
22. Jan (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
17.05 Uhr - Sowohl Russland als auch die Ukraine müssen nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Kompromisse eingehen. Bei den für Freitag und Samstag geplanten trilateren Gesprächen in den Vereinigten Arabischen Emiraten würden Diplomaten und Militärvertreter der Ukraine, Russlands und der USA teilnehmen, sagt Selenskyj in Davos. Dass diese Gespräche stattfänden, sei ein "positiver" Schritt.
15.38 Uhr - Vertreter der Ukraine und Russlands sollen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Wochenende erstmals zu einem trilateralen Treffen mit einer US-Delegation zusammenkommen. Die Gespräche sollen am Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, sagt Selenskyj. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte zuvor angekündigt, von Moskau direkt nach Abu Dhabi fliegen zu wollen, um über einen Plan zur Beendigung des Ukrainekriegs zu beraten. Er befindet sich derzeit wie Selenskyj auf dem Wirtschaftsgipfel im schweizerischen Davos. Von dort werde er noch am Donnerstag nach Moskau reisen. Er und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sollen dann mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammenkommen.
15.25 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet sein Treffen mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump in Davos als produktiv. Er habe mit Trump über Fortschritte bei den Friedensgesprächen und Lieferungen für die Luftabwehr gesprochen, schreibt Selenskyj auf der Plattform X. Die Unterhändler beider Seiten stünden fast täglich in Kontakt, die verhandelten Dokumente seien nun "noch besser vorbereitet". Selenskyj äußert die Hoffnung, dass der Schutz des ukrainischen Luftraums weiter gestärkt werde.
15.12 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht sich für ein stärkeres Vorgehen gegen den russischen Ölhandel aus. US-Präsident Donald Trump könne Öltanker beschlagnahmen, sagt er in Davos unter Verweis auf das Vorgehen der USA gegen Venezuela. Warum könne das Europa nicht mit russischen Tankern tun, fragt er.
14.30 Uhr - US-Präsident Donald Trump spricht von einem sehr guten Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj. Die Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin laute, dass der Krieg enden müsse, sagt Trump in Davos. Eine Stellungnahme der Regierung in Kiew liegt zunächst nicht vor. Nach Angaben des US-Präsidialamts dauerte das Gespräch etwa eine Stunde.
14.25 Uhr - Das Auswärtige Amt hat nach der Festnahme einer Frau in Deutschland wegen mutmaßlicher Spionage für Russland diplomatische Schritte eingeleitet. "Spionage in Deutschland toleriert die Bundesregierung nicht - erst recht nicht unter dem Deckmantel des Diplomatenstatus", schreibt das Ministerium auf der Plattform X. "Wir haben heute den Botschafter Russlands einbestellt und ihm die Ausweisung der betreffenden Person mitgeteilt, die im Auftrag von Russland spioniert hat." Nach Informationen des "Spiegels" handelt es sich um den Verbindungsoffizier für die festgenommene Deutsch-Ukrainerin, gegen die der Generalbundesanwalt Haftbefehl erlassen hat.
13.20 Uhr - In Davos beginnt nach Angaben der Regierung in Kiew das Treffen von US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj.
12.17 Uhr - Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben das russische Ölterminal Tamanneftegas in der südlichen Region Krasnodar angegriffen. Der Generalstab nennt keine weiteren Einzelheiten, erklärt aber, die Anlage liefere Treibstoff an die russische Armee. Eine Stellungnahme Russlands liegt zunächst nicht vor.
11.08 Uhr - Die geplante Verstärkung der Nato-Präsenz in der Arktis wird nach Darstellung von Generalsekretär Mark Rutte die Unterstützung für die Ukraine nicht beeinträchtigen. Die Rahmenvereinbarung mit US-Präsident Donald Trump bedeute zwar, dass die Verbündeten mehr für die Sicherheit im hohen Norden tun müssten, sagt Rutte der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Er versichert jedoch, dass diese Anstrengungen keine Ressourcen binden werden, die für die Ukraine benötigt würden.
