
*Liebe Leserinnen und Leser,
Dies ist der letzte Guten-Morgen-Newsletter von Reuters in diesem Jahr. Den nächsten gibt es am 5. Januar 2026. Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest, geruhsame Feiertage und ein friedvolles neues Jahr mit vielen guten Nachrichten.
Ihr Reuters-Team
TOP NEWS:
USA/SCHLACHTSCHIFFE - US-Präsident Donald Trump hat den Bau einer neuen Klasse von Schlachtschiffen angekündigt. Zunächst seien zwei Schiffe als Teil einer erweiterten "Goldenen Flotte" geplant, sagte Trump. Marineminister John Phelan zufolge sollen die Schlachtschiffe nicht nur die größten Geschütze tragen, die je auf einem US-Kriegsschiff montiert wurden, sondern auch Marschflugkörper, die mit Atomwaffen bestückt werden können. Um die Aufrüstung zu beschleunigen, will Trump in der kommenden Woche Vertreter großer Rüstungskonzerne treffen.
USA/GRÖNLAND - US-Präsident Donald Trump hat sein Interesse an Grönland bekräftigt und damit erneut scharfe Kritik aus Dänemark und Grönland ausgelöst. "Wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit. (...) Wir müssen es haben", sagte Trump in Palm Beach, Florida. Er verwies dabei auf russische und chinesische Schiffe entlang der Küste der arktischen Insel. Trump hatte bereits am Sonntag den Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, zu seinem Sondergesandten für Grönland ernannt.
USA/VENEZUELA - US-Präsident Donald Trump hat den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro zum Rücktritt aufgefordert und den Druck auf die Öl-Exporte des Landes verschärft. Gleichzeitig haben die USA nach eigenen Angaben einen Supertanker mit venezolanischem Öl beschlagnahmt und am Wochenende versucht, zwei weitere Schiffe abzufangen. Das beschlagnahmte Öl und die Schiffe werde Washington möglicherweise behalten oder verkaufen, sagte Trump. Die Maßnahmen führten bereits zu einem Rückgang der Ölverladungen in Venezuela.
DEUTSCHLAND/STEUERN - Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im November etwas gesunken. Sie fielen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent auf 60,2 Milliarden Euro, wie aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Grund sei vor allem ein statistischer Effekt bei der Umsatzsteuer, die im November 2024 noch ungewöhnlich stark gestiegen war. In den ersten elf Monaten summierten sich die Einnahmen auf 786,4 Milliarden Euro, was einem Plus von 5,2 Prozent entspricht.
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FIRMEN UND BRANCHEN:
DAX:
MERCEDES-BENZMBGn.DE hat im Dieselskandal die noch verbliebenen Rechtsstreitigkeiten in den USA beigelegt. Das Unternehmen habe sich mit den Generalstaatsanwälten in mehreren Bundesstaaten geeinigt, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit würden Umwelt- und Verbraucherschutzansprüche im Zusammenhang mit Dieselfahrzeugen der Modelljahre 2009 bis 2016 geregelt. Die Vergleiche müssten allerdings noch von den zuständigen Gerichten gebilligt werden. Durch die Vergleiche vermeidet Mercedes nach eigener Einschätzung kostspielige Auseinandersetzungen vor Gericht. Das Unternehmen habe mit den Generalstaatsanwaltschaften vollumfänglich kooperiert, weise jedoch die Vorwürfe weiterhin zurück und erkenne keine Haftung an.
SDAX:
GERRESHEIMERGXIG.DE - Der Düsseldorfer Verpackungskonzern hat seit Jahren bestimmte Umsätze falsch verbucht. Das Unternehmen teilte mit, der Fehler habe sich nach Ermittlungen der Finanzaufsicht Bafin herausgestellt. Umsätze aus sogenannten Bill-and-Hold-Vereinbarungen seien seit 2023 zu früh erfasst worden. Im Konzernabschluss 2024 ausgewiesene Umsätze von rund 28 Millionen Euro hätten erst 2025 erfasst werden dürfen, 2023 ausgewiesene Umsätze von rund zehn Millionen Euro erst 2024. Gerresheimer werde diese Bilanzierungspraxis, bei der Rechnungen für noch nicht gelieferte Waren gebucht werden, künftig nicht mehr anwenden.
FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN:
EUROPA/AUTOS - Der europäische Automarkt setzt seine Erholung im Schneckentempo fort. Bis einschließlich November wurden in der Europäischen Union knapp 9,9 Millionen Neuwagen zugelassen, das sind 1,4 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie der Branchenverband ACEA mitteilte. Damit liege der Fahrzeugabsatz aber immer noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. Besonders hoch fiel das Wachstum in Spanien aus, wo mehr als eine Million Autos verkauft wurden. Deutschland schaffte ein Plus von 0,7 Prozent. In Italien und Frankreich ging der Autoabsatz dagegen seit Jahresbeginn zurück.
NOVO NORDISKNOVOb.CO - Der dänische Pharmakonzern hat in den USA die Zulassung für eine neue, wirksame Pille zur Gewichtsreduktion erhalten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA gab grünes Licht für das Medikament. Damit verschafft sich das Unternehmen einen wichtigen Vorteil im Wettlauf mit dem US-Konkurrenten Eli LillyLLY.N, der zuletzt mit einem eigenen Präparat auf dem wichtigen US-Markt an Novo Nordisk vorbeigezogen war. Die Aktie von Novo Nordisk legte nach der Ankündigung um acht Prozent zu.
NVIDIANVDA.O - Der US-Chipkonzern will Insidern zufolge noch vor dem chinesischen Neujahrsfest Mitte Februar mit der Lieferung seines zweitstärksten KI-Chips H200 nach China beginnen. Dies sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Pläne hängen jedoch von der Zustimmung der Regierung in Peking ab. US-Präsident Donald Trump hatte in diesem Monat angekündigt, den Verkauf der sogenannten H200-Chips mit einer Gebühr von 25 Prozent zu erlauben.
ALPHABETGOOGL.O - Die Google-Muttergesellschaft will für 4,75 Milliarden Dollar das Infrastruktur-Unternehmen Intersect übernehmen. Der Technologieriese reagiert damit auf den steigenden Bedarf an Rechen- und Energiekapazitäten für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI). Im Rahmen der Vereinbarung erwirbt Alphabet mehrere Gigawatt an Energie- und Rechenzentrumsprojekten, die sich in der Entwicklung oder im Bau befinden. Bestehende Anlagen in Texas und Kalifornien sind von der Übernahme ausgenommen.
KI/KLAGE - Eine Gruppe von Autoren um den Investigativjournalisten John Carreyrou verklagt mehrere Technologiekonzerne wie GoogleGOOGL.O, OpenAI und MetaMETA.O. Sie werfen den Firmen vor, ihre urheberrechtlich geschützten Bücher unerlaubt für das Training von Künstlicher Intelligenz (KI) genutzt zu haben. Carreyrou ist bekannt für die Aufdeckung des Betrugs beim US-Bluttest-Startup Theranos. Die in Kalifornien eingereichte Klage richtet sich auch gegen die Firma xAI von Elon Musk.
USA/WINDKRAFT - Die USA haben Pachtverträge für fünf große Offshore-Windkraftprojekte vor der Ostküste ausgesetzt und dies mit Bedenken für die nationale Sicherheit begründet. Das US-Innenministerium teilte mit, der Schritt sei eine Reaktion auf Beschwerden des Verteidigungsministeriums. Die Bewegung der großen Rotorblätter sowie die stark reflektierenden Türme der Anlagen verursachten Radarstörungen. Das könne die Lokalisierung und Erkennung von Bedrohungen erschweren. Von der Aussetzung betroffen sind unter anderem Projekte des dänischen Konzerns OrstedORSTED.CO, des US-Konzerns Dominion EnergyD.N und des norwegischen Energie-Unternehmens EquinorEQNR.OL.
