
Gold (XAU/USD) überschreitet während der asiatischen Sitzung am Montag die psychologische Marke von 5.000 USD als Reaktion auf die Daten vom Wochenende, die zeigen, dass die People's Bank of China (PBOC) ihren Kaufrausch im Januar zum 15. Mal verlängert hat. Darüber hinaus ziehen dovishe Erwartungen an die US-Notenbank (Fed) und Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Zentralbank den US-Dollar (USD) zum zweiten Mal in Folge nach unten, was dem zinslosen gelben Metall zusätzlichen Auftrieb verleiht. Trotz einer Kombination unterstützender Faktoren bleibt der Rohstoff unter dem Hoch der letzten Woche.
Anzeichen für eine Entspannung der Spannungen im Nahen Osten steigern die Risikobereitschaft der Anleger, was sich in einer allgemein positiven Stimmung an den Aktienmärkten zeigt. Dies wird wiederum als Gegenwind für das sichere Gold angesehen. Händler scheinen auch zögerlich zu sein, aggressive Richtungswetten abzuschließen, und entscheiden sich, auf die wichtigen US-Makrodaten dieser Woche zu warten – den verzögerten Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht am Mittwoch und die neuesten Verbraucherpreisdaten am Freitag. Die entscheidenden Daten werden Hinweise auf den Zinssenkungspfad der Fed geben, der den USD und das XAU/USD-Paar beeinflussen wird.
Das Edelmetall flirtet mit dem entscheidenden Widerstand des 200-Stunden-Simple Moving Average (SMA), und eine anhaltende Stärke darüber wird als neuer Auslöser für bullische Händler angesehen. Die MACD-Linie bleibt über der Signallinie und über null, während das positive Histogramm sich zusammenzieht, was auf nachlassendes Aufwärtsmomentum hindeutet.
Der Relative Strength Index (RSI) zeigt 64 (bullisch) an, ohne überkauft zu sein. Der 200-Stunden-SMA fällt, hält den intraday Ton und wirkt als unmittelbarer Widerstand. Ein nachhaltiger Schlusskurs über dem 200-Perioden-SMA würde die kurzfristige Perspektive verbessern, während eine Ablehnung dort die Verkäufer im Kontrollmodus halten würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.