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UKRAINE-TICKER-Selenskyj erwartet Aussetzung einwöchiger Bombenangriffe auf Kiew

ReutersJan 29, 2026 7:46 PM

- Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

20.35 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet mit der Umsetzung einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Aussetzung der Angriffe auf Kiew und andere Großstädte. "Wir erwarten, dass die Vereinbarungen umgesetzt werden", schreibt Selenskyj auf X. Dies sei auch bei den Verhandlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Thema gewesen. Deeskalatierungen tragen zu Fortschritten zur Beendigung des Krieges bei, heißt es in dem Beitrag weiter.

18.35 Uhr - Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, die Angriffe auf Kiew für eine Woche auszusetzen. "Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew und verschiedene Städte zu schießen, und er hat dem zugestimmt", sagt Trump bei einer Kabinettssitzung. Als Grund nennt er die außergewöhnliche Kälte in der Region. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

17.08 Uhr - Die Europäische Union hat Russland wegen des Risikos von Geldwäsche auf ihre schwarze Liste gesetzt. "Dies wird Transaktionen mit russischen Banken verlangsamen und verteuern", sagt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Die Aufnahme auf die Liste verpflichtet Banken und andere Unternehmen in der EU, bei Finanzgeschäften mit dem betreffenden Land verstärkte Sorgfaltsprüfungen vorzunehmen.

15.24 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz sieht derzeit keine Notwendigkeit für einen direkten Kontakt mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er sei sehr skeptisch, ob Russland wirklich bereit zu einem Friedensschluss und einem Waffenstillstand sei, sagt Merz. "Deswegen werden wir unseren Druck auch aufrechterhalten müssen, auch die Sanktionen aufrechterhalten müssen - wo immer möglich, auch verstärken." Man wisse um die Vorbereitung und den Verlauf der Gespräche zwischen der Ukraine und Russland. "Insofern sehe ich im Augenblick keine Notwendigkeit, zusätzliche Gesprächskanäle zu eröffnen", fügt der Kanzler auf die Frage nach einem Gespräch mit Putin hinzu.

13.40 Uhr - Die ukrainische Notenbank senkt angesichts der nachlassenden Inflation ihren Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf 15,0 Prozent. Zudem gebe es mehr Klarheit über internationale Finanzhilfen in diesem Jahr, teilt die Zentralbank mit. Die Entscheidung werde die Anpassung der Wirtschaft an die Herausforderungen des Krieges erleichtern, sagt Notenbankchef Andrij Pyschnyj. Insbesondere werde die Kreditvergabe gestützt. Die Inflationserwartungen blieben jedoch wegen der Zerstörungen im Energiesektor nach den russischen Angriffen hoch. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die Notenbank mit einer Teuerungsrate von rund 7,5 Prozent und einem Wirtschaftswachstum wie im Vorjahr von 1,8 Prozent.

12.10 Uhr - Russland kritisiert die US-Sanktionen gegen den russischen Ölkonzern LukoilLKOH.MM als illegal und inakzeptabel. "Sie wissen, dass wir Sanktionen für illegal und inakzeptabel halten", sagt der Sprecher des Präsidialamtes in Moskau, Dmitri Peskow, vor der Presse. "Das ist die Grundlage unserer Position." Die Strafmaßnahmen haben das Unternehmen gezwungen, einen Großteil seiner ausländischen Vermögenswerte an die US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle GroupCG.O zu veräußern. Diesen Schritt von Lukoil kommentiert Peskow allerdings nicht. Das seien unternehmerische Vereinbarungen. "Und in diesem Fall können wir sie nicht kommentieren. Für uns ist das Wichtigste, dass die Interessen des russischen Unternehmens geschützt und gewahrt werden." Lukoil ist anders als Rosneft und Gazprom, die den russischen Energiesektor beherrschen, kein Staatskonzern.

11.55 Uhr - Russland und die Ukraine haben einem Fernsehbericht zufolge die Leichen gefallener Soldaten ausgetauscht. Die Ukraine habe die sterblichen Überreste von mehr als 1000 Soldaten erhalten, berichtet der staatliche russische Sender RT. Im Gegenzug habe die Ukraine 38 getötete russische Soldaten übergeben. Unabhängig überprüfen lässt sich der Bericht nicht. Keine der beiden Kriegsparteien macht konkrete Angaben über die Zahl ihrer verletzten oder getöteten Soldaten.

11.40 Uhr - Die russischen Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau eine weitere Ortschaft im Norden der Ukraine eingenommen. Das Dorf Bila Beresa in der Region Sumy stehe unter russischer Kontrolle. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Berichte über das Kampfgeschehen nicht. Die Region Sumy liegt nordöstlich der Hauptstadt und gleichnamigen Region Kiew an der Grenze zu Russland. Sumy grenzt nicht an den umkämpften Donbass im Osten der Ukraine, der aus den Regionen Luhansk und Donezk besteht. Zwischen Sumy und Luhansk befindet sich die Region Charkiw.

09.49 Uhr - Im Südosten der Ukraine sind bei einem russischen Drohnenangriff drei Menschen ums Leben gekommen, wie die Behörden und Rettungskräfte in der Region Saporischschja mitteilen. Ein Privatwohnhaus sei zerstört worden, mehrere Gebäude beschädigt. Insgesamt habe Russland in den vergangenen 24 Stunden 841 Angriffe gestartet auf 34 Ortschaften in der Region, teilt Gouverneur Iwan Fedorow mit. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte Russland in der Nacht 105 Drohnen ein, davon seien 84 zerstört worden.

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