
Chinas Netto-Goldimporte aus Hongkong sind im November auf 16,2 Tonnen gestiegen und haben sich damit gegenüber dem schwachen Oktoberwert verdoppelt. Im längerfristigen Vergleich blieben die Einfuhren jedoch niedrig, was auf eine gedämpfte Nachfrage hindeutet, wie der Rohstoffanalyst Carsten Fritsch von Commerzbank feststellt.
„Ende Dezember veröffentlichte das Statistikamt Hongkongs Daten zum Goldhandel zwischen Hongkong und China für den Monat November. Demnach stiegen Chinas Netto-Goldimporte aus Hongkong auf 16,2 Tonnen und lagen damit doppelt so hoch wie im ausgesprochen schwachen Vormonat. Im Vergleich zu den Monaten davor blieben die Importe jedoch weiterhin niedrig.“
„Das zeigt sich auch an den Bruttozahlen, die mit 30,2 Tonnen auf dem niedrigen Oktoberniveau verharrten. Die Exporte hingegen fielen nach dem Anstieg im Oktober wieder auf das Niveau der Vormonate von gut 14 Tonnen zurück. In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 beliefen sich die Nettoimporte auf 191,7 Tonnen und lagen damit um 45,5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.“
„Die Exporte stiegen auf mehr als das Doppelte des Vorjahresniveaus, während die Importe um ‚nur‘ 11 Prozent zurückgingen. Der starke Anstieg des Goldpreises im vergangenen Jahr bremste die chinesische Importnachfrage und führte zugleich zu höheren Exporten, da die Nachfrage schwächer ausfiel. Daten aus der Schweiz hatten bereits ein ähnliches Bild gezeigt, mit deutlich geringeren Goldlieferungen nach China und Hongkong im vergangenen Jahr.“