
08. Dez (Reuters) - Oppenheimer Asset Management hat am Montag ein Ziel von 8.100 Punkten für den S&P 500 Index .SPX zum Jahresende 2026 festgelegt und damit die optimistischste Prognose unter den großen Wall Street-Brokern abgegeben, wobei die Erwartung starker Unternehmensgewinne und einer weiterhin robusten US-Wirtschaft angeführt wurde.
Die Zielvorgabe impliziert ein Aufwärtspotenzial von 18 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs des S&P 500 von 6.870,40 Punkten und geht davon aus, dass der Gewinn je Aktie 305 Dollar erreichen wird.
Zum Vergleich: Die Deutsche Bank prognostiziert für den Index 8.000 Punkte (link) und einen Anstieg der US-Aktien um etwa 12 Prozent (link) bis zum Ende des nächsten Jahres, wie eine Reuters-Umfrage unter Aktienstrategen im November ergab.
"Die bisher in diesem Jahr und im laufenden Quartal veröffentlichten Wirtschaftsdaten deuten für uns weiterhin auf die Nachhaltigkeit des Wirtschaftswachstums hin, das sich in einer Zeit des Umbruchs in der Marktgeschichte als widerstandsfähig, wenn nicht gar robust erwiesen hat", so die Oppenheimer-Strategen um John Stoltzfus in einer Mitteilung.
Der Index hat in diesem Jahr rund 16,8 Prozent zugelegt, was auf den Optimismus der Anleger in Bezug auf künstliche Intelligenz, robuste Unternehmensgewinne und die Erwartung sinkender Zinssätze zurückzuführen ist - trotz der Befürchtungen einer Marktblase und hoher Technologiebewertungen.
Mega-Cap-Technologienamen wie Nvidia NVDA.O, Microsoft MSFT.O und Alphabet GOOGL.O bleiben die Haupttreiber der Rallye, die durch beispiellose Investitionen in KI unterstützt wird.
Oppenheimer bleibt für US-Aktien positiv gestimmt, wobei die Tendenz eher zu zyklischen Aktien als zu defensiven Sektoren geht.
Das Brokerhaus erwartet außerdem, dass die US-Notenbank in dieser Woche eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vornehmen wird, gefolgt von einer oder zwei weiteren Senkungen im nächsten Jahr, falls die Inflation in Grenzen bleibt.