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VENEZUELA-TICKER-Insider: US-Ölkonzern-Chefs ab Donnerstag im Weißen Haus erwartet

ReutersJan 6, 2026 8:43 PM

- Die USA haben bei einem Militäreinsatz in Venezuela Machthaber Nicolas Maduro in ihre Gewalt gebracht und nach New York in ein Gefängnis gebracht. Es folgen wichtige Entwicklungen:

21.30 Uhr - Die Chefs von US-Ölkonzernen werden Insidern zufolge möglicherweise bereits am Donnerstag im Weißen Haus zu Gesprächen über Investitionen in Venezuela erwartet. Der genaue Zeitpunkt und Einzelheiten würden noch besprochen, sagten drei mit der Planung vertraute Personen. Präsident Donald Trump hat erklärt, dass US-Ölkonzerne nach Venezuela zurückkehren und die Infrastruktur des Sektors wieder aufbauen sollen. Am Sonntag sagte er, er habe mit allen US-Ölkonzernen vor und nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela über Investitionspläne beraten. Früheren Angaben von Insidern zufolge waren dagegen führende Unternehmen wie Exxon MobilXOM.N, ConocoPhillipsCOP.N oder ChevronCVX.N nicht in die Einsatzpläne eingebunden.

20.29 Uhr - Vertreter Venezuelas und der Regierung in Washington beraten Insidern zufolge über die Ausfuhr von venezolanischem Rohöl in die USA. Dies erfährt die Nachrichtenagentur Reuters von fünf mit der Angelegenheit vertrauten Personen aus Regierung, Industrie und Schifffahrt.

20.23 Uhr - US-Innenminister Doug Burgum widerspricht der Darstellung von Experten, dass ein Hochfahren der venezolanischen Ölförderung Jahre benötigen dürfte. "Einige Maßnahmen könnten sehr schnell umgesetzt werden", sagt Burgum dem Sender Fox. "Die geschäftlichen Möglichkeiten hier sind wirklich enorm." Dagegen sagt Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffanalyse bei Goldman Sachs, es sei kaum vorstellbar, die Förderung im nächsten Jahr um mehr als 300.000 bis 400.000 Barrel pro Tag zu steigern. Grund sei der marode Zustand der Infrastruktur. Es werde bis zum Ende des Jahrzehnts dauern, bis Venezuela eine Fördermenge von 1,5 Millionen bis zwei Millionen Barrel pro Tag erreiche.

19.30 Uhr - Der spanische Regierungschef Pedro Sanchez hat den USA schwere Vorwürfe nach der Militäraktion in Venezuela gemacht. Die Vereinigten Staaten hätten einen "schrecklichen und sehr gefährlichen Präzedenzfall" in Venezuela geschaffen, sagt der Sozialist. Washingtons einziges Ziel scheine der Regierungswechsel und die Aneignung von Energieressourcen in dem südamerikanischen Land zu sein, fügt Sanchez hinzu.

16.44 Uhr - Venezuelas Generalstaatsanwalt Tarek Saab fordert von dem zuständigen US-Gericht, die Immunität von Präsident Nicolas Maduro als Staatsoberhaupt anzuerkennen. Der US-Richter müsse zudem feststellen, dass die USA für das Verfahren juristisch nicht zuständig seien. Maduro bekannte sich am Montag vor dem Gericht nicht schuldig. Der Prozess soll Mitte März fortgesetzt werden. Saab kündigt zudem eine Untersuchung der Todesfälle während der US-Militäraktion am Wochenende an, bei der Maduro gefangen genommen wurde.

16.22 Uhr - Die kolumbianischen Streitkräfte müssen Außenministerin Rosa Villavicencio zufolge eine etwaige US-Invasion abwehren. "Sollte es zu einer solchen Aggression kommen, muss das Militär das Staatsgebiet und die Souveränität des Landes verteidigen", sagt sie vor der Presse. Nach dem Völkerrecht hätten Staaten ein Recht auf Selbstverteidigung. US-Präsident Donald Trump drohte am Sonntag Kolumbien mit einem Militäreinsatz. Das Land sei "sehr krank, regiert von einem kranken Mann", sagte er unter Anspielung auf den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro. Dieser stelle Kokain her und verkaufe es in die USA, sagte Trump weiter. "Er wird das nicht mehr lange tun."

