
Frankfurt, 21. Jan (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
13.40 Uhr - Das Ausbleiben einer Entspannung im US-Streit um Grönland drückt die Aktienmärkte immer weiter nach unten. Der Dax.GDAXI und der EuroStoxx50.STOXX50E, die am Vormittag etwa ein halbes Prozent eingebüßt hatten, notieren am frühen Nachmittag rund ein Prozent im Minus. Mit 24.449,97 Punkten liegt der deutsche Leitindex nun unter seinem Stand vom 30. Dezember. Für fallende Kurse sorgt der umstrittene Plan von US-Präsident Donald Trump zum Erwerb Grönlands und die Erwartung seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. "Grundsätzlich gibt es keine wirklichen Entspannungsanzeichen", kommentiert ein Händler. "Der S&P-FutureEScv1 liegt auf Tagestief und fällt weiter, alleine diese Bewegung machen wir ja gerne mit. Auch einige Schwergewichte wie SAPSAPG.DE oder TelekomDTEGn.DE fallen, ohne eine Gegenbewegung zu zeigen."
13.15 Uhr - Die Aussicht auf einen Ausstieg des Großaktionärs Berkshire HathawayBRKa.N schickt die Aktien von Kraft HeinzKHC.O auf Talfahrt. Im vorbörslichen US-Handel fallen die Papiere des Lebensmittelkonzerns um knapp vier Prozent. Die Investmentgesellschaft könnte sich von ihrem Anteil von 27,5 Prozent trennen, wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Aufsichtsbehörden hervorgeht. Berkshire ist der mit Abstand größte Aktionär. Star-Investor Warren Buffett ist Ende des Jahres als Chef von Berkshire zurückgetreten.
10.40 Uhr - Aktien des Chipanlagenbauers AixtronAIXGn.DE steigen nach einer positiven Analystenempfehlung kräftig an. Die Papiere gewinnen in der Spitze 7,8 Prozent und stehen anschließend 3,4 Prozent im Plus. Die US-Bank JP Morgan stufte die Titel auf "Overweight" von "Neutral" hoch. Die Wachstumsaussichten bis 2026 hätten sich verbessert, erklärten die Analysten. Wachstumstreiber seien Hauptproduktgruppen wie Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid (GaN).
09.30 Uhr - In Erwartung eines Anstiegs der US-Rohölreserven fallen die Preise am Ölmarkt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligt sich um 1,5 Prozent auf 63,95 Dollar. Der Preis für US-LeichtölWTI fällt um 1,3 Prozent auf 59,58 Dollar. Von Reuters befragte Analysten schätzen, dass die wöchentlichen US-Bestände um etwa 1,7 Millionen Barrel gestiegen sind. Das überlagert Strategen zufolge die Versorgungsprobleme in Kasachstan. Am Dienstag hatte der Opec+-Produzent die Förderung von zwei Ölfeldern wegen Problemen bei der Stromverteilung gestoppt, was die Preise getrieben hatte. Der Produktionsstopp sei jedoch nur vorübergehend, sagte IG-Marktanalyst Tony Sycamore.
07.30 Uhr - Der Grönland-Streit zwischen USA und den Europäern heizt den Rekordlauf des Goldpreises an. Anleger flüchten nach einem breiten Ausverkauf bei US-Anlagen in das als sicher geltende Edelmetall. Der Preis für die Feinunze GoldXAU= klettert um bis zu 2,6 Prozent auf 4887,82 Dollar. "Es ist eine Kombination aus den traditionellen Treibern von Gold: steigende Verschuldung, ein schwächerer Dollar und geopolitische Unsicherheit", sagte Nicholas Frappell, Investmentexperte bei ABC Refinery. SilberXAG= verteuert sich um ein halbes Prozent auf 94,97 Dollar je Feinunze und damit etwas unter seinem Rekordhoch vom Dienstag.
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