
23. Jan (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
09.40 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, dass bei dem geplanten Treffen mit Vertretern Russlands und der USA in Abu Dhabi auch über Gebietsfragen im Krieg mit Russland gesprochen werden solle. Er warte auf US-Präsident Donald Trump sowie auf ein Datum und einen Ort für die Unterzeichnung des Abkommens über US-Sicherheitsgarantien, teilt Selenskyj in einem Whatsapp-Chat mit Journalisten mit. Zudem habe er mit Trump über zusätzliche Raketen für die Luftabwehr und eine freie Wirtschaftszone gesprochen.
07.33 Uhr - Nach russischen Angriffen in dieser Woche haben dem Bürgermeister von Kiew zufolge immer noch 1940 Wohnungen in der Hauptstadt keine Heizung. Sie müssten bereits zum zweiten Mal wieder an die Versorgung angeschlossen werden, schreibt Vitali Klitschko auf Telegram.
04.35 Uhr - Taiwan hat der Ukraine Gespräche zur Bekämpfung der Sanktionsumgehung angeboten. Hintergrund sind Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach Russland unerlaubt Raketenkomponenten aus Taiwan bezieht. Der taiwanische Präsident Lai Ching-te schrieb auf der Plattform X, man begrüße einen weiteren Informationsaustausch, um illegale Lieferungen über Drittländer und die verschleierte Endverwendung zu unterbinden. Eine Stellungnahme aus Kiew lag zunächst nicht vor.
04.10 Uhr - Dem Kreml-Berater Juri Uschakow zufolge hat der russische Präsident Wladimir Putin nach dem Treffen mit US-Gesandten unterstrichen, dass Russland "aufrichtig interessiert" sei an einer diplomatischen Lösung. "Bis dies erreicht ist, wird Russland weiterhin konsequent die Ziele der speziellen Militäroperation verfolgen. Dies gilt besonders auf dem Schlachtfeld (...)", so Uschakow. Die Gespräche mit Gesandten der USA bezeichnete er als "substanziell, konstruktiv und sehr offen". Sie hätten kurz vor Mitternacht am Donnerstag begonnen und dauerten etwa vier Stunden, erklärte er gegenüber Reportern.
02.40 Uhr - Russland, die USA und die Ukraine wollen sich nach Angaben des Kreml noch am Freitag in Abu Dhabi zu Sicherheitsgesprächen treffen. Die vorangegangenen Gespräche von Präsident Wladimir Putin mit US-Gesandten seien inhaltlich konstruktiv und sehr offen gewesen, so das russische Präsidialamt. Eine langfristige Einigung sei jedoch nur möglich, wenn die territoriale Frage gemäß der Vereinbarung des Alaska-Gipfels gelöst werde. Russland strebe eine diplomatische Lösung an, werde die Kämpfe aber bis dahin fortsetzen, hieß es weiter.
01.20 Uhr - Die Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und den US-Gesandten über ein Friedensabkommen für die Ukraine sind nach Angaben des Kremls beendet. Die Unterredungen in Moskau hätten mehr als dreieinhalb Stunden gedauert, teilte das russische Präsidialamt mit. An dem Treffen nahmen die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sowie der Berater von US-Präsident Donald Trump, Josh Gruenbaum, teil.
00.55 Uhr - Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf zwei Ortschaften im Südosten der Ukraine ist ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch getötet und mehr als 20 weitere Personen verletzt worden. Betroffen sind dem Gouverneur der Region Saporischschja zufolge einerseits die Ortschaft Komyschuwacha und die Industriestadt Krywyj Rih, wie Oleksandr Vilkul, Leiter der Militärverwaltung der Stadt, auf Telegram mitteilte. Die Stadt ist auch die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die Angriffe sollen Wohnhäuser, Schulen und wichtige Infrastruktur getroffen haben.