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Trump drängt Ölkonzerne zu Milliarden-Investitionen in Venezuela - Branche skeptisch

ReutersJan 10, 2026 12:00 AM

- US-Präsident Donald Trump hat sich am Freitag mit den Chefs einiger der weltgrößten Ölkonzerne getroffen und sie zu Investitionen in Höhe von 100 Milliarden Dollar in Venezuela gedrängt. Ziel sei es, die Energiebranche des Landes nach der Festnahme von Staatschef Nicolas Maduro wieder aufzubauen und die Ölförderung massiv auszubauen. "US-Konzerne werden die Gelegenheit haben, die verrottende Energie-Infrastruktur Venezuelas wieder aufzubauen", sagte Trump zu Beginn des Treffens im Weißen Haus. Zudem lobte er eine Vereinbarung mit der venezolanischen Übergangsführung über die Lieferung von 50 Millionen Barrel Rohöl an die USA.

Die großen Ölkonzerne zögern jedoch, sich wegen der hohen Kosten und der politischen Instabilität zu großen, langfristigen Investitionen in Venezuela zu verpflichten. Exxon-Chef Darren Woods bezeichnete Venezuela bei dem Treffen als derzeit "nicht investierbar". "Unsere Vermögenswerte wurden dort zweimal beschlagnahmt", sagte er. Während die Branchenriesen skeptisch sind, zeigten sich bei dem Treffen anwesende kleinere, unabhängige Unternehmen bereit, in dem Land zu investieren. ChevronCVX.N, der einzige US-Ölmulti, der noch in dem Land tätig ist, bekräftigte sein Engagement.

US-Streitkräfte hatten am 3. Januar den venezolanischen Staatschef Maduro in der Hauptstadt Caracas gefasst. Trump hat Öl zur Priorität seiner Strategie für das südamerikanische Land erklärt. Die Skepsis der Konzerne rührt auch daher, dass ExxonXOM.N und ConocoPhillipsCOP.N Venezuela vor fast 20 Jahren verlassen hatten, nachdem ihre Vermögenswerte verstaatlicht worden waren. Trump sagte bei dem Treffen, die USA würden den Konzernen zudem Schutz für Personal und Anlagen sowie finanzielle Garantien für ihre Investitionen in Aussicht stellen. Zudem hatte Energieminister Chris Wright die Möglichkeit ins Spiel gebracht, die US-Export-Import-Bank zur Finanzierung großer Ölprojekte einzusetzen.

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