US-Iran-Spannungen halten an, Brent-Rohöl steigt erstmals seit sechs Wochen über 95 $ pro Barrel
Die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten führt zu einem signifikanten Anstieg der Ölpreise. Am 22. stiegen WTI-Futures auf 88,17 US-Dollar und Brent-Futures durchbrachen die 95-US-Dollar-Marke. Ausgelöst durch US-Drohungen gegen iranische Atomanlagen und die iranische Vergeltungsrhetorik preisen Märkte verstärkt geopolitische Risiken und potenzielle Inflationsgefahren ein. Analysten warnen vor Angebotsrisiken und stagflationären Tendenzen. Da substanzielle Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ausbleiben, bleibt das diplomatische Fenster schmal. Die Ölpreise dürften somit kurzfristig volatil bleiben und primär auf die weitere militärische Dynamik in der Region reagieren.

TradingKey – Angesichts der sich weiter zuspitzenden Spannungen im Nahen Osten wurde der internationale Rohölmarkt erneut hart getroffen. Angetrieben von steigenden geopolitischen Risiken legten die internationalen Ölpreise am 22. kräftig zu, wobei die WTI-Rohöl-Futures ( USOIL-F) um bis zu 4,28 % auf 88,17 US-Dollar pro Barrel stiegen; die Brent-Rohöl-Futures ( UKOIL-F) die Marke von 95 US-Dollar pro Barrel durchbrachen und damit erstmals seit dem 11. Juni wieder auf dieses Niveau zurückkehrten.

Quelle: TradingView

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Harte Haltung der USA und des Iran, Konfliktrisiko nimmt weiter zu
Während des ASEAN-Außenministertreffens auf den Philippinen betonte US-Außenminister Marco Rubio, dass die USA diplomatischen Wegen weiterhin Priorität einräumen. Zugleich warf er dem Iran vor, gegen früheren Konsens zur Sicherheit von Meerengen verstoßen zu haben, und warnte, dass die USA die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Interessen der USA und ihrer Verbündeten ergreifen werden, sollte Teheran keine Absicht zu ernsthaften Verhandlungen zeigen.
Unterdessen haben die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Trump die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erneut von der Straße von Hormus auf die iranische Atomfrage gelenkt.
Er erklärte, dass die USA die jüngsten Entwicklungen in den Atomanlagen des Iran genau beobachten. Sollte der Iran den Bau entsprechender Atomanlagen wieder aufnehmen, würden die USA nicht zögern, Angriffe zu starten, die sich nicht nur gegen die sogenannte unterirdische Atomanlage „Kuh-e Kolang Gaz“ richten würden, sondern auch gegen alle Ziele, die dem iranischen Atomprogramm dienen könnten.
Der Iran reagierte prompt. Das zentrale Hauptquartier Khatam al-Anbiya der iranischen Streitkräfte erklärte, dass jeder US-Angriff auf iranische Atomanlagen als eine weitere Eskalation des regionalen Konflikts gewertet würde und eine militärische Reaktion größeren Ausmaßes auslösen könnte. Angesichts der sich weiter zuspitzenden Rhetorik auf beiden Seiten wachsen an den Märkten die Sorgen vor einer weiteren Verschlechterung der Lage im Nahen Osten.
Die von Trump erwähnte Anlage „Kuh-e Kolang Gaz“ liegt rund 220 Kilometer südlich von Teheran und ist nur etwa 2 Kilometer von der Urananreicherungsanlage Natanz entfernt. Natanz wurde im Zuge mehrerer vergangener regionaler Konflikte zweimal angegriffen, und der Bau der Anlage „Kuh-e Kolang Gaz“ wurde initiiert, nachdem Natanz beschädigt worden war.
Öffentlich zugänglichen Informationen zufolge begann der Bau des Projekts im Jahr 2020. Der Iran hofft, die natürliche Gebirgsbarriere zu nutzen, um eine sicherere Atomanlage für die Produktion und den Einsatz fortschrittlicher Zentrifugen zu errichten.
Eine Analyse des US-Thinktanks Institute for Science and International Security (ISIS) legt nahe, dass die Anlage mehr als 100 Meter tief unter der Erde liegt, mehrere Ein- und Ausgänge besitzt und möglicherweise über eine mehrstöckige Struktur verfügt. Ihre Schutzwirkung ist der gewöhnlicher unterirdischer Anlagen weit überlegen, was sie zu einer kritischen Komponente des iranischen Atomprogramms macht.
Da Trump die Anlage öffentlich ins Visier genommen hat, wächst im Ausland die Sorge, dass die iranische Atomfrage erneut zu einem neuen Brandherd für die Eskalation regionaler Spannungen werden könnte.
Friedensgespräche geraten ins Stocken, Märkte bewerten Inflationsrisiken neu
Analysten sind der Ansicht, dass vor dem Hintergrund eines anhaltend ausbleibenden substanziellen Fortschritts bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Handelslogik des Marktes wieder einmal zu Angebotsrisiken und Inflationserwartungen zurückgekehrt ist.
Deutsche-Bank-Analyst Jim Reid wies darauf hin, dass Brent-Rohöl nach mehr als einem Monat wieder die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel erreichte und kurzzeitig über 92 US-Dollar stieg, was widerspiegelt, dass der Markt die geopolitische Risikoprämie für den Nahen Osten neu einpreist.
Unterdessen lässt die fortgesetzte Ausweitung der militärischen Operationen des US-Militärs den Ölpreisen kurzfristig wenig Spielraum für eine Korrektur, während gleichzeitig die Sorgen der Anleger über ein Wiederaufflammen der weltweiten Inflation und über Stagflationsrisiken gewachsen sind.
Allerdings hat der Iran weiterhin nur begrenzte Deeskalationssignale gesendet. Ein Sprecher des iranischen Innenministeriums erklärte, dass beide Seiten zwar keine formellen Verhandlungen aufgenommen haben, eine Kommunikation über informelle Kanäle jedoch weiterhin möglich sei. Dies bedeutet, dass das diplomatische Fenster zwar nicht völlig geschlossen ist, eine substanzielle Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran kurzfristig jedoch weiterhin unwahrscheinlich ist und die internationalen Ölpreise wohl weiterhin von den Entwicklungen im Nahen Osten dominiert werden.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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