15.51 Uhr - Das venezolanische Volk muss nach russischer Darstellung sein Schicksal ohne Einmischung von außen selbst bestimmen. Das Außenministerium in Moskau begrüßt in einer Erklärung zudem die Ernennung von Delcy Rodriguez zur Interimspräsidentin. Man befürworte die Bemühungen der venezolanischen Behörden, die Souveränität und nationalen Interessen zu schützen, heißt es weiter. Russland forderte am Montag im Sicherheitsrat die Freilassung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro. Es gebe keine Rechtfertigung für die Verbrechen der USA in dem lateinamerikanischen Land, erklärte der russische UN-Vertreter.

13.20 Uhr - CSU-Parteichef Markus Söder und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann begrüßen den Sturz des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die USA. "Gut, dass Maduro weg ist. Gut, dass Maduro weg ist. Das ist das Positive", sagt Söder zum Auftakt der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon. "Er war kein Präsident, sondern ein Diktator, und wenn ein Diktator weg ist, dann ist das eine gute Nachricht", fügt Hoffmann hinzu. Denn Maduros Macht habe sich auf Wahlmanipulation gegründet. Eine Parallele der US-Intervention in Venezuela mit der Situation in der Ukraine sieht Hoffmann nicht. "Das in der Ukraine ist ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg, dem Zigtausende zum Opfer fallen, Zigtausende an Toten", sagt er. Das sei "eine Kategorie, die nicht auf der Ebene beurteilt werden kann, wie das, was wir jetzt in Venezuela erleben".

11.35 Uhr - Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen hat die US-Intervention in Venezuela als Verletzung des Völkerrechts bezeichnet. Die Weltgemeinschaft müsse klarstellen, dass ein solches Vorgehen die Staaten weltweit unsicherer mache, fordert die UN-Behörde. Das US-Vorgehen sende das Signal, dass die Mächtigen tun könnten, was immer sie wollten, sagt Sprecherin Ravina Shamdasani vor Journalisten.

08.40 Uhr - Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, hält die Beurteilung des US-Angriffs auf Venezuela auch nach vier Tagen immer noch für schwierig. "Ich glaube, man muss das der Reihe nach bewerten. Zunächst einmal muss man sagen: Da ist ein Diktator weg – und das ist per se zunächst eine gute Nachricht", sagt Hoffmann den TV-Sendern RTL/ntv. Die völkerrechtliche Bewertung sei "eine andere Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist". Man müsse das eine vom anderen trennen, so der CSU-Landesgruppenchef. Nicolas Maduro sei kein legitimer Präsident Venezuelas gewesen, weil die Wahlen manipuliert gewesen seien. Das zeige "die ganze Komplexität" dieser Frage.

02.02 Uhr - In Venezuela kehrt nach der Festnahme von Präsident Nicolas Maduro teilweise wieder Normalität ein, die Lage bleibt jedoch angespannt. Viele Geschäfte öffnen wieder, auch wenn die Straßen und Läden leerer sind als üblich. "Wir haben Angst, aber wir können uns nicht lähmen lassen", sagt die 52-jährige Unternehmerin Mariela Gonzalez. Viele Menschen seien aus finanzieller Not zur Arbeit zurückgekehrt. "Ob mit Angst oder ohne, man muss essen", sagt eine 41-jährige Fahrerin. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, die USA würden Venezuela bis zu einem politischen Übergang führen.

01.37 Uhr - Die Aktien von US-Ölkonzernen legen zu. Anleger setzen auf einen möglichen Zugang zu den riesigen Ölreserven Venezuelas. Die Papiere von ChevronCVX.N, dem einzigen großen US-Konzern, der derzeit noch in Venezuela tätig ist, steigen um fünf Prozent. Die Aktien der Raffineriebetreiber Marathon PetroleumMPC.N, Phillips 66PSX.N und Valero EnergyVLO.N gewinnen zwischen drei und neun Prozent. Auch die Papiere der Öldienstleister Baker HughesBKR.O, HalliburtonHAL.N und SLBSLB.N legen zwischen vier und neun Prozent zu. Der Ölpreis steigt um einen Dollar je Barrel.

00.45 Uhr - US-Präsident Donald Trump stellt Subventionen für Ölkonzerne in Aussicht, um die Energieinfrastruktur Venezuelas wieder aufzubauen. Ein solches Projekt könne in weniger als 18 Monaten abgeschlossen werden, sagt Trump in einem Interview mit dem Sender NBC. Die US-Regierung plant Insidern zufolge noch in dieser Woche Treffen mit Vertretern von US-Ölkonzernen, um über eine Steigerung der venezolanischen Ölförderung zu beraten. Die Regierung habe den Konzernen bedeutet, dass sie für eine Entschädigung für vor zwei Jahrzehnten verstaatlichte Vermögenswerte rasch nach Venezuela zurückkehren und erheblich investieren müssten, hatte die Nachrichtenagentur Reuters zuvor berichtet.

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