
07. Jan (Reuters) - Die USA haben bei einem Militäreinsatz in Venezuela Machthaber Nicolas Maduro in ihre Gewalt gebracht und nach New York in ein Gefängnis gebracht. Es folgen wichtige Entwicklungen:
16.00 Uhr - Die Regierung in Moskau bezeichnet die Beschlagnahmung eines unter russischer Flagge fahrenden Öltankers im Atlantik durch die USA als Verletzung des Seerechts. Dies sei ein Verstoß gegen das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen von 1982, erklärt das russische Verkehrsministerium. Der Kontakt zu dem Schiff mit dem Namen "Marinera" sei abgebrochen, nachdem US-Marinekräfte an Bord gegangen seien.
13.53 Uhr - Erstmals hat die Bundesregierung vorsichtige Kritik am US-Militäreinsatz in Venezuela geäußert: Die US-Regierung habe nach Ansicht der Bundesregierung nicht ausreichend begründet, warum ihre Militäraktion konform mit dem Völkerrecht sein soll, sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius mit Hinweis auf den UN-Sicherheitsrat. Zugleich betont der Regierungssprecher aber, dass eine Gesamtbeurteilung der Festsetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro rechtlich weiter sehr schwierig sei. Maduro war in die USA gebracht worden, wo er vor Gericht gestellt wird.
13.40 Uhr - Die USA versuchen Insidern zufolge nach einer mehr als zweiwöchigen Verfolgungsjagd, einen mit Venezuela in Verbindung stehenden Öltanker auf dem Atlantik zu beschlagnahmen. An der Operation seien die Küstenwache und das US-Militär beteiligt, sagen zwei US-Beamte der Nachrichtenagentur Reuters. Russische Militärschiffe, darunter ein U-Boot, befänden sich in der Nähe. Ein weiterer Tanker sei in lateinamerikanischen Gewässern abgefangen worden.
04.41 Uhr - China kritisiert die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die USA scharf. Die Regierung in Washington führe sich wie ein Welt-Richter auf, sagt der chinesische Außenminister Wang Yi. US-Spezialkräfte hatten Maduro am 2. Januar festgenommen, nur Stunden nachdem dieser einen chinesischen Sondergesandten getroffen hatte. Der Vorfall verschärft den Konflikt der beiden Mächte um Einfluss in Lateinamerika. Die US-Regierung strebt eine von feindlichen ausländischen Eingriffen freie Region an, während China sich als Entwicklungspartner positioniert. Peking kündigt an, die Rechtmäßigkeit des Vorgehens bei den Vereinten Nationen zur Sprache zu bringen.
03.00 Uhr - Russland eskortiert einem Medienbericht zufolge einen Öl-Tanker mit einem U-Boot und weiteren Marineschiffen. Dies berichtet das "Wall Street Journal" und verweist dabei auf einen US-Regierungsvertreter. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht bestätigen.
02.50 Uhr - Die USA übernehmen nach den Worten von Präsident Donald Trump 30 bis 50 Millionen Barrel Öl aus Venezuela. Zuvor war der venezolanische Präsident Nicolas Maduro am Wochenende von US-Streitkräften festgenommen worden. Das Öl werde zum Marktpreis verkauft, schreibt Trump auf einer Social-Media-Plattform. Er werde das Geld kontrollieren, um sicherzustellen, dass es den Menschen in Venezuela und den USA zugutekomme.