Trump behauptet, US-Iran-Abkommen weitgehend erzielt? Tatsächliche Differenzen könnten weiterhin groß sein.
Trump kündigte eine bevorstehende Übereinkunft mit dem Iran bezüglich der Straße von Hormus an, was zu einer Bitcoin-Erholung führte. Iran widerspricht jedoch der Darstellung einer "im Wesentlichen abgeschlossenen" Einigung und betont die fortbestehende Kontrolle über die Meerenge. Wesentliche Differenzen bleiben bestehen, insbesondere bei der Urananreicherung und den Schifffahrtsrechten. Die Marktmeinung ist geteilt, mit geringen Wahrscheinlichkeiten für eine baldige umfassende Einigung. Dies deutet darauf hin, dass geopolitische Risikoprämien, insbesondere für Energie- und Rohstoffmärkte, weiterhin bestehen bleiben und zu periodischen Neubewertungen führen dürften.

TradingKey - Am 23. Mai (ET) gab Trump in den sozialen Medien bekannt, dass das Abkommen zwischen den USA und dem Iran "im Wesentlichen abgeschlossen" sei und "in Kürze" bekannt gegeben werde, wobei die Bedingungen unter anderem die Öffnung der Straße von Hormus umfassen.
[Bitcoin erholte sich, nachdem er kurzzeitig unter die Marke von 75.000 $ gefallen war; Quelle: TradingKey]
Zuvor war Bitcoin am 22. Mai (ET) angesichts der Erwartung eskalierender Spannungen zwischen den USA und dem Iran unter die Schwelle von 75.000 $ gefallen, da die Trump-Administration noch eine neue Runde von Militärschlägen gegen den Iran vorbereitete. Er erholte sich nach Trumps Aussagen über ein bevorstehendes Abkommen, was die anhaltenden Auswirkungen von Risikoprämien auf die Vermögenspreise verdeutlicht.
Allerdings besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen der US-Darstellung und der tatsächlichen Haltung des Irans, da zentrale Streitpunkte in Bezug auf angereichertes Uran, die Kontrolle über die Meerenge und die strategischen Bedenken Israels weiterhin festgefahren sind.
Trumps „optimistische Rhetorik“
Trumps Beitrag sendete ein klares Signal: Er hat intensive Gespräche mit den Staats- und Regierungschefs von Saudi-Arabien, den VAE, Katar, der Türkei, Ägypten, Jordanien und Bahrain geführt und befindet sich in der "Endphase" der Ausarbeitung der endgültigen Bedingungen.
Das Weiße Haus ist zudem bestrebt, die durch steigende Ölpreise getriebene globale Inflation effektiv einzudämmen und die volatilen Finanzmärkte durch die Erwartung einer Öffnung der Straße von Hormus zu beruhigen.
Allerdings darf der Grad der Übertreibung in diesen optimistischen Erwartungen nicht ignoriert werden. In einem Gespräch mit Axios merkte Trump zudem an, dass es noch kein definitives Ergebnis darüber gebe, ob eine gute Einigung erzielt werden könne oder ob das Vorhaben komplett scheitern werde.
Der sogenannte Status „im Wesentlichen abgeschlossen“ scheint eher eine einseitige, optimistische Rhetorik Trumps unter dem doppelten Druck von Handelsfragen und geopolitischen Manövern zu sein, anstatt eines definitiven Abschlusses, bei dem sich der Staub bereits gelegt hat.
Erhebliche Differenzen bleiben bestehen: Iran weist Trumps „unvollständige“ Äußerungen zurück
Nach Trumps Post reagierte der Iran mit einer entsprechenden Antwort. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass Trumps Bemerkungen bezüglich der bevorstehenden vollständigen Wiedereröffnung der Meerenge "unvollständig" seien und der Text des Abkommens noch weit von einer endgültigen Fassung entfernt sei.
Die iranische Seite betonte, dass die Verwaltung der Meerenge, die Routenplanung, die Transitzeiten und die Genehmigungsrechte unter der vollständigen Kontrolle des Irans bleiben werden; während das Schiffsaufkommen zwar auf das Vorkriegsniveau zurückkehren könnte, bedeutet dies nicht, dass die Meerenge in einen Zustand der "freien Durchfahrt" zurückkehrt.
In der Atomfrage sind die Positionen beider Seiten sogar noch stärker polarisiert. Die USA haben den Abtransport von hochangereichertem Uran aus dem Iran als Kernbedingung für die Beendigung des Krieges gefordert, doch der Oberste Führer des Irans hat klare Anweisungen gegeben, dass die Vorräte an angereichertem Uran nicht ins Ausland verschifft werden dürfen. Hochrangige iranische Regierungsvertreter sind der Ansicht, dass der Transport von Nuklearmaterial ins Ausland dazu führen würde, dass der Iran ein entscheidendes Druckmittel in künftigen Konflikten verliert, was ihn anfälliger für Angriffe machen würde.
Was der Markt im Blick behalten sollte: Divergenzen noch weit von einer Lösung entfernt, Risikoprämie bleibt bestehen
Obwohl sich die Differenzen in den Verhandlungen verringert haben, beharren beide Seiten weiterhin auf Kernfragen wie dem Umgang mit hochangereichertem Uran und den Schifffahrtsrechten in der Straße von Hormus, was zu einem Stillstand bei den roten Linien führt.

[Die Marktwetten auf die Wahrscheinlichkeit eines Endes des US-Iran-Konflikts im Mai bleiben niedrig; Quelle: Polymarket]
Prognosedaten von Polymarket zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für den Abschluss eines dauerhaften Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran vor Juni lediglich 12 % beträgt, rund 30 % vor Juli und etwa 40 % vor August. Das Verhandlungsfenster verschiebt sich immer weiter nach hinten; wenngleich die Wahrscheinlichkeit einer Einigung mit der Zeit langsam zunimmt, besteht weiterhin eine fundamentale Kluft zwischen einem fragilen Waffenstillstand und einer echten großen Aussöhnung.
Für die Energie- und Rohstoffmärkte bedeutet ein fragmentierter Abkommensrahmen, dass die geopolitische Prämie kaum auf einmal vollständig ausgepreist werden kann; stattdessen dürften die Märkte eher in eine Unsicherheitsspanne periodischer Neubewertungen eintreten.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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