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Kupfer unter Druck – doch China hält die Nachfrage am Leben

FXStreetFeb 9, 2026 6:32 AM

Die Rohstoffstrategin Barbara Lambrecht von der Commerzbank sieht den Kupferpreis kurzfristig durch steigende Lagerbestände an den Terminbörsen sowie durch die erhöhte Volatilität am gesamten Metallmarkt belastet. Mittel- bis langfristig bleibt sie jedoch zuversichtlich. Hintergrund sind deutlich gestiegene Investitionen in den chinesischen Stromnetzausbau sowie Branchenprognosen, die auf ein verlangsamtes Angebotswachstum und einen Ausbau staatlicher Reserven hindeuten. Dies stütze die Erwartung an eine anhaltend robuste Nachfrage trotz der aktuellen Belastungsfaktoren.

Lagerdruck trifft strukturelle Nachfrage

„Die Preise für Basismetalle stehen nicht nur wegen Gegenwinds aus dem Edelmetallsektor unter Druck, auch die fundamentale Lage hat sich zuletzt eher negativ entwickelt. Das gilt insbesondere für Kupfer.“

„Ungeachtet der aktuellen Belastungen sehen wir jedoch zwei Faktoren, die für eine nachhaltige Unterstützung sorgen: Positiv ist, dass Chinas Energieunternehmen, die für den Netzausbau verantwortlich sind und vermutlich zu den größten Kupferverbrauchern zählen, im Januar von einem Anstieg ihrer Investitionsausgaben um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr berichtet haben.“

„Das zeigt, dass der Ausbau der Stromnetze tatsächlich deutlich vorangetrieben wird, wie angekündigt.“

„Zweitens prognostizierte der chinesische Branchenverband China Nonferrous Metals Industry Association auf seiner Jahreskonferenz für das laufende Jahr nur noch ein Produktionswachstum von 5 Prozent, nach 10 Prozent im Vorjahr. Zudem rief der Verband erneut dazu auf, die staatlichen Kupferreserven weiter aufzustocken.“

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