
Frankfurt, 29. Jan (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
10.02 Uhr - Trotz eines Gewinnsprungs im vergangenen Jahr und einer höheren Dividende werfen Anleger die Aktien der Deutschen BankDBKGn.DE aus ihren Depots. Die Titel verlieren im Dax.GDAXI bis zu 2,9 Prozent. Im vorbörslichen Handel hatten sie noch im Plus gelegen. Ein Händler führte die Kursreaktion auf Gewinnmitnahmen zurück. Nach den positiven Nachrichten gebe es erst einmal keine neuen Impulse, sagte der Börsianer. Überschattet wird die Bilanz von neuen Geldwäsche-Ermittlungen gegen das Bankhaus. Am Mittwoch hatte das Bundeskriminalamt Räume des Finanzinstituts durchsucht.
09.32 Uhr - Der Kurssprung bei den Aktien von ABBABBN.S hilft auch den Papieren des Rivalen SiemensSIEGn.DE auf die Sprünge. Die Titel steigen um bis zu 3,6 Prozent und sind damit größter Dax.GDAXI-Gewinner. ABB gewinnen in der Spitze 8,8 Prozent, nachdem der Elektrotechnikkonzern im vergangenen Jahr Rekorde bei Umsatz und Ergebnis eingefahren hat. Die Wachstumsaussichten 2026 seien besser als vom Markt erwartet für ABB und vermutlich auch für den gesamten Elektrotechnikbereich, heißt es in einem Kommentar von JP Morgan.
07.15 Uhr - Die Rally bei den Edelmetallpreisen scheint kaum zu bremsen. Geopolitische Unsicherheiten und der schwache Dollar treiben den Preis für die "Anti-Krisen-Währung" GoldXAU= um bis zu 3,6 Prozent auf ein frisches Rekordhoch von 5594,82 Dollar je Feinunze - seit Jahresbeginn hat sich das gelbe Metall bereits um knapp 30 Prozent verteuert. Gold sei nicht mehr nur ein Krisenschutz oder ein Inflationsschutz, es werde zunehmend als neutraler und zuverlässiger Wertspeicher betrachtet, kommentieren die Analysten von OCBC. SilberXAG= notiert mit 120,45 Dollar je Feinunze ebenfalls auf einem neuen Allzeithoch, das Plus beläuft sich in diesem Monat auf rund 67 Prozent. Die aktuell hohe Nachfrage nach physischen Vermögenswerten lässt auch den KupferpreisCMCU3 abheben. Er steigt an der Londoner Metallbörse um bis zu 7,9 Prozent auf den Rekordwert von 14.125 Dollar je Tonne. Die US-Währung befand sich zuletzt im freien Fall - der Dollar-Index.DXY markierte in dieser Woche wegen der Unsicherheit über die US-Wirtschafts- und Zinspolitik zeitweise ein Vier-Jahres-Tief von 95.591 Punkten. Ein schwacher Dollar macht Rohstoffe für Anleger mit anderen Währungen erschwinglicher und kurbelt dadurch die Nachfrage an. Für eine Flucht in die gern als sichere Häfen angesteuerten Edelmetalle sorgen auch die US-Drohungen eines Militärschlags gegen den Iran.
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