
Frankfurt, 09. Jan (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
17.30 Uhr - Ein Medienbericht über eine mögliche Übernahme durch den US-Pharmakonzern MerckMRK.N beflügelt die Aktie des Biotech-Unternehmens Revolution MedicinesRVMD.O. Die Papiere steigen um gut vier Prozent. Die "Financial Times" hatte berichtet, Merck sei in Gesprächen über einen Kauf des Krebsmedikamentenentwicklers zu einem Preis von bis zu 32 Milliarden Dollar. Am Donnerstag hatten die Titel nach einem Bericht des "Wall Street Journal" über das Kaufinteresse des Merck-Rivalen AbbVieABBV.N um fast 30 Prozent zugelegt. AbbVie dementierte dies jedoch später.
15.10 Uhr - Die Reaktion der Anleger auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für Dezember hält sich bislang in Grenzen. Der Dax.GDAXI und der EuroStoxx50.STOXX50E verharren bei ihren Gewinnen von rund einem halben und einem Prozent. Die US-FuturesEScv1NQcv1 bauen ihr leichtes Plus auf knapp ein halbes Prozent aus. Der Dollar.DXY, der EuroEUR= und die US-StaatsanleihenUS10YT=RR zeigten sich mehr oder weniger stabil. Nur SilberXAG= weitet dank neu entflammter Spekulationen auf eine lockerere Geldpolitik der US-Notenbank Fed seine Gewinne von gut einem Prozent auf gut zwei Prozent aus. Niedrigere Zinsen verringern die Opportunitätskosten für das Halten von Edelmetallen, die selbst keine Zinsen abwerfen.
13.05 Uhr - Der Dax.GDAXI hat nun an allen Handelstagen der Woche neue Allzeithochs markiert. Der deutsche Leitindex, der im letzten Quartal 2025 eine Rekordpause eingelegt hatte, stieg in der Spitze um knapp ein halbes Prozent auf 25.229,60 Punkte und lag damit erneut so hoch wie nie. Am Dienstag hatte das Börsenbarometer erstmals die 25.000-Punkte-Marke übersprungen. Für steigende Kurse an den Börsen in dieser Woche sorgte unter anderem die Hoffnung auf weiter sinkende Zinsen in den USA und rückläufige Ölpreise.
12.55 Uhr - Eine gesenkte Umsatzprognose schickt die Aktien des dänischen Schmuckherstellers PandoraPNDORA.CO auf Talfahrt. Die Papiere verlieren fast sechs Prozent und sind mit 638,40 Kronen so billig wie seit Juli 2023 nicht mehr. Für 2025 stellt das Unternehmen nun ein organisches Wachstum von sechs Prozent in Aussicht, im Vergleich zur früheren Prognose für ein Wachstum von sieben bis acht Prozent. Als Grund nannte Pandora ein überraschend schwaches Weihnachtsgeschäft in Nordamerika. "Die Umsatzentwicklung spiegelt ein Jahr wider, das insgesamt von einer schwachen Verbraucherstimmung geprägt war, wobei Nordamerika im vierten Quartal besonders stark betroffen war", erklärte das Unternehmen.
11.15 Uhr - Nach einer Herunterstufung durch die Analysten von Morgan Stanley machen die Anleger einen Bogen um Hannover RückHNRGn.DE. Die Titel geben 2,1 Prozent nach und sind damit einer der schwächsten Dax.GDAXI-Werte. Morgan Stanley hat die Titel auf "Equal-Weight" von "Overweight" heruntergenommen. Aus Sicht der Analysten ist das Marktumfeld für Rückversicherer herausfordernd. Für 2026 erwartet Morgan Stanley ein schwächeres Preisumfeld. Hannover Re habe in schwächeren Zyklen in der Vergangenheit jedoch besser abgeschnitten als vergleichbare Unternehmen, heißt es in dem Kommentar. Die Aktien der Münchener RückMUVHn.DE verlieren 1,8 Prozent auf 523,20 Euro - hier haben die Analysten von Morgan Stanley das Kursziel auf 520 (530) Euro gesenkt. Die Titel der AllianzALVG.DE verlieren im Dax zwei Prozent.
10.22 Uhr - Die sich anbahnende Mega-Fusion zwischen den Bergbaukonzernen GlencoreGLEN.L und Rio TintoRIO.L sorgt für ordentlich Gesprächsstoff an den Aktienmärkten. Die Titel von Glencore steigen an der Londoner Börse um bis zu 9,9 Prozent, Rio Tinto geben 2,6 Prozent nach. Geprüft werde eine Übernahme von Glencore durch Rio Tinto im Zuge eines Aktientauschs, teilten die beiden Unternehmen in der Nacht zum Freitag mit. "Die Struktur einer möglichen Fusion dieser beiden Unternehmen ist unklar und dürfte komplex sein, aber wir glauben, dass es einen Weg zu einer signifikanten Wertschöpfung für beide gibt," schrieben die Analysten von Jefferies. Einige Experten sind jedoch auch skeptisch: Es bestehe das Risiko, dass zu viel bezahlt werde, sagte Tim Hillier vom Vermögensverwalter Allan Gray mit Blick auf Rio Tinto. Es ist der zweite Anlauf für eine Annäherung innerhalb von gut einem Jahr.
09.54 Uhr - Nach der Bestätigung der Margenprognose für das Geschäftsjahr 2025 geht es für die Aktien von TeamViewerTMV.DE bergauf. Die Titel des Spezialisten für Fernwartungssoftware gehören mit einem Plus von rund fünf Prozent zu den stärksten Werten im MDax.MDAXI. TeamViewer verbuchte für 2025 einen Pro-forma-Umsatz von 767 Millionen Euro und bekräftigte seine Prognose für eine bereinigte Ebitda-Marge von 44 Prozent. Das Unternehmen habe im vierten Quartal eine "stärkere Performance als erwartet" gezeigt, die auf eine Erholung der Geschäfte zurückzuführen sei, erläutert Harald Hof, Analyst bei mwb Research.
09.13 Uhr - Vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts hat sich der Dollar.DXY kaum bewegt. Der Index der US-Währung notierte mit 98,99 Punkten minimal im Plus. Der EuroEUR= verlor 0,1 Prozent auf 1,1646 Dollar. Die Jobdaten für Dezember dürften einen Großteil der durch den jüngsten Regierungsstillstand entstandenen Datenunklarheit beseitigen. Die Experten der Helaba rechnen mit einem soliden Wert - "einen Grund, die Zinssenkungserwartungen zu forcieren, sehen wir nicht". Gespannt warten die Investoren ebenfalls auf die mögliche Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu den von US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr verhängten Sonderzöllen. Der Supreme Court könnte noch im Tagesverlauf das Urteil über deren Rechtmäßigkeit verkünden. Es geht vor allem um die Frage, ob Trump bei den Abgaben gegen zahlreiche Länder seine Befugnisse auf Kosten des Kongresses überschritten hat.
07.34 Uhr - Die anhaltenden Proteste im Iran verunsichern die Anleger am Ölmarkt. Die Preise für BrentLCOc1 und WTICLc1 legen um gut ein Prozent auf 62,26 beziehungsweise 57,98 Dollar je Fass zu. Schon am Vortag hatte sich Öl um mehr als drei Prozent verteuert. "Der Iran ist trotz aller Sanktionen ein wichtiger Ölproduzent, und Instabilität dort könnte auch die Ölproduktion im Mittleren Osten gefährden", sagt Jochen Stanzl von der Consorsbank. Im Dezember brach im Iran die größte Protestwelle seit drei Jahren aus. Hintergrund sind die wachsende Not im Zuge der kriselnden Wirtschaft, eine galoppierende Inflation und Einschränkungen der politischen und sozialen Freiheiten. Getrieben wird der Ölpreis auch durch die ungewisse Lage in Venezuela. Nach der Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolàs Maduro durch die USA forderte US-Präsident Donald Trump vollen Zugang zum Ölsektor des Landes. Analysten zufolge dürfte der Ölpreis jedoch nicht allzu heftig anziehen. Insgesamt stiegen die globalen Lagerbestände, und das Überangebot bleibe der Hauptfaktor, der den Preis deckeln könnte, heißt es in einem Kommentar des Vermögensberaters Haitong Futures.
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