tradingkey.logo

UKRAINE-TICKER-Rubio: Donezk-Frage letzter offener Punkt bei Ukraine-Gesprächen

ReutersJan 28, 2026 6:38 PM

- Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

19.26 Uhr - Die Gebietsfragen rund um Donezk im Osten der Ukraine sind nach Worten von US-Außenminister Marco Rubio der letzte verbliebene Streitpunkt bei den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Es handele sich um ein "sehr schwieriges" Thema, sagt Rubio vor einem Senatsausschuss. Bei den Folgegesprächen werde es zwar möglicherweise eine US-Präsenz geben. Die bisherigen Gesandten von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, nähmen daran aber nicht mehr teil.

17.15 Uhr - Kanzler Friedrich Merz hat der Ukraine "in diesen besonders schweren Tagen" weitere Unterstützung im Abwehrkampf gegen Russland zugesagt. "Im Rahmen eines Winterpakets haben wir zum Jahreswechsel 2025/2026 zusätzliche 160 Millionen Euro für die Ukraine eingezahlt, in den Ukraine Energy Support Fund", sagt Merz. Damit könnten dringend benötigte Technologien für die Wärmeversorgung beschafft werden, weil Russland systematisch versuche, die Energieversorgung für die Zivilbevölkerung zu zerstören. Außerdem liefere Deutschland Blockheizkraftwerke und modulare Kesselanlagen für Kitas, Gesundheitszentren und Schulen, "die in der Ukraine vollkommen rücksichtslos durch Russland attackiert werden". Die Bundesrepublik sende zudem Luftverteidigungssysteme, Abfangdrohnen, gepanzerte Fahrzeuge und Munition. "Wir wollen, dass die Kämpfe aufhören. Wir wollen, dass Russland am Verhandlungstisch bleibt und dort auch bereit ist, diesen Angriffskrieg im Wege eines verhandelten Friedens zu beenden."

16.43 Uhr - US-Finanzminister Scott Bessent übt Kritik an dem Handelsabkommen zwischen der EU und Indien. Die Einigung zeige, dass die Europäer den Handel über die Interessen der ukrainischen Bevölkerung stellten, sagt Bessent dem Sender CNBC. Europa kaufe in Indien Raffinerieprodukte, die aus sanktioniertem russischen Öl hergestellt würden. Zudem sei die EU nicht bereit gewesen, sich den US-Sanktionen gegen Indien anzuschließen, weil sie separat über das Abkommen verhandelt habe. Die EU und Indien verständigten sich am Dienstag auf den weitreichenden Vertrag, das Zölle auf fast alle Waren abschafft und die EU-Exporte nach Indien bis 2032 verdoppeln soll.

14.45 Uhr - Die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über einen Waffenstillstand sollen am Sonntag dieser Woche fortgesetzt werden. Gastgeber für die Beratungen sei erneut Abu Dhabi, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Präsidialamt in Moskau. Am Freitag und Samstag vergangener Woche fand die erste Runde dieser trilateralen Gespräche in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, statt. Diese Beratungen wurden auf Expertenebene abgehalten.

14.15 Uhr - Die Ukraine braucht nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul eine realistische Perspektive, der Europäischen Union beitreten zu können. Dies sei "eine der entscheidenden Sicherheitsgarantien" für das Land, sagt Wadephul zu Beginn einer Regierungsbefragung im Bundestag. "Das mag per heute weit entfernt erscheinen, aber es liegt nach wie vor im Kerninteresse auch Deutschlands und von uns Europäern, dafür zu sorgen, dass dieses Land seinen Kampf gegen den russischen Aggressor gewinnen kann, dass es nicht unterliegt", sagt der Minister. "Und ich glaube, eine dauerhafte Friedensarchitektur in Europa setzt voraus, dass die Ukraine eine faire Chance hat, zur Europäischen Union beizutreten."

13.50 Uhr - Bei den Telefonaten zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump ist Russland zufolge mehrfach auch ein Treffen zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Thema gewesen. Trump habe eine solche Möglichkeit vorgeschlagen, sagt Juri Uschakow, Putins außenpolitischer Berater, im staatlichen russischen Fernsehen. Russland verweigere einen solchen Kontakt nicht. Ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj müsse aber gut vorbereitet und ergebnisorientiert sein. Russland habe ein solches Treffen nie ausgeschlossen. Wenn Selenskyj dazu bereit sei, könne er nach Moskau kommen, und seine persönliche Sicherheit sei gewährleistet. Ein nicht genannter US-Vertreter hat am Samstag gegenüber Axios erklärt, Putin und Selenskyj stünden kurz vor der Vereinbarung einer solchen Begegnung. Die USA hatten bereits ein trilaterales Treffen auf Expertenebene vermittelt, das vergangene Woche in Abu Dhabi stattfand. Diese Gespräche sollen diese Woche fortgesetzt werden. Es ist nicht das erste Mal, dass Russland die Idee eines Treffens der beiden Staatschefs in Moskau ins Spiel gebracht hat. Selenskyj lehnte diese Idee im vergangenen Jahr ab und schlug stattdessen vor, Putin solle nach Kiew kommen.

11.11 Uhr - Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht das Öllager Chocholska in der russischen Oblast Woronesch angegriffen. Dabei hätten sich Ölprodukte entzündet, teilt das Militär in einer Erklärung auf der Telegram-App mit. Es sei dichter Rauch zu beobachten. Die Folgen des Angriffs würden derzeit geprüft.

10.33 Uhr - In einem Abkommen mit den Vereinigten Staaten über den Wiederaufbau nach dem Krieg gibt es dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge Punkte, die noch eingehender besprochen werden müssen. Das Wiederaufbauabkommen ist Teil eines umfassenderen Plans zur Beendigung des fast vierjährigen Krieges mit Russland. "Die Zusammenarbeit mit der amerikanischen Seite schreitet aktiv voran, und auf ukrainischer Seite arbeiten wir mit maximaler Effizienz", schreibt Selenskyj auf der Online-Plattform X.

08.33 Uhr - Die Hafen-Infrastruktur in der Region Odessa ist nach Angaben der Behörden durch russische Drohnen beschädigt worden. Bei dem Angriff seien drei Menschen verletzt worden, teilt Regionalgouverneur Oleh Kiper über den Messaging-Dienst Telegram mit. Ein Wohnhaus und Gebäude in der Nähe eines orthodoxen Klosters seien ebenfalls beschädigt worden.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Verwandte Artikel

Tradingkey
KeyAI