USA/MEDIEN/CBS - Der US-Fernsehsender CBS hat einen kritischen Bericht über ein umstrittenes Gefängnis in El Salvador kurz vor der geplanten Ausstrahlung zurückgezogen und damit eine Debatte über politische Einflussnahme ausgelöst. Der Beitrag für die renommierte Sendung "60 Minutes" sollte von dem Gefängnis CECOT handeln, in das die USA Hunderte von Migranten, zumeist aus Venezuela, ohne Gerichtsverfahren abschieben. Der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, machte die Regierung von US-Präsident Donald Trump verantwortlich.
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BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR:
CHINA/WIRTSCHAFT/STUDIE - Chinas Wirtschaft ist einer Studie zufolge im Jahr 2025 um 2,5 bis drei Prozent gewachsen und damit nur etwa halb so stark wie von der Regierung in Peking angegeben. Grund sei ein Einbruch der Anlageinvestitionen in der zweiten Jahreshälfte, heißt es in einem Bericht der Denkfabrik Rhodium Group. Chinas Regierung dürfte auf ihrer Sitzung im März dagegen verkünden, das offizielle Wachstumsziel von "rund fünf Prozent" erreicht zu haben. Dem Bericht zufolge beläuft sich die nicht erfasste Nachfragelücke auf rund eine halbe Billion Dollar.
TERMINE:
08:00 - Germany-Import Prices
14:30 - United States-GDP Advance
14:30 - United States-Durables
15:15 - United States-Industrial production
16:00 - United States-Consumer confidence
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INDIKATOREN:
Local Time | Country | Indicator | Period | Poll | Prior | Unit |
08:00 | DE | Import Prices m/m | Nov | -0.1 | 0.2 | Percent |
08:00 | DE | Import Prices y/y | Nov | -2.2 | -1.4 | Percent |
14:30 | US | Consumer Spending, advance | Q3 | 2.8 | 2.1 | Percent |
14:30 | US | GDP Advance | Q3 | 3.3 | 3.8 | Percent |
14:30 | US | Durable Goods | Oct | -1.5 | 0.5 | Percent |
15:15 | US | Industrial Output m/m | Nov | 0.1 | 0.1 | Percent |
15:15 | US | Capacity Utilization | Nov | 75.9 | 75.9 | Percent |
16:00 | US | Consumer Confidence | Dec | 91 | 88.7 | Index |
Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.
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BLICKPUNKT POLITIK:
FRANKREICH/HAUSHALT - Die Regierung in Frankreich will mit einem Notgesetz einen Stillstand der Verwaltung abwenden, nachdem Verhandlungen mit der Opposition über einen Haushalt für 2026 gescheitert sind. Die Sonderregelung solle den Staat bis in den Januar hinein handlungsfähig halten und den Verhandlungen eine letzte Chance geben, sagte Regierungssprecherin Maud Bregeon.
THAILAND/KAMBODSCHA - Thailand und Kambodscha haben trotz anhaltend schwerer Grenzkämpfe Gespräche über eine Wiederaufnahme der Waffenruhe vereinbart. Verteidigungsexperten beider Seiten sollten sich am 24. Dezember treffen, wie am Rande eines Sondertreffens der Asean-Außenminister in Kuala Lumpur bekannt wurde. Die seit drei Wochen andauernden Gefechte an der 817 Kilometer langen Grenze haben bislang mindestens achtzig Menschen das Leben gekostet.
