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Guten Morgen von Reuters am Montag, 26. Januar

ReutersJan 26, 2026 6:12 AM

TOP NEWS:

INDIEN/EU/ZÖLLE - Indien will Importzölle auf Autos aus der Europäischen Union Insidern zufolge drastisch senken. Im Zuge eines Freihandelsabkommens sollen die Abgaben von bis zu 110 auf 40 Prozent fallen, wie zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Bereits am Dienstag könnten beide Seiten den Abschluss der langwierigen Gespräche für das Abkommen bekannt geben. Davon würden europäische Autobauer wie VolkswagenVOWG.DE, Mercedes-BenzMBGn.DE und BMWBMWG.DE profitieren.

USA/ICE - US-Präsident Donald Trump hat nach der Erschießung eines US-Bürgers durch Einwanderungsbeamte in Minneapolis eine Überprüfung des Vorfalls angekündigt. In einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Zeitung "Wall Street Journal" sagte Trump, seine Regierung prüfe alles und werde dann zu einem Ergebnis kommen. Zudem deutete er einen möglichen Abzug der Beamten an. Ein US-Grenzschutzbeamter hat in Minneapolis einen US-Bürger erschossen und damit heftige Proteste und scharfe Kritik von Politikern vor Ort ausgelöst.

GOLD - Der Goldpreis ist am Montag um 0,75 Prozent auf ein Rekordhoch von 5019,85 Dollar je Feinunze gestiegen. Anleger flüchteten angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen in das als sicherer Hafen geltende Edelmetall. Zunehmende Spannungen zwischen den USA und der Nato wegen Grönland haben die Rally in diesem Jahr weiter angeheizt. Bereits im Jahr 2025 hatte sich Gold um 64 Prozent verteuert.

DEUTSCHLAND/TEILZEITARBEIT - Die Mittelstandsvereinigung der CDU will das gesetzliche Recht auf Teilzeitarbeit einschränken. "Der Rechtsanspruch auf (Brücken-)Teilzeit soll zukünftig nur bei Vorliegen einer besonderen Begründung gelten", heißt es in einem Reuters vorliegenden Antrag für den CDU-Bundesparteitag im Februar. Der Präsident des Arbeitnehmerflügels der CDU, Dennis Radtke, kritisierte den Ansatz.

DEUTSCHLAND/IFO - Das Münchener Ifo-Institut veröffentlicht am Montag die jüngste Erhebung der Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft. Diese dürfte sich zu Jahresbeginn etwas aufgehellt haben. Von Reuters befragte Experten erwarten für Januar einen Anstieg des Geschäftsklimas auf 88,1 Punkte, nach 87,6 Zählern im Dezember. Die deutschen Unternehmen setzen für einen Aufschwung vor allem auf die geplanten staatlichen Mehrausgaben im Rahmen des Fiskalpakets.

DEUTSCHLAND/IW-STUDIE - Viele Unternehmen in Deutschland sind dem IW-Institut zufolge möglicherweise nicht ausreichend auf einen Spannungs- und Verteidigungsfall vorbereitet. "Gesamtverteidigung und Abschreckung gegenüber Russland kann nicht allein militärisch gedacht werden, sondern erfordert die systematische Einbindung der Wirtschaft", berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine noch nicht veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

DEUTSCHLAND/ENERGIE - Regierungschefs und Energieminister aus zehn Staaten kommen am Montag im Hamburger Rathaus zum dritten Nordsee-Gipfel zusammen. Im Mittelpunkt steht die konkrete Umsetzung des Ziels, die Nordsee zum "grünen Kraftwerk Europas" auszubauen und bis 2050 gemeinsam bis zu 300 Gigawatt Windkraft-Leistung zu installieren. Angesichts der schwierigen Lage der Offshore-Branche sollen vor allem die Investitionsbedingungen verbessert sowie die grenzüberschreitende Planung und Finanzierung von Projekten vorangetrieben werden.

