
Gold (XAU/USD) verlängert seinen wöchentlichen Aufwärtstrend zum dritten Mal in Folge und erreicht während der asiatischen Sitzung am Mittwoch neue Allzeithochs. Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, frische Zölle auf acht europäische Länder zu erheben, die seinen Plan zur Übernahme Grönlands ablehnten, löst einen starken Anstieg der Volatilität aus. Darüber hinaus dämpfen anhaltende geopolitische Unsicherheiten die Risikobereitschaft der Anleger und steigern weiterhin die Nachfrage nach dem traditionellen sicheren Hafen-Rohstoff.
Der Momentum hebt das Edelmetall in der letzten Stunde auf das Niveau von 4.850 USD und wird zusätzlich durch den vorherrschenden bärischen Ton rund um den US-Dollar (USD) unterstützt. Trumps Zollbedrohungen haben den sogenannten 'Sell America'-Handel wiederbelebt und den USD am Dienstag auf ein fast zweiwöchiges Tief gedrückt. Allerdings helfen reduzierte Wetten auf eine aggressivere geldpolitische Lockerung durch die US-Notenbank (Fed), weitere Verluste des USD zu begrenzen und könnten das nicht verzinsliche Gold inmitten kurzfristiger überkaufter Bedingungen deckeln.
Der letzte Anstieg bestätigt einen frischen bullischen Ausbruch durch das obere Ende des aufsteigenden Kanals des Monats. Eine anschließende Stärke über die Marke von 4.800 USD validiert die konstruktive Aussicht und unterstützt die Argumentation für eine Fortsetzung des gut etablierten Aufwärtstrends. Die MACD-Linie liegt über der Signallinie, wobei beide über null liegen, was auf ein sich verstärkendes bullisches Momentum hinweist; das positive Histogramm weitet sich aus und verstärkt den optimistischen Ton.
Der RSI bei 81 (überkauft) warnt vor überdehnten Bedingungen, die kurzfristige Folgemaßnahmen deckeln und eine Konsolidierung einladen könnten. Sollte der Momentum abkühlen, während der MACD im positiven Bereich bleibt, wird erwartet, dass Käufer Interesse in der Nähe der Unterstützung des Kanals zeigen, die wiederum korrigierende Rücksetzer abfangen sollte. Umgekehrt würde ein nachhaltiges positives MACD-Profil und ein RSI, der über 70 bleibt, die Käufer in Kontrolle halten und die Aufwärtsbewegung verlängern.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.