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Trump: USA haben milliardenschwere Öllieferungen aus Venezuela vereinbart

ReutersJan 7, 2026 8:11 AM

- Die USA haben Präsident Donald Trump zufolge nach der Gefangennahme von Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro ein Abkommen mit dem südamerikanischen Land über Öllieferungen in die Vereinigten Staaten geschlossen. Demnach soll Rohöl im Wert von bis zu zwei Milliarden Dollar in US-Häfen verschifft werden, wie Trump am Dienstagabend mitteilte. Dabei handele es sich 30 bis 50 Millionen Barrel Öl, die Venezuela bislang wegen US-Sanktionen nicht exportieren konnte. Dieses Öl werde zum Marktpreis verkauft. "Ich als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werde über dieses Geld verfügen, um sicherzustellen, dass es dem venezolanischen Volk und den Vereinigten Staaten zugutekommt", erklärte Trump in einem Beitrag in sozialen Medien. Die US-Ölpreise gaben nach der Ankündigung um mehr als 1,5 Prozent nach.

Mit dem Abkommen dürfte Lieferungen an China, den bisherigen Hauptabnehmer von Öl aus Venezuela, in die USA umleiten. Zudem könnte dadurch eine weitere Drosselung der Ölförderung in Venezuela vermieden werden, da die Lagerkapazitäten des Landes erschöpft sind.

Venezuela verfügt über Millionen Barrel Öl auf Tankern und in Lagern, die es wegen einer von Trump Mitte Dezember verhängten Blockade nicht ausführen konnte. Die Blockade war Teil des zunehmenden Drucks der US-Regierung auf Maduro, der am Wochenende von US-Streitkräften bei einer überraschenden Militärintervention gefangen genommen wurde. Die USA werfen Maduro unter anderem Drogen-Terrorismus vor. Maduro hat die Vorwürfe zurückgewiesen und sie als Vorwand bezeichnet, sich die Ölreserven Venezuelas anzueignen. Trump drohte der Interimsführung in Caracas mit weiteren Militärschlägen, sollte sie nicht kooperieren und den Forderungen der USA nachkommen. Derzeit wird der Ölfluss in die USA vollständig von ChevronCVX.N kontrolliert. Der Konzern ist der einzige, der im Rahmen einer US-Genehmigung in den vergangenen Wochen ununterbrochen Öl aus dem südamerikanischen Land verschifft hat.

Es war zunächst unklar, ob Venezuela Zugang zu den Erlösen aus den Lieferungen in die USA haben wird. Wegen der Sanktionen ist der staatliche Ölkonzern PDVSA vom globalen Finanzsystem ausgeschlossen. Einem Reuters-Bericht zufolge haben US-Vertreter und venezolanische Unterhändler auch über mögliche Verkaufsmechanismen wie Auktionen oder die Erteilung von Lizenzen an Geschäftspartner von PDVSA gesprochen. Dazu gehören neben Chevron auch der indische Konzern RelianceRELI.NS sowie die europäischen Konzerne EniENI.MI und RepsolREP.MC.

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