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Trump droht Venezuela nach Maduro-Gefangennahme mit weiterem Militärschlag

ReutersJan 5, 2026 2:33 AM

- US-Präsident Donald Trump hat Venezuela nach der Gefangennahme von Präsident Nicolas Maduro mit einem zweiten Militärschlag gedroht. Sollten die verbliebenen Mitglieder der Regierung seine Bemühungen nicht unterstützen, das Land zu stabilisieren, sei dies eine Option, sagte Trump am Sonntag. Maduro befindet sich in einem US-Gefängnis in New York und soll am Montag wegen Drogenhandels vor Gericht erscheinen. Die Gefangennahme hat große Unsicherheit über die Zukunft des ölreichen südamerikanischen Landes ausgelöst.

In Venezuela bezeichnete die Regierung die Gefangennahme Maduros und seiner Frau Cilia Flores als Entführung. Vizepräsidentin Delcy Rodriguez hat die Amtsgeschäfte kommissarisch übernommen und erklärt, Maduro bleibe Präsident. Verteidigungsminister Wladimir Padrino sagte im Staatsfernsehen, bei dem US-Angriff seien Soldaten, Zivilisten und ein "großer Teil" von Maduros Sicherheitsdienst "kaltblütig" getötet worden. Die Streitkräfte seien in Alarmbereitschaft versetzt worden, um die Souveränität zu verteidigen. Die kubanische Regierung teilte mit, 32 ihrer Bürger seien bei dem Einsatz ums Leben gekommen.

Die US-Regierung begründet die Festnahme Maduros mit einer Anklage wegen Drogen-Terrorismus aus dem Jahr 2020. Trump sagte jedoch zudem, US-Ölkonzerne bräuchten "uneingeschränkten Zugang" zu den riesigen Reserven des Landes. Auch die Einwanderung von Venezolanern in die USA habe bei der Entscheidung eine Rolle gespielt. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, die nächste Führung in Venezuela müsse sicherstellen, dass die Ölindustrie des Landes nicht in die Hände von US-Gegnern gerät.

Die Reaktionen auf die Gefangennahme fielen gespalten aus. In der venezolanischen Hauptstadt Caracas gab es am Sonntag von der Regierung organisierte Proteste. Maduros Gegner zeigten sich jedoch zurückhaltend. Der demokratische Mehrheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, äußerte die Sorge vor einem "endlosen Krieg". Während viele westliche Staaten Maduro ablehnen, stellten etliche die Rechtmäßigkeit der Gefangennahme eines ausländischen Staatsoberhauptes in Frage. Russland und China, beide wichtige Unterstützer Venezuelas, kritisierten die USA. Der UN-Sicherheitsrat will sich am Montag mit dem Angriff befassen.

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