
Berlin, 16. Dez (Reuters) - Die VolkswagenVOWG.DE-Tochter Audi lässt eine Entscheidung zu einer eigenen Fertigung in den USA weiter offen. Das Unternehmen prüfe verschiedene Szenarien zu einer stärkeren Lokalisierung, stets in enger Abstimmung mit dem Konzern, teilte eine Sprecherin am Montag mit. Noch liefen diese Prüfungen. "Für eine wirtschaftlich tragfähige Entscheidung einer eigenständigen US-Produktion wäre eine Unterstützung des amerikanischen Staates maßgeblich." Die USA seien neben Europa und China die dritte globale Säule des Konzerns, Audi strebe dort Wachstum an.
Audi wollte ursprünglich noch in diesem Jahr eine Entscheidung zu einer eigenständigen Fertigung in den USA treffen. Allerdings hatte zuletzt Volkswagen-Chef Oliver Blume die Erwartungen gedämpft. Maßgeblich für eine Entscheidung sei eine umfangreiche finanzielle Unterstützung des amerikanischen Staates, welche es bislang nicht gebe, hatte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gesagt. Audi ist besonders stark von den Zöllen von US-Präsident Donald Trump betroffen, weil das Unternehmen nicht über eine Produktion in den USA verfügt, sondern die Autos für den US-Markt aus Mexiko und Europa importiert.