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FIRMEN UND BRANCHEN:

DAX:

VOLKSWAGENVOWG.DE knüpft nach Angaben seines Vorstandschefs Oliver Blume neue Investitionen in den USA an eine Entlastung bei den Zöllen. "Bei einer unveränderten Belastung durch die Zölle ist eine große zusätzliche Investition nicht finanzierbar", sagte Blume dem "Handelsblatt". Dies gelte auch für ein mögliches Audi-Werk in den USA.

AIRBUSAIRG.DEAIR.PA-Chef Guillaume Faury hat die Belegschaft des europäischen Flugzeugbauers in einem internen Schreiben vor neuen geopolitischen Risiken gewarnt. "Der Beginn des Jahres 2026 ist von einer beispiellosen Anzahl von Krisen und beunruhigenden geopolitischen Entwicklungen geprägt", heißt es in dem Schreiben, das Reuters vorlag. Die industrielle Landschaft sei mit Schwierigkeiten übersät, die durch die Konfrontation zwischen den USA und China verschärft würden.

MDAX:

TRATON8TRA.DE - Die IG Metall wirft dem Lkw-Bauer MAN vor, trotz einer erst kürzlich getroffenen Vereinbarung einen massiven Stellenabbau am Standort Salzgitter zu planen. Von den derzeit rund 2160 Beschäftigten sollen einem Szenario zufolge bis 2032 weniger als 852 dort übrig bleiben, teilte die Gewerkschaft mit. Eine Stellungnahme von MAN8TRA.DE lag zunächst nicht vor.

SDAX:

TERMINE:

07:00 - Stabilus SESTM1.DE Q1 2026 Earnings Release

FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN:

SAMSUNG005930.KS - Der südkoreanische Konzern will einem Insider zufolge im kommenden Monat mit der Produktion seiner Speicherchips der nächsten Generation (HBM4) beginnen und diese an den US-Konzern NvidiaNVDA.O liefern. Damit will das Unternehmen zu seinem heimischen Rivalen SK Hynix000660.KS aufschließen, der als Hauptlieferant für die in der Künstlichen Intelligenz (KI) entscheidenden Chips gilt.

MERCKMRK.N - Der US-Pharmakonzern ist laut einem Medienbericht nicht mehr in Gesprächen über den Kauf des Krebsmedikamentenentwicklers Revolution MedicinesRVMD.O. Die Gespräche seien abgekühlt, nachdem es keine Einigung über den Preis gegeben habe, berichtete das "Wall Street Journal". Es sei aber möglich, dass die Gespräche wieder aufgenommen würden oder ein anderer Käufer für Revolution auftauchen könnte. Die "FT" hatte jüngst berichtet, Merck sei in Gesprächen, um Revolution für bis zu 32 Milliarden Dollar zu kaufen.

USA RARE EARTHUSAR.O - Die US-Regierung plant der "Financial Times" zufolge eine Investition von 1,6 Milliarden Dollar in das Bergbauunternehmen USA Rare EarthUSAR.O. Im Gegenzug solle die Regierung einen Anteil von zehn Prozent an dem auf Seltene Erden spezialisierten Unternehmen erhalten.

TERMINE:

07:00 - Ryanair Holdings PLCRYA.I Q3 2026 Earnings Release

Weitere Nachrichten finden Sie hier:

www.reuters.com

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BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR:

JAPAN/YEN - Die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hat angekündigt, ihre Regierung werde gegen spekulative Marktbewegungen einschreiten. Zuvor war der Yen am Freitag nach einer sogenannten Kursabfrage der US-Notenbank von New York sprunghaft angestiegen. Händler werteten dies als mögliches Zeichen für eine gemeinsame Intervention der USA und Japans, um den Kursverfall der Währung zu stoppen. Sie werde zwar keine konkreten Marktbewegungen kommentieren, sagte Takaichi am Sonntag in einer Fernsehsendung. "Die Regierung wird gegen spekulative oder außergewöhnliche Marktbewegungen vorgehen."

