Werden höhere Ölpreise US-Aktien belasten? Morgan Stanley empfiehlt Energieaktien als Absicherung
Morgan Stanleys Chef-Aktienstratege Michael Wilson warnt, dass stark steigende Ölpreise infolge geopolitischer Spannungen im Nahen Osten ein Hauptrisiko für US-Aktien darstellen. Höhere Energiepreise treiben Inflation, Anleiherenditen und Marktvolatilität, was den Druck auf die Fed erhöht und Zinssenkungen verzögert. Der negative Schock steigender Ölkosten wiegt für Unternehmen schwerer als positive Effekte. Zur Portfolio-Absicherung empfiehlt Wilson eine angemessene Gewichtung von Energieaktien wie ExxonMobil und Chevron, da diese stark mit den Ölpreisen korrelieren, höhere Cashflows generieren und den Bewertungsdruck anderer Sektoren ausgleichen können.

TradingKey – Der Chef-Aktienstratege für den US-Markt bei Morgan Stanley (MS), Michael Wilson, warnte davor, dass ein erneuter deutlicher Anstieg der Ölpreise zu einem der größten Risiken für den aktuellen US-Aktienmarkt werden könnte. Er riet Anlegern zu einer angemessenen Gewichtung von Energieaktien, um die Auswirkungen stark steigender Ölpreise auf ihre Aktienportfolios abzufedern.
Wilson ist der Ansicht, dass sich weitere Zuwächse bei den Rohölpreisen auf die Inflation und den Anleihemarkt übertragen könnten, was die Renditen von US-Staatsanleihen und die Marktvolatilität nach oben treiben und letztlich den Druck auf die Fed erhöhen würde, ihre Geldpolitik wieder zu straffen. Morgan Stanley wies kürzlich ebenfalls darauf hin, dass Ölpreise und Zinsen weiterhin zwei entscheidende Variablen für US-Aktien sind und die Risikobereitschaft am Markt beeinträchtigt werden könnte, sollten die Energiepreise weiter steigen.
Diese Sorge kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Spannungen im Nahen Osten die Energiemärkte erneut verunsichern und anhaltende Liefer- und Transitrisiken rund um die Straße von Hormus das Rohöl der Sorte Brent wieder in Richtung 90 US-Dollar treiben.
Berichten zufolge richten sich die Blicke an den Märkten weiterhin auf die Risiken im Zusammenhang mit der Straße von Hormus, während die USA neue Sanktionen gegen den Iran vorbereiten. Obwohl die Ölpreise im Tagesverlauf aufgrund von Gewinnmitnahmen nachgaben, haben sich die Versorgungssorgen nicht gelegt.
Wilson betonte, dass die Auswirkungen der Ölpreise auf den Aktienmarkt nicht symmetrisch sind. Der negative Schock steigender Rohölpreise auf die Unternehmenskosten, die Inflationserwartungen und die Zinsen wiegt in der Regel schwerer als die positiven Effekte sinkender Ölpreise. Mit anderen Worten: Der Aktienmarkt muss nicht zwingend einen deutlichen Einbruch der Ölpreise verzeichnen; solange der rasche Anstieg des Öls stoppt, könnte der Druck auf Aktien nachlassen.
Aus anlagestrategischer Sicht ist dies ein Grund dafür, dass Wilson für den Energiesektor weiterhin optimistisch gestimmt ist. Energieaktien weisen eine starke Korrelation mit der Entwicklung der Ölpreise auf. Wenn die Rohölpreise steigen, erwirtschaften Ölkonzerne in der Regel höhere Gewinne und Cashflows. Kommt es folglich zu einer unerwarteten Aufwärtsbewegung der Energiepreise, können Energieaktien den Kosten- und Bewertungsdruck anderer Sektoren bis zu einem gewissen Grad ausgleichen.
ExxonMobil (XOM) und Chevron (CVX) haben seit Jahresbeginn um mehr als 30 % zugelegt und den S&P 500 Index damit deutlich übertroffen.
Für den gesamten US-Aktienmarkt müssen die Ölpreisrisiken im Kontext des aktuellen Zinsumfelds betrachtet werden. Sollten die Rohölpreise weiter steigen, könnten sie nicht nur die Produktions- und Transportkosten der Unternehmen erhöhen, sondern auch die Inflationserwartungen neu anfachen und somit den Spielraum der Fed für Zinssenkungen begrenzen. Wilson geht davon aus, dass die Fed letztlich auf diese Veränderung reagieren muss, die Reaktion der Geldpolitik jedoch womöglich nicht sehr rasch erfolgt und der Markt zunächst eine neue Welle der Volatilität durchlaufen muss.
Daher sind die Ölpreise zu einer wichtigen Variable für die kurzfristige Entwicklung der US-Aktien geworden. Anstatt bloß darauf zu setzen, dass die Rohölpreise nicht weiter steigen, ist eine Stärkung der defensiven Ausrichtung des Portfolios – etwa durch Energieaktien, Qualitätsaktien und andere Maßnahmen – für das derzeitige Marktumfeld womöglich besser geeignet.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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