicher und kurbelt dadurch die Nachfrage an. Für eine Flucht in die gern als sichere Häfen angesteuerten Edelmetalle sorgen auch die US-Drohungen eines Militärschlags gegen den Iran.

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