USA/KANADA - US-Präsident Donald Trump hat Kanada für den Fall eines Handelsabkommens mit China mit massiven Strafzöllen gedroht. Sollte Kanada ein solches Abkommen umsetzen, würden die USA umgehend einen Zoll von 100 Prozent auf alle kanadischen Waren und Produkte erheben, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Mitte Januar hatte Trump das Vorhaben Kanadas mit China noch als gute Sache bezeichnet. Zudem hatte Trump selbst Kanadas Eigenständigkeit wiederholt infrage gestellt und erklärt, der Nachbar sollte sich besser den USA anschließen.

BUNDESBANK/CYBERSICHERHEIT - Die Bundesbank ist laut ihrem Präsidenten Joachim Nagel Tag für Tag Ziel einer Vielzahl digitaler Angriffe. "Allein auf die IT-Systeme der Bundesbank erleben wir jede Minute mehr als 5000 Cyberangriffe", sagte er dem "Tagesspiegel".

TERMINE:

10:00 - Germany-Ifo

12:00 - Bundesbank President's speech in Berlin

14:30 - United States-Durables

15:30 - ECB calls for bids in 7-day liquidity operation

16:00 - ECB Policymaker Martin Kocher speaks at event in London on monetary policy

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INDIKATOREN:

Local Time

Country

Indicator

Period

Poll

Prior

Unit

10:00:00 AM

DE

Ifo Business Climate

Jan

88.2

87.6

Index

2:30:00 PM

US

Durable Goods

Nov

3

-2.2

Percen

Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.

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BLICKPUNKT POLITIK:

UKRAINE - Ein Dokument der USA über Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj vollständig ausgearbeitet und unterzeichnungsreif. "Für uns sind Sicherheitsgarantien zuallererst Garantien der Sicherheit von den Vereinigten Staaten", sagte Selenskyj am Sonntag in der litauischen Hauptstadt Vilnius bei einem Treffen mit Präsident Gitanas Nauseda. "Das Dokument ist zu 100 Prozent fertig, und wir warten darauf, dass unsere Partner den Termin und den Ort bestätigen, an dem wir es unterzeichnen werden." Das Dokument werde anschließend zur Ratifizierung an den US-Kongress und das ukrainische Parlament weitergeleitet.

ISRAEL/GAZASTREIFEN - Israel will den Grenzübergang Rafah zu Ägypten nach dem Abschluss der Suche nach der Leiche der letzten verbliebenen israelischen Geisel wieder für den Personenverkehr öffnen. Dies teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am späten Sonntagabend mit. Das israelische Militär führe derzeit eine "gezielte Operation" im Norden des Gazastreifens durch, um die sterblichen Überreste des Polizisten Ran Gvili zu bergen. Netanjahus Büro verwies zusätzlich darauf, dass die Wiedereröffnung des Übergangs sich ausschließlich auf den Personenverkehr begrenzen wird und Israel sich Inspektionen an der Grenze vorbehält.

DEUTSCHLAND/USA - Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat US-Präsident Donald Trump eine Entschuldigung für dessen Kritik am Afghanistan-Einsatz der Nato nahegelegt. "Das wäre ein Zeichen von Anstand, von Respekt und auch von Einsicht", sagte Pistorius in einer Aufzeichnung für die ARD-Sendung "Caren Miosga". Er schränkte jedoch zugleich ein: "Aber wir wissen alle, wie der amerikanische Präsident funktioniert."

CHINA/MILITÄR - China hat nach Regierungsangaben Ermittlungen wegen mutmaßlicher Rechtsverstöße gegen einen führenden General und engen Vertrauten von Präsident Xi Jinping aufgenommen. Der 75-jährige Zhang Youxia, einer der beiden Vizevorsitzenden der Zentralen Militärkommission (ZMK), werde schwerer Verstöße gegen die Disziplin und das Gesetz verdächtigt, teilte das Verteidigungsministerium mit.

USA/SÜDKOREA - Das Pentagon sieht für sich künftig eine begrenztere Rolle bei der Abschreckung Nordkoreas und will die Federführung Südkorea überlassen. "Südkorea ist in der Lage, die Hauptverantwortung für die Abschreckung Nordkoreas zu übernehmen, mit entscheidender, aber begrenzterer Unterstützung der USA", heißt es in der Nationalen Verteidigungsstrategie, einem Dokument, das die Politik des Pentagons bestimmt.

