
29. Nov (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine, der seit Beginn der großangelegten russischen Invasion im Februar 2022 andauert. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
12.55 Uhr - Die Ukraine hat nach Angaben ihres Geheimdienstes SBU zwei Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer angegriffen. Es habe sich um eine gemeinsame Aktion mit der ukrainischen Marine gehandelt, sagt ein SBU-Vertreter. Videoaufnahmen zeigten, dass beide Tanker durch die Treffer schwer beschädigt und nicht mehr funktionsfähig seien. "Dies ist ein erheblicher Schlag für den russischen Öltransport", sagt der Insider. Wann genau der Angriff stattfand, ist nicht bekannt.
12.25 Uhr - Eine ukrainische Delegation befindet sich nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf dem Weg in die USA, um Gespräche über eine mögliche Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs mit Russland fortzusetzen. Die Abordnung werde von dem Chef des Sicherheitsrats geleitet, Rustem Umjerow.
12.05 Uhr - Ein Tanker der russischen Schattenflotte ist nach Angaben des türkischen Verkehrsministeriums am Samstag zum zweiten Mal binnen weniger Stunden mit unbemannten Wasserfahrzeugen angegriffen worden. Die "Virat" habe dabei leichte Schäden erlitten, sei aber in einem stabilen Zustand und die Besatzung sei wohlauf. Der Vorfall habe sich am Morgen vor der türkischen Schwarzmeerküste ereignet, nachdem das Schiff bereits am späten Freitagabend ein erstes Mal angegriffen worden sei. Zudem dauerten den Angaben zufolge die Lösch- und Kühlarbeiten auf einem weiteren Tanker an, der im Schwarzen Meer nach einer Explosion in Brand geraten war. 25 Besatzungsmitglieder seien von der 274 Meter langen "Kairos" evakuiert worden. Am Freitag hatte die Türkei erklärt, die "Kairos" sei auf dem Weg zum russischen Hafen Noworossijsk gewesen, als sie vor der türkischen Küste eine "externe Einwirkung" gemeldet habe, die ein Feuer verursacht habe. Wer für die Vorfälle verantwortlich war, ist unklar. Sowohl die "Kairos" als auch die "Virat" unterliegen LSEG-Daten zufolge Sanktionen, die gegen Russland wegen dessen Krieg gegen die Ukraine verhängt wurden.
10.50 Uhr - Im Schwarzen Meer gibt es Betreiberangaben zufolge nach einem ukrainischen Drohnenangriff Probleme bei einer Ölverladestation. Das Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) teilt mit, es habe seinen Betrieb an einem wichtigen Ölterminal am Schwarzen Meer eingestellt. Ein Ankerpunkt sei durch den Angriff mit Marinedrohnen erheblich beschädigt worden. "Der weitere Betrieb des Ankerpunkts 2 ist nicht möglich." Bei dem Angriff wurde nach Angaben des Konsortiums niemand vom Personal oder von Vertragspartnern verletzt. Zum Zeitpunkt der Explosion habe das Notfallsystem die entsprechenden Pipelines abgeschaltet. Vorläufigen Berichten zufolge sei kein Öl ins Schwarze Meer gelangt. Das internationale Konsortium wickelt mehr als ein Prozent des weltweiten Öls ab. Es exportiert hauptsächlich Öl aus Kasachstan über Russland und den Schwarzmeer-Terminal.
09.05 Uhr - In der Ukraine müssen nach Angaben des Energieministeriums mehr als 600.000 Kunden ohne Elektrizität ausharren nach einem russischen Angriff auf das Stromnetz in der Nacht. Getroffen worden seien Anlagen in Kiew und fünf Regionen. Mehr als 500.000 der betroffenen Haushalte seien in der Hauptstadt.
08.45 Uhr - Im Süden Russlands ist nach Angaben örtlicher Behörden in einer Ölraffinerie ein Brand durch herabfallende Drohnenteile ausgelöst worden. Einige technische Anlagen auf dem Gelände der Raffinerie Afipski in der Region Krasnodar seien beschädigt worden, die Tanks seien jedoch nicht betroffen, teilt der örtliche Krisenstab mit. Das Feuer sei inzwischen eingedämmt. Das russische Verteidigungsministerium erklärt, Einheiten der Flugabwehr hätten in der Nacht über russischen Regionen 103 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört, darunter elf über Krasnodar.
08.05 Uhr - Die Ukraine ist nach Angaben ihres Außenministeriums in der Nacht erneut massiv von Russland angegriffen worden. Dabei seien zwei Menschen getötet und zwei Dutzend verletzt worden. Russland habe mit Dutzenden Marschflugkörpern und ballistischen Raketen sowie über 500 Drohnen Wohnhäuser, das Energienetz und kritische Infrastruktur beschossen. In der Hauptstadt Kiew waren die ganze Nacht über Explosionen zu hören. Außenminister Andrij Sybiha wirft Moskau vor, weiter "zu töten und zu zerstören", während die Welt Friedenspläne für den Konflikt diskutiere.
05.40 Uhr - Bei einem erneuten nächtlichen russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist ein Mensch getötet worden. Elf weitere wurden verletzt. Dies berichten örtliche Behörden. Nach Angaben der Militärverwaltung wurde die Leiche eines Bewohners aus den Trümmern eines brennenden Wohnhauses geborgen. Ein Kind sei aus demselben Gebäude gerettet worden. Nach 5.00 Uhr morgens wurde in der Hauptstadt erneut Luftalarm wegen anfliegender Drohnen ausgelöst.
02.15 Uhr - Mindestens sechs Personen sind nach Angaben ukrainischer Behörden bei dem nächtlichen russischen Angriff auf Kiew mit Drohnen und Raketen verletzt worden. In der Stadt seien Explosionen zu hören, Drohnentrümmer fielen auf die Stadt. Die Angriffe hätten mehrere Brände ausgelöst. Der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, teilt mit, in sechs Stadtteilen der Drei-Millionenstadt seien Wohnblöcke und Wohnhäuser getroffen worden. Die ukrainische Luftabwehr ist weiterhin im Einsatz.
00.43 Uhr - In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind Explosionen zu hören. Bei einem russischen Angriff mit Drohnen und Raketen auf Kiew ist nach Behördenangaben mindestens ein Wohnhaus beschädigt worden. Der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, teilt auf Telegram mit, russische Drohnen hätten ein Gebiet im Stadtzentrum sowie in den östlichen Vororten getroffen. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärt, Rettungskräfte seien in vier Stadtteile entsandt worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz.
00.18 Uhr - Nach Angaben des obersten ukrainischen Befehlshabers Olexander Syrskyj ist die Stadt Kupjansk im Nordosten der Ukraine nicht vollständig unter russischer Kontrolle. "Unsere Soldaten führen weiterhin sowohl Verteidigungs- als auch Such- und Angriffsaktionen aus", schreibt Syrskyj nach einem Besuch in der Region auf Telegram. Sie hielten zudem "die vorgesehenen Linien und verstärken den Feuerdruck, um die Versorgungswege des Feindes zu blockieren". Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstag verkündet, Kupjansk sei in russischer Hand.