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Merz sieht große Dynamik für deutsche Firmen in Indien

ReutersJan 13, 2026 8:13 AM

- Bundeskanzler Friedrich Merz sieht Indien als immer wichtigeren Knotenpunkt für die technologische Entwicklung der deutschen Industrie. "Hier ist beeindruckende Fachkompetenz konzentriert. Es ist eine unglaubliche Dynamik, die wir hier auch in der wirtschaftlichen Entwicklung sehen", sagte Merz am Dienstag bei einem Besuch des Bosch-Standorts im indischen Bangalore. Bei Bosch, das seit mehr als 100 Jahren in Indien aktiv sei, seien mittlerweile 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Merz informierte sich an dem Standort etwa über die dortige Entwicklung der Wasserstofftechnologie für Lkw sowie den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Industrieanwendungen.

Aber auch der Softwarekonzern SAP beschäftige heute bereits 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Indien, sagte Merz. Es entstehe gerade ein zweiter Campus, in dem weitere 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgenommen werden sollten. "Also Sie sehen, welche Dynamik sich hier entwickelt." Auch Siemens Healthineers und die Pharmaindustrie sähen große Chancen.

Der Kanzler verwies darauf, dass in Indien zurzeit rund 250.000 Menschen an Deutschkursen teilnähmen. "Das ist der Standort auf der Welt mit der zweithöchsten Zahl an Deutschkursen." Die Goethe-Institute könnten sich mit ihren Deutschkursen selbst tragen. Es gebe keinen Standort auf der Welt, in dem mehr deutsche Visa ausgestellt würden als in Bangalore mit 40.000 Visa im Jahr.

Am Montag hatte der Energiekonzern UniperUN0k.DE in Indien einen Abnahmevertrag für jährlich bis zu 500.000 Tonnen Ammoniak unterzeichnet. In Deutschland könnte das Ammoniak in Wasserstoff umgewandelt oder für die Dünger- und Chemieindustrie genutzt werden.

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