USA/WETTER - Ein schwerer Wintersturm hat am Wochenende Hunderttausende Menschen in den USA von der Stromversorgung abgeschnitten und große Teile des Flugverkehrs lahmgelegt. Am Sonntag wurden nach Angaben des Dienstes FlightAware fast 10.000 Flüge gestrichen, nach rund 4000 am Samstag.

TERMINE:

Germany's Merz hosts international North Sea Summit in Hamburg

Hong Kong holds annual Asia Financial Forum

05:00 - Debate held by leaders of Japan's political parties ahead of the snap elections

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SNAPSHOT MÄRKTE:

ASIEN - Der starke Yen hat die Börse in Tokio am Montag belastet.

DEVISEN

Währungen

Kurse

um

07:00 Uhr

Veränderung in Prozent

Euro/DollarEUR=

1,1864

+0,3%

Pfund/DollarGBP=

1,3664

+0,2%

Dollar/FrankenCHF=

0,7770

-0,4%

Euro/Franken

0,9216

-0,1%

Dollar/YenJPY=

154,10

-1,0%

Bitcoin/DollarBTC=

87.744,67

+1,5%

Ethereum/DollarETH=

2.867,02

+1,8%

Kurs

um

07:00 Uhr

EZB-Fixing am 23.01.2026

Euro/PfundEURGBP=

0,8679

0,8681

US-AKTIEN

Schlusskurse der US-Indizesam Freitag

Stand

Veränderung in Prozent

Dow Jones.DJI

49.098,71

-0,6%

Nasdaq.IXIC

23.501,24

+0,3%

S&P 500.SPX

6.915,61

+0,0%

ASIATISCHE AKTIEN

Asiatische Aktienindizes am Montag

Kurse um 07:00 Uhr

Veränderung in Prozent

Nikkei.N225

52.946,59

-1,7%

Topix.TOPX

3.563,72

-1,8%

Shanghai.SSEC

4.133,03

-0,1%

CSI300.CSI300

4.717,57

+0,3%

Hang Seng.HSI

26.694,01

-0,2%

Kospi.KS11

4.952,62

-0,7%

EUROPÄISCHE AKTIEN

Schlusskurse europäischer Aktien-Indizes und -Futures am Freitag

Stand

Dax.GDAXI

24.900,71

EuroStoxx50.STOXX50E

5.948,20

SMI.SSMI

13.147,13

----------

Indikationen

Stand

Dax bei Lang & SchwarzDAX=LUSG

24.845,00

Late/Early-Dax.GDAXIL

24.874,13

SMI-FutureFSMIc1

13.039,00

ANLEIHEN

Anleihe-Futures

Stand

Bund-FutureFGBLc1

127,68

T-Bond-FutureUSc1

115,69

Gilt-FutureFLGc1

91,27

----------

Anleihe-Renditen

Stand

Schluss-Rendite am

am 23.01.2026

10-jährige BundesanleiheDE10YT=RR

2,889%

2,903%

30-jährige BundesanleiheDE30YT=RR

3,529%

3,507%

10-jährige US-AnleiheUS10YT=RR

4,215%

4,239%

30-jährige US-AnleiheUS30YT=RR

4,815%

4,832%

10-jährige brit. AnleiheGB10YT=RR

4,525%

4,521%

30-jährige brit. AnleiheGB30YT=RR

5,243%

5,254%

Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: [DBT GVD]

ROHSTOFFE

Energie und Metalle

Preise um 07:00 Uhr

Veränderung in Prozent

Brent-ÖlLCOc1 ($/Barrel)

66,05

+0,3%

WTI-ÖlCLc1 ($/Barrel)

61,22

+0,3%

US-Erdgas ($/MMBTU)

6,2580

+18,6%

GoldXAU= ($/Feinunze)

5.073,69

+1,8%

KupferCMCU3 ($/Tonne)

13.088,50

-0,2%

Zusatzinfo zu den Rohstoffmärkten unter: .CDE

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(Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt, Berlin und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)

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