US-Verbraucherpreisindex steigt im August um 3,4 % gegenüber dem Vorjahr, da höhere Kerninflation Wetten auf Fed-Zinserhöhungen schürt
Die US-Inflationsdaten für August entsprachen den Erwartungen, zeigten jedoch einen anhaltenden Preisdruck, der maßgeblich durch gestiegene Energie- und Benzinkosten angetrieben wurde. Vor der anstehenden Fed-Entscheidung signalisieren robuste Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten eine steigende Wahrscheinlichkeit weiterer geldpolitischer Straffungen. Geopolitische Risiken und hohe Energiepreise verstärken zudem die langfristigen Inflationsrisiken. An den Finanzmärkten reagierten der US-Dollar-Index, US-Staatsanleihen und Gold volatil auf die neuen Daten, während Händler ihre Zinserwartungen entsprechend anpassten.

TradingKey – Die US-Inflationsdaten für August entsprachen weitgehend den Markterwartungen, doch der Kernpreisdruck hält an. Zusammen mit einer jüngsten Erholung der Energiepreise hat sich der Fokus des Marktes auf den Zinsentscheid der Federal Reserve in der kommenden Woche weiter verstärkt.
Die am 11. September vom US-Arbeitsministerium (Bureau of Labor Statistics) veröffentlichten Daten zeigten, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) im August im Vergleich zum Vormonat um 0,4 % und im Jahresvergleich um 3,4 % stieg, was jeweils den Markterwartungen entsprach. Der Kern-CPI, der die Preise für Lebensmittel und Energie ausschließt, stieg im Monatsvergleich um 0,3 %, lag damit über der Markterwartung von 0,2 % und verzeichnete den stärksten Monatsanstieg seit April. Im Jahresvergleich stieg er um 2,4 %, was eine Abschwächung gegenüber 2,5 % im Juli darstellt, jedoch im Rahmen der Erwartungen blieb.
Der Energiepreisindex stieg im August im Monatsvergleich um 2,1 % und verzeichnete im Jahresvergleich einen Zuwachs von 16,3 %. Unter den Komponenten stiegen die Benzinpreise im Monatsvergleich um 3,9 % und trugen damit mehr als ein Drittel zum Gesamtanstieg des CPI bei. Die Benzinpreise, die in den beiden vorangegangenen Monaten nachgegeben hatten, erholten sich wieder, sodass Energie erneut zu einem Haupttreiber für den Anstieg der US-Verbraucherpreise wurde.
Dies macht diesen CPI-Bericht für die Federal Reserve besonders entscheidend, da er der letzte wichtige Inflationsindikator vor der Zinsentscheidung der Fed in der kommenden Woche ist. Unterdessen zeigten auch die zuvor veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für August sowie der Erzeugerpreisindex (PPI), dass die US-Wirtschaft und der Preisdruck weiterhin eine gewisse Widerstandsfähigkeit aufweisen. Infolgedessen prüft der Markt erneut, ob die Fed ihre Geldpolitik weiter straffen muss.
Tatsächlich verstärkt der jüngste rasche Anstieg der Energiepreise die Unsicherheit bezüglich der Inflation. Die Rohölsorte Brent hat die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel wieder überschritten. Zusammen mit den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und den Risiken bei der Energieversorgung könnte die US-Inflation in den kommenden Monaten somit erneut unter Aufwärtsdruck geraten. Sollten die Energiekosten hoch bleiben, während sich die Preise für Kernwaren und Dienstleistungen allmählich abkühlen, könnte dies das Tempo verlangsamen, mit dem die Gesamtinflation zum 2-%-Ziel zurückkehrt.
Vertreter der Federal Reserve hatten sich zuvor hinsichtlich der Zinspolitik zurückhaltend gezeigt; einige hoben hervor, dass die Inflations- und Arbeitsmarktdaten weiter beobachtet werden müssten. Nach der nacheinander erfolgten Veröffentlichung der CPI-, PPI- und Arbeitsmarktzahlen haben sich die Markterwartungen hinsichtlich einer Zinsanpassung durch die Fed in der kommenden Woche jedoch spürbar verstärkt.
Daten des CME FedWatch Tool zeigen, dass Händler ihre Wetten auf eine Geldpolitikstraffung nach der CPI-Veröffentlichung weiter aufgestockt haben, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed in der kommenden Woche allgemein auf rund 90 % stieg.
Nach der Datenveröffentlichung zog der US-Dollar-Index kurzzeitig kräftig an, bevor er wieder unter 99 fiel, während die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ebenfalls zunächst stieg und anschließend nachgab. Gold wurde anfangs durch die steigenden Zinserhöhungserwartungen belastet und fiel erstmals seit dem 2. September kurzzeitig unter 4.300 US-Dollar pro Unze, holte die Verluste jedoch rasch wieder auf und näherte sich der Marke von 4.400 US-Dollar.

Quelle: TradingView
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
Empfohlene Artikel













Kommentare (0)
Klicken Sie auf die $-Schaltfläche, geben Sie das Symbol ein und wählen Sie eine Aktie, einen ETF oder einen anderen Ticker zum Verlinken aus.