10.20 Uhr - Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa ist den Behörden zufolge ein 17-Jähriger getötet worden. Der Jugendliche habe bei dem nächtlichen Angriff tödliche Verletzungen erlitten, teilt der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zuvor hatte er erklärt, eine Drohne sei zwischen dem 18. und 19. Stockwerk eines Hochhauses eingeschlagen, ohne jedoch zu detonieren. 58 Menschen, darunter acht Kinder, seien aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht worden.
10.00 Uhr - Russland hat sich zurückhaltend zu den optimistischen Aussagen des US-Sondergesandten Steve Witkoff zu den Aussichten für eine Beendigung des Ukraine-Krieges geäußert. Russland schätze die Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung zwar sehr, wolle sich aber zum derzeitigen Stand der Verhandlungen nicht äußern, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Dies gelte insbesondere kurz vor Witkoffs Ankunft in Moskau und seinem Treffen mit Präsident Wladimir Putin. Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner würden wohl etwa zwischen 17.00 und 18.00 Uhr eintreffen und dann mit Putin zusammenkommen. Nach dem Treffen werde sich der Kreml dazu äußern.
09.30 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump nach Davos gereist. Die Begegnung solle um 13.00 Uhr am Rande des Weltwirtschaftsforums stattfinden, teilt ein Sprecher mit. Selenskyj hatte seine Reise nach Davos an Fortschritte in der Frage von Sicherheitsgarantien für die Ukraine und den Wiederaufbau des von Russland angegriffenen Landes geknüpft.
08.16 Uhr - Bei den Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges gibt es nach den Worten des US-Sondergesandten Steve Witkoff große Fortschritte. Er werde noch am Donnerstag nach Moskau reisen, um über eine Lösung zu sprechen, kündigt Witkoff auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos an. "Ich denke, wir haben eine Menge Fortschritte gemacht", sagte er. Die Verhandlungen seien auf eine letzte Frage reduziert. "Wenn also beide Seiten eine Lösung wollen, werden wir sie auch finden." Die Schaffung einer Freihandelszone in der Ukraine wäre Witkoff zufolge "bahnbrechend" für die Wirtschaft des Landes.
07.57 Uhr - Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist Sorgen vor einem nachlassenden Engagement der USA für die Ukraine entgegengetreten. Auf die Frage, ob US-Präsident Donald Trump zur Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine stehe, antwortet Rutte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: "Ja! Daran habe ich nie gezweifelt." Man müsse den Blick auf die Ukraine gerichtet halten und dürfe in dieser Frage nicht nachlassen, fügt Rutte hinzu.
07.43 Uhr - In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem russischen Luftangriff in dieser Woche rund 3000 Wohnblöcke weiter ohne Heizung. Dies teilt Bürgermeister Vitali Klitschko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. In der Nacht zu Donnerstag seien jedoch 227 Gebäude wieder an die Versorgung angeschlossen worden. Klitschko hatte am Dienstag mitgeteilt, dass durch einen russischen Luftangriff die Wärmeversorgung Tausender mehrstöckiger Wohnhäuser bei eisigen Temperaturen unterbrochen wurde.
03.56 Uhr - Russlands Präsident Wladimir Putin spricht mit US-Gesandten über die Verwendung eingefrorener russischer Gelder. Den russischen Nachrichtenagenturen zufolge geht es dabei um den Wiederaufbau in vom Krieg betroffenen Regionen. Putin erörtert das Thema zudem am Donnerstag mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas. Außerdem prüft das russische Außenministerium eine Einladung von US-Präsident Donald Trump zur Teilnahme an dessen vorgeschlagenem "Friedensrat"Putin sieht dies als Teil einer Nahost-Friedenslösung. Noch vor einer Entscheidung ist Moskau bereit, die geforderte eine Milliarde Dollar aus den eingefrorenen Vermögen bereitzustellen. Als Grund dafür nennt Putin die besonderen Beziehungen Russlands zum palästinensischen Volk.