DEUTSCHLAND/UKRAINE/PISTORIUS - Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat eine Beteiligung der Bundeswehr an einer möglichen Friedenstruppe in der Ukraine offen gelassen. Das seien "hypothetische Überlegungen", sagte der Minister der "Zeit" einem Vorab-Bericht vom Montag zufolge. Schließlich sei Russlands Präsident Wladimir Putin noch nicht einmal zu einem Waffenstillstand bereit. Die Europäer hätten aber bereits ihre grundsätzliche Bereitschaft zu einer von Europa geführten Truppe erklärt. Damit seien jetzt die USA am Zug. Sie müssten sich maßgeblich an Sicherheitsgarantien beteiligen.
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SNAPSHOT MÄRKTE:
DEVISEN
Währungen | Kurse um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Euro/DollarEUR= | 1,1774 | +0,1% |
Pfund/DollarGBP= | 1,3486 | +0,2% |
Dollar/FrankenCHF= | 0,7896 | -0,3% |
Euro/Franken | 0,9298 | -0,1% |
Dollar/YenJPY= | 155,99 | -0,7% |
Bitcoin/DollarBTC= | 87.719,38 | -0,6% |
Ethereum/DollarETH= | 2.974,34 | -0,4% |
| Kurs um 07:00 Uhr | EZB-Fixing am 22.12.2025 |
Euro/PfundEURGBP= | 0,8727 | 0,8742 |
US-AKTIEN
Schlusskurse der US-Indizesam Montag | Stand | Veränderung in Prozent |
Dow Jones.DJI | 48.362,68 | +0,5% |
Nasdaq.IXIC | 23.428,83 | +0,5% |
S&P 500.SPX | 6.878,49 | +0,6% |
ASIATISCHE AKTIEN
Asiatische Aktienindizes am Dienstag | Kurse um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Nikkei.N225 | 50.351,76 | -0,1% |
Topix.TOPX | 3.419,62 | +0,4% |
Shanghai.SSEC | 3.919,64 | +0,1% |
CSI300.CSI300 | 4.620,26 | +0,2% |
Hang Seng.HSI | 25.759,84 | -0,2% |
Kospi.KS11 | 4.116,55 | +0,3% |
EUROPÄISCHE AKTIEN
Schlusskurse europäischer Aktien-Indizes und -Futures am Montag | Stand |
Dax.GDAXI | 24.283,97 |
EuroStoxx50.STOXX50E | 5.743,69 |
SMI.SSMI | 13.163,66 |
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Indikationen | Stand |
Dax bei Lang & SchwarzDAX=LUSG | 24.301,00 |
Late/Early-Dax.GDAXIL | 24.260,16 |
SMI-FutureFSMIc1 | 13.083,00 |
ANLEIHEN
Anleihe-Futures | Stand |
|
Bund-FutureFGBLc1 | 127,17 |
|
T-Bond-FutureUSc1 | 115,41 |
|
Gilt-FutureFLGc1 | 92,49 |
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Anleihe-Renditen | Stand | Schluss-Rendite am am 22.12.2025 |
10-jährige BundesanleiheDE10YT=RR | 2,903% | 2,907% |
30-jährige BundesanleiheDE30YT=RR | 3,546% | 3,538% |
10-jährige US-AnleiheUS10YT=RR | 4,155% | 4,171% |
30-jährige US-AnleiheUS30YT=RR | 4,824% | 4,843% |
10-jährige brit. AnleiheGB10YT=RR | 4,519% | 4,537% |
30-jährige brit. AnleiheGB30YT=RR | 5,277% | 5,272% |
Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: [DBT GVD]
ROHSTOFFE
Energie und Metalle | Preise um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Brent-ÖlLCOc1 ($/Barrel) | 61,87 | -0,3% |
WTI-ÖlCLc1 ($/Barrel) | 57,78 | -0,4% |
US-Erdgas ($/MMBTU) | 4,0170 | +1,3% |
GoldXAU= ($/Feinunze) | 4.474,99 | +0,7% |
KupferCMCU3 ($/Tonne) | 11.896,50 | -0,2% |
Zusatzinfo zu den Rohstoffmärkten unter